Sonntag, 6. Januar 2019

Wird Jesus in der Bibel angebetet?


Heute zum Gedenktag an die drei Magier aus dem Morgenland, aus denen die römische Kirche später die "heiligen drei Könige" gemacht hat (denn wer will denn schon etwas mit den Sternedeutern = Astrologen zu tun haben), hier etwas über den gerne verwischten Unterschied zwischen huldigen und anbeten.

Mat 2:11 ...und sie gingen in das Haus hinein und fanden das Kindlein samt Maria, seiner Mutter. Und sie fielen nieder, beteten es an, taten ihre Schätze auf und brachten ihm Gaben, Gold, Weihrauch und Myrrhen. 

Gleich zu Beginn des Lebens Jesu scheint die in der Überschrift gestellte Frage also eindeutig mit ja beantwortet zu werden, denn schon die drei Magier aus dem Morgenland beteten Jesus offenbar an.

Wirklich?
Schauen wir lieber mal etwas genauer hin!

Das griechische Wort "proskuneō" wird hier und an etlichen anderen Stellen irreführend mit "anbeten" übersetzt, die eigentliche Bedeutung ist nämlich "unterwürfig knieend / sich niederwerfen / jemandem huldigen / verehren ". So übersetzt z.B. die Elberfelder an dieser Stelle auch völlig richtig mit "huldigten ihm".
Sowohl Gott, als auch Jesus wird auf diese Weise Ehrerbietung entgegen gebracht, aber auch Königen wurde gehuldigt, ja sogar ganz gewöhnlichen Menschen wie z.B. dem Herrn eines Knechtes in einem Gleichnis Jesu..

 
Mat 18:26  Der Knecht nun fiel nieder, huldigte ihm und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, und ich will dir alles bezahlen. 




..oder auch Petrus, als dieser in das Haus von Cornelius kommt. Hätten die Übersetzer das Wort "proskuneō" durchgehend konsequent übersetzt, dann müßte der Vers nämlich so lauten:

Apg.10:25 "Wie es aber geschah, daß Petrus eintrat, ging ihm Cornelius entgegen, fiel ihm zu Füßen und betete ihn an."

Stattdessen wird hier natürlich völlig richtig mit "huldigen" übersetzt (und selbst das lehnte Petrus ab, wie man im folgenden Vers lesen kann). Nur im Zusammenhang mit Jesus wird das Wort "proskuneō" allerdings ständig mit "anbeten" übersetzt, und zwar deshalb, weil man durch das Dogma "Jesus ist Gott" der Meinung ist, Jesus müsse eben angebetet werden, bzw. um diesem Dogma eine scheinbar biblische Rechtfertigung zu verschaffen.

Mat 8:2 Und siehe, ein Aussätziger kam und betete ihn an und sprach: HERR, wenn du willst, kannst du mich reinigen. 
(Luther) 

Auch hier steht selbstverständlich das Wort proskuneō, der Aussätzige huldigte also Jesus bzw. "warf sich vor ihm nieder", wie z.B. die Elberfelder hier auch richtig übersetzt.
Gebet zu Gott, im Sinne von "sprechen mit Gott" und "ihn um etwas bitten" usw., ist IMMER das griechische Wort "proseuchomai" und das wird in der Bibel 
AUSSCHLIESSLICH im Zusammenhang mit Gott dem Vater verwendet!!

"Proskuneō" dagegen bedeutet wie gesagt "knieend verehren, huldigen, lobpreisen", das tut man sowohl gegenüber Gott, als natürlich auch zu seinem Sohn Jesus und durchaus auch gegenüber anderen ehrwürdigen Menschen.
Wer diesen Unterschied bewusst oder unbewusst unkenntlich macht oder ignoriert, der verdreht die gesamte Botschaft der Schrift und damit das Wort unseres Herrn, denn Jesus fordert uns durch Wort und Vorbild durchgehend dazu auf, ausschließlich Gott den Vater anzubeten.

Mat 6:9 Betet ihr nun also: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme, dein Wille geschehe.

Joh 4:23 Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. 

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Auch wenn die irrgeleitete Christenheit darüber Pickel bekommt, es bleibt die einfache biblische Wahrheit bestehen, die Jesus und seine Apostel uns beständig lehren:

1.Tim.2:5 Denn Gott ist einer, und einer Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus. 

Man beachte: Selbst der auferstandene und verherrlichte Sohn Gottes, der nun "zur Rechten Gottes" sitzt, wird hier vom Apostel eindeutig als Mensch erkannt, und Menschen werden nunmal nicht angebetet - nichtmal wenn es sich um den herrlichen Sohn Gottes handelt.


***




Kommentare:

Study the Bible earnestly hat gesagt…

Am wichtigsten ist Jesu Identität!

Jesus hat uns gelehrt, den Namen unseres himmlischen Vaters zu heiligen, aber wir sollten uns auch an seine wahre Identität erinnern. Der auferstandene Herr Jesus Christus ist unser Schöpfer, und wir sollten unseren Schöpfer in Geist und Wahrheit anbeten.

Jesus liebt dich total hat gesagt…

Und schon werden die Worte Jesu verdreht und verändert, um eine theologische Aussage zu "rechtfertigen", die nicht dem Wort entspricht - JESUS hat vielmehr gesagt, dass wir den VATER in Geist und Wahrheit anbeten sollen!


Joh 4:23 Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahrhaftigen Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter.


Jesus liebt dich total hat gesagt…

Ich werde darüber auf solch einem "Niveau" hier nicht weiter diskutieren und weitere Kommentare dieser Art ggf. löschen.

Jesus liebt dich total hat gesagt…

Nur noch ein kleiner Hinweis über die "wahre Identität" Jesu, wie sie der Vater im Himmel offenbart hat - auf DIESEM felsenfesten Bekenntnis baut Jesus seither SEINE Gemeinde!


Mat 16:15 Er spricht zu ihnen: Ihr aber, wer saget ihr, daß ich sei?
Mat 16:16 Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist DER CHRISTUS, DER SOHN DES LEBENDIGEN GOTTES.
Mat 16:17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.


..alle anderslautenden Bekenntnisse stehen auf "Fleisch und Blut" = menschlichen Schlußfolgerungen und entsprechen auch nicht dem Wort und der Lehre der Apostel.

Unknown hat gesagt…

Die Anbetung Gottes!
Wer wird angebetet? Der himmlische Vater und der Sohn! Der himmlische Vater sucht solche (so sagt Jesus), die Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten; so kann man es in Johannes 4, 23-24 lesen. Die Anbetung gilt zuerst dem Vater, jedoch in Hebräer 1, 6 sagt Gott zu den Engeln, dass sie den Sohn anbeten sollen:“Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten” In der Offenbarung 5, 8-14 lese ich von der Anbetung des Sohnes durch alle Geschöpfe: „Und als es das Buch nahm, da fielen die vier Wesen und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm, und ein jeder hatte eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk, das sind die Gebete der Heiligen, und sie sangen ein neues Lied… Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob. Und jedes Geschöpf, das im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meer und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die vier Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an.“   Desweiter lese ich in Offenbarung 7,9-10:„...Und siehe, eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, stand vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen. Und sie rufen mit lauter Stimme und sagen: Das Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm"

Unknown hat gesagt…

Jesus Christus ist der vom Vater eingesetzte Gott und Schöpfer, das lebendige Wort Gottes. Er ist der Herrscher und Richter über Seine Schöpfung. So spricht der himmlische Vater seinen Sohn als Gott an und bezeugt, dass Er durch seinen Sohn die Erde erschaffen hat und auch die Himmel seine Werke sind und gewährt dem Menschen Gemeinschaft mit sich selbst durch den Sohn.
"… vom Sohn aber: "Gott, dein Thron hat für immer Bestand. Dein Zepter bürgt für eine Herrschaft in Gerechtigkeit. Du hast das Recht geliebt und das Unrecht gehasst. Darum, Gott (Sohn), hat dein Gott (Vater) dich gesalbt mit dem Öl (Heiliger Geist) der Freude wie keinen deiner Begleiter." (Hebräer 1,8-10)
„...so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.“ (1.Korinther 8,6)
„Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welten gemacht hat.“ (Hebräer 1,1-2)
„Im Anfang war das Wort, und das Wort ward bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ (Johannes 1,1-3)
„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1,14)
"Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,
sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich
und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen,
der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt:"Jesus Christus ist der Herr" - zur Ehre Gottes, des Vaters. (Phil 2,6-11)