Dienstag, 9. Februar 2010

Furious Love


Wer starke Nerven hat und englisch versteht, sollte sich diesen Film auf Bethel-TV jetzt anschauen, er wird wohl nur noch heute online sein. Danach kann man ihn als DVD bestellen.

Wenn wir einmal verstanden haben, wie der Kampf tatsächlich tobt, dann wird unsere Nachfolge anders werden.
Das Reich der Finsternis erscheint stark - die Kraft der Liebe ist stärker!

PRAISE GOD!!

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Montag, 8. Februar 2010

radikal

Dieses Wort steht im Sprachgebrauch und auch in christlichen Kreisen meist für grenzüberschreitende Einstellungen oder Verhaltensweisen. Ohne es weiter zu reflektieren, hat es jedenfalls einen unangenehmen Beigeschmack und rote Lampen leuchten auf - man distanziert sich lieber von den "Radikalen".

Eigentlich bezeichnet das Wort aber etwas fest verwurzeltes:
radix (lat.) = Wurzel.

Ich frage mich also, wie man eigentlich Christ sein kann, ohne radikal zu sein - fest in Jesus und im Wort Gottes verwurzelt?

Es geht auch tatsächlich im Kern um eine "Grenzüberschreitung", denn obwohl wir bereits hineinversetzt sind, in das Reich Gottes, umgibt uns hier in der Welt das Reich der Finsternis. Wo wir nicht tatsächlich in Gottes Reich unsere Wurzeln haben, sondern unsere Nahrung noch aus der Welt bekommen, behält der Widersacher Macht über uns. Deshalb bedeutet Jesu nachzufolgen auch ein Leben der Überwindung:

"Und sie haben ihn (Satan) überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tode!"
(Off.12,11)

Drei Faktoren sind also entscheidend, damit wir als Christen nun auch im Reich und in der Kraft Gottes leben können und nicht weiter den Regeln der Finsternis unterworfen sind und die Segnungen des Reiches Gottes dann erst im Himmel erwarten:

1. Das Blut Jesu

Keine eigene Anstrengung oder noch so gute Taten und Charaktereigenschaften können Satan beeindrucken, er wird weiter Raum in uns und unserem Leben haben - nur das Blut Jesu hat diese Kraft!

Um also seine Angriffe und die in uns "verwurzelten" Gewohnheiten und Lebensweisen überwinden zu können, müssen wir das Blut Jesu "anwenden" - d.h. wir müssen fest in der Gewissheit Seiner Kraft verwurzelt sein und wenn uns die Finsternis in irgend einer Form begegnet oder überwältigt hat, dann wiederstehen und überwinden wir in der Kraft der Er-Lösung durch das Kreuz. Dies ist ein "lifestyle", ein fortwährender Prozess und gehört zum christlichen Leben wie Essen und Trinken:

"Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm."

(Joh.6,56)

2. Unser Zeugnis

Es ist sehr deutlich, dass unser Zeugnis für Jesus - egal auf welche Art wir es geben - nur dann wirklich Kraft hat, wenn wir selber, in dem, wofür wir Zeugnis ablegen, durch das Blut bereits frei geworden sind. Daher ist es zunächst wichtig, dass wir dem Satan Zeugnis geben! Wir müssen ihm überall in unserem Leben die "rote Karte" zeigen, die mit dem Blut Jesu getränkt ist, damit er den Platz tatsächlich verlässt. Wenn wir hier nicht radikal werden, können wir auf den berühmten "Sankt Nimmerlein-Tag" warten, bis wir frei werden.

Gott ist Kraft und ist Dynamik - wir werden Seine Kraft zunehmend und in immer mehr Bereichen unseres Lebens erleben, wenn wir durch das Blut überwinden und dadurch Zeugnis geben können. So wird Jesu Sieg sichtbar und potenziert sich in der Welt, da wir selber ein Zeugnis für die Kraft des Blutes Jesu sind. Denn das Wort der Gnade kann nur vom Herrn bestätigt werden, wenn wir es auch "in Ihm" sprechen:

"Sie verweilten nun lange Zeit und sprachen freimütig in dem Herrn, der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab, indem er Zeichen und Wunder geschehen ließ durch ihre Hände. "
(Apg14,3)

3. Das Leben (die Seele) nicht lieben

Mögen uns die beiden ersten Punkte schon radikal erscheinen, so wird es nun richtig krass. Doch wieviele Schriftstellen könnte man hier nennen, die alle das Gleiche besagen: "Wer sein Leben mehr liebt als mich,ist meiner nicht wert... / wer sein Leben liebt, der wird es verlieren.. / nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir" uswusw...

Wir müssen wirklich alle unsere "Schätze" im Himmel haben, damit unser Herz frei ist und wir ohne Angst um unser Ansehen oder Leben Zeugnis geben können. Das fängt bei unserem Besitz an, den die ersten Christen folgerichtig aufgaben und in allem Gemeinschaft hatten; das geht über unsere Beziehungen - auch die familiären - "wer Vater und Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert" und endet schließlich bei der Bereitschaft, für die Wahrheit auch mit seinem Leben zu bezahlen, wie es etliche vor uns taten:

"Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn."

(Röm.14,8)

Oder wie jemand sagte:
Wenn wir nichts mehr glauben, wofür wir sterben würden, dann haben wir auch nichts mehr, wofür es lohnt zu leben.




Ich meine wirklich es ist an der Zeit, dass wir radikal werden, damit unser Lebensbaum nicht wackelig steht und gute Frucht hervor bringt und auch wir sagen können:

"Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn."
(Phil.1,21)

wenn das nicht radikal ist...

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(inspiriert hat mich ein Beitrag bei Liane, in dem sie ein tolles Buch vorstellt:
Das Blut und die Herrlichkeit.)

Sonntag, 7. Februar 2010

Leiden um Christi Willen

Zu den größten Leiden eines Christen sollte gelegentliche Heiserkeit zählen, aufgrund von lauthalser Verkündigung, Danksagung und Lobpreis, oder auch schmerzende Backen, wegen dem vielen Lächeln...



Ich lächelte ihnen zu, wenn sie kein Vertrauen hatten, und das Licht meines Angesichts konnten sie nicht trüben.
(Hiob 29,24)

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Freitag, 5. Februar 2010

profit over life

"Die europäischen Völker stellen..eine Familie..dar. Es ist wenig klug..auf die Dauer in einem ..Haus wie Europa eine Völkergemeinschaft verschiedener Rechtsordnungen..aufrecht zu erhalten."

Dieser Satz stammt nicht von einem der heutigen EU-Gleichschaltungs-Beauftragten, sondern aus der Rede eines gewissen Adolf H. im Jahre 1936 im Reichstag von Berlin - die Methoden mögen sich geändert haben, das Ziel ist das gleiche geblieben!

Damals wie heute wird den Menschen mit einer perfiden Propaganda vorgegaukelt, diese Machtkonzentration würde in ihrem eigenen Interresse liegen und es gäbe keine Alternative - doch damals wie heute sind es rein machtpolitische und wirtschaftliche Interessen und die Menschen sind die Leidtragenden. Wobei wir vermutl. erleben werden, dass dieses heute auf "friedlichem Wege" installierte Euro-Diktat, für uns noch drastischere Folgen haben wird, als der vergleichsweise stümperhafte Versuch vor 70 Jahren. Die Akteure haben schließlich dazu gelernt.



(Angeklagte im Nürnberger IG-Farben Prozess )

Das gemeinsame Haus Europa? Das war doch die Parole von unserem damaligen Bundeskohl, als der Euro eingeführt werden sollte und der Boden für die weitreichenden EU-Vertäge vorbereitet wurde, die nun nicht nur nationales Recht, sondern auch demokratische Grundrechte fortschreitend außer Kraft setzten.

Wer sich über die unvorstellbaren Hintergründe informieren möchte, sehe sich diese Vorträge und Videos an, oder die online einsehbaren Akten der Nürnberger Prozesse, die den direkten Zusammenhang von Nazi-Machtergreifung und Kriegsplanung, mit der Chemie- und Pharmaindustrie offenlegen. Es gibt nämlich tatsächlich eine Interessengruppe, für die gilt auch heute noch die Maxime:

profit over life!

Nichtmal entscheidende Personalien dieser finsteren Gesellschaft wurden nach dem Krieg geändert, diese Zombies kamen schnell wieder in wichtigen Schlüsselpositionen um ihre Ziele weiter zu verfolgen.

Es wird wohl auch diesmal wieder etliche geben, die von nichts was gewusst haben...

"Er sprach aber auch zu den Volksmengen: Wenn ihr eine Wolke von Westen aufsteigen seht, so sagt ihr alsbald: Ein Regenguß kommt; und es geschieht also. Und wenn ihr den Südwind wehen seht, so sagt ihr: Es wird Hitze geben; und es geschieht. Heuchler! Das Angesicht der Erde und des Himmels wisst ihr zu beurteilen; wie aber ist es, dass ihr diese Zeit nicht beurteilt?"
(Luk.12.54-56)

Nein, dies wird jetzt kein politischer-Verschwörungs-Blog und ich möchte auch niemanden in Verzweiflung stürzen, aber man sollte ja bekanntl. nicht zuviel Sand in den Kopf stecken - ich möchte aber mit einem prophetischen Wort im letzten Kommentar von "Flunra" zum Artikel "schwere Zeiten" schließen:

"Es wird also eine gute Zeit in schwierigen Tagen, weil wir die Größe unseres Gottes um so mehr erleben."

HALLELUJA AMEN!


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Donnerstag, 4. Februar 2010

Wo ist die Liebe hin?



Du musst nicht wie Sergei Rachmaninow spielen -, oder wie Whitney Houston singen können - tue was du tust mit dem Herzen, dann wird es auch Herzen berühren.

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Mittwoch, 3. Februar 2010

schwere Zeiten (2.Tim.3)

Wenn man etwas beklagen möchte, braucht man wohl nicht lange nach Gründen dafür zu suchen. Da kann man getrost beim aktuellen Wetter anfangen, das immer entweder zu kalt, zu heiß, zu naß oder zu trocken sein kann, es geht besonders gerne über die finanzielle oder gesundheitliche Situation, die Arbeit und die Steuern, über die bösen Mitmenschen bis hin zur Politik und landet dann bei globlen Ereignissen wie z.B. der heraufbeschworenen Klimakatastrophe - womit man dann wieder beim Wetter wäre...

solche Gedanken und die Gespräche darüber können wirklich zu gebetsmühlenartigen Mantras werden, die Medien bombadieren uns fortgesetzt mit neuen Schreckensmeldungen, und jedem ist klar: Wir leben in unsicheren Zeiten und haben allen Grund zu klagen. Einige Leute mit etwas grösserem Tellerrand stellen zwar noch ergänzend fest, dass wir im Weltvergleich auf sehr hohem Niveau jammern, aber dadurch wird letztlich auch niemand glücklicher.
Wir sind bei stürmischer See unterwegs und die Zeiten sind hart!




"Dieses aber wisse, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten da sein werden;
denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, heillos, ohne natürliche Liebe, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, verwegen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott"

(2.Tim.3,1-4)

Doch Gott sei Dank gibt es ja den rettenden Anker des Glaubens und den festen Fels des Wortes Gottes in dieser Brandung und der Christ findet Sicherheit, Schutz und Geborgenheit in der Gemeinschaft mit anderen Christen - in der Gemeinde!

Achja?
schön wär´s...
les nochmal den letzten Satz von Paulus´ prophetischer Schau auf die letzten Tage, wo wir so Vieles finden, was heute absoluter Standard ist. Wir denken gerne, er redet dort von der Welt, doch Paulus war es durchaus klar, dass in ihr ohnehin keine Liebe zu Gott zu finden ist - und tatsächlich, es wird noch klarer, wenn wir weiterlesen:

"...die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen; und von diesen wende dich weg."

(V.5)

uups - religiöse Form ohne Inhalt? Wie ist sowas denn möglich?
Ja, Paulus lässt keinen Zweifel aufkommen, dass die gesamte weltliche Lust und Bosheit in die Gemeinde eindringen wird:

"Denn aus diesen sind, die sich in die Häuser schleichen und Weiblein gefangen nehmen, welche, mit Sünden beladen, von mancherlei Lüsten getrieben werden,"

(V.6)

..und sowas führt trotz sonntäglicher Bepredigung zum völligen Verlust der Wahrheit:

"die immerdar lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können."
(V.7)

ei verbischt - das sieht nicht gut aus! Die Erkenntnis der Wahrheit ist also nicht nur eine Frage von Schriftstudium und -kenntnis, sondern steht in direktem Zusammenhang zu einem reinen Lebenswandel - wo der nicht ist, da kann(!) keine Erkenntnis der Wahrheit sein.
Also: "wende dich ab."

Ja genau, prima Lösung - dann haben wir endlich Ruhe und können in Reinheit und Frieden leben. Leider nicht - solche religiösen Menschen werden das nicht einfach hinnehmen, denn wenn du dich abwendest, erklärst du ja damit ihre "Form von Frömmigkeit" zu einem leeren Gefäß, in dem die Kraft Gottes nicht zu finden ist, und dann werden sie ihr wahres Gesicht zeigen:

"Alle aber auch, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, werden verfolgt werden."
(V.12)

aaach komm Bento, du überspannst den Bogen mal wieder - hier ist doch von der Welt die Rede, die die Christen nicht in Ruhe lassen.
Sorry, (es wär mir ja auch lieber) aber in den Versen vorher ist z.B. von der Rebellion gegen Mose die Rede und davon, dass Menschen der Wahrheit widerstehen, verdorben und ohne Bewährung im Glaubensleben sind - damit kann wohl kaum ein Weltmensch gemeint sein:

"Gleicherweise aber wie Jannes und Jambres Mose widerstanden, also widerstehen auch diese der Wahrheit, Menschen, verderbt in der Gesinnung, unbewährt hinsichtlich des Glaubens."
(V.8)

Dann ist noch von den mannigfachen Leiden des Paulus die Rede (V.11), die er ja bekanntlich in der Mehrzahl von den religiösen Menschen erleiden musste, von Verführung und Verführten (V.13), sie werden zwar gottlob nicht ewig so weitermachen können und irgendwann auffliegen (V.9), aber sie treiben ihr Unwesen und deshalb wird Timotheus eindringlich ermahnt:

"Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die vermögend sind, dich weise zu machen zur Seligkeit durch den Glauben, der in Christo Jesu ist."
(V.14+15)

Was für einen Sinn macht die Mahnung an dem von Paulus Gelernten -, und dem, was in den Schriften steht, festzuhalten, wenn es hier nicht um falsche Lehren durch die Verführer ginge?

Wir sehen es doch überall, dass die Grundlagen der Schrift den "Formen von Frömmigkeit" preisgegeben sind oder (fortschreitend) geopfert werden. Wer heute dem Schöpfungsbericht der Bibel Glauben schenkt ist ein "Kreationist" und wird zunehmend lächerlich gemacht, und wer entschlossen dem o.g. Rat folgt und an der Lehre von Paulus und der Schrift als dem eingegebenen Wort Gottes festhält, wird gerne als Fundamentalist verschrieen.

"Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit"
(V.16)

Lassen wir uns doch nicht irre machen, von Leuten belehren und zurechtweisen, die weder einen reinen Wandel noch eine edele Gesinnung haben, die in ihren Lüsten leben und mehr ihre eigene Ehre suchen, als die Gottes. Der Rat des Paulus ist da sehr einfach "von solchen wende dich ab" Punkt

Nein, ich bin nicht paranoid oder überheblich geworden, aber das geistliche Leben ist nunmal ein geistlicher Kampf und verlangt nach Klarheit und Unterscheidung durch das Wort - es geht schließlich um was:

"..auf daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke völlig geschickt."

(V.17)

Das kann freilich nur die Gnade und die Kraft Gottes selber wirken, und wenn wir den schmalen Weg verlassen, weil wir uns links und rechts der Welt zuwenden und gewohnt sind Kompromisse einzugehen, dann verlieren wir diese Gunst und enden in frommen Formen. Und diese Gefahr besteht in jeder Gemeinde...

puh - schwere Zeiten!

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(was sonst noch so in den Gemeinden für Gefahren lauern, die wir längst für ganz normal halten, kann man auch HIER nachlesen - Wölfe im Schafspelz sind mitten unter uns!)

Sonntag, 31. Januar 2010

Betrübt durch Gottes Wort?

Niemand ist gerne betrübt, jeder ist gerne fröhlich!

"Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, reut es mich nicht. Und wenn es mich reute - ich sehe ja, dass jener Brief euch wohl eine Weile betrübt hat -, so freue ich mich doch jetzt nicht darüber, dass ihr betrübt worden seid, sondern darüber, dass ihr betrübt worden seid zur Buße. Denn ihr seid betrübt worden nach Gottes Willen, sodass ihr von uns keinen Schaden erlitten habt."
(2.Kor.7,8+9)

Normaler Weise erbaut uns das Wort Gottes und bewirkt in uns die reine Freude des Geistes. Doch es gibt auch den Fall, dass das Wort uns betrübt. Das hat dann meist eine von zwei Ursachen:

1. Wir erkennen die Gottlosigkeit und die Verlorenheit der Welt.
2. Wir erkennen die eigene Entfernung zum göttlichen Willen.

So schmerzhaft dies auch sein mag, so wohnt dieser Betrübnis doch eine Kraft inne, die uns antreibt - im ersten Fall, um die Rettung durch das Evangelium zu den Menschen zu bringen, im zweiten, um unser eigenes Denken und Handeln zu korrigieren.

Nun, beides ginge auch völlig ohne Betrübnis, nämlich dann, wenn wir von der Liebe Gottes so überwältigt und angetrieben sind, dass wir uns nicht scheuen, ALLES FÜR IHN zu geben, um in SEINER LIEBE zu bleiben. Dort, wo wir aber noch das Unsere suchen oder festhalten wollen, dort kann dieser Prozess der reinigenden Heiligung durch das Wort und den Geist Gottes ins Stocken geraten, und so Betrübnis in uns bewirken.

Wenn uns also irgend etwas betrübt, sei es der "Weltschmerz" oder die eigene "Unzulänglichkeit", so ist es so lange der Wille Gottes, wie wir daraus die Kraft und Motivation zur Veränderung schöpfen. Wenn diese Betrübnis uns aber lähmt, dann ist das nicht mehr nach Gottes Willen, sondern ist bereits ein Angriff des Widersachers geworden!

"Denn die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Buße, die niemand bereut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod."
(V.10)

Es ist sehr wichtig das klar zu Unterscheiden, denn grade uns Christen möchte der Tuffel an dieser Stelle an´s Bein pinkeln und uns in tiefes Elend und Verzagtheit stürzen. Allzu gerne will er uns weis machen: "Es hat doch keinen Zweck, DU schaffst das nie nach Gottes Willen zu leben. Es geht doch eh alles den Bach runter... sieh dich doch mal um, wie schlimm alles ist, was willst DU denn da machen?"

Nun, wenn wir dabei auf UNS schauen, dann ist sogar was Wahres an diesen Lügen, doch wenn wir uns nach dem Prinzip des Glaubens richten
"Ich vermag alles, durch den, der mich stark macht - CHRISTUS",
dann ist die Rechnung eine ganz andere:

WIR schaffen es weder, auch nur eine Seele vor dem Verderben zu retten, noch irgend eine jesusmässige Veränderung in uns selber zu bewirken, doch CHRISTUS IN UNS schafft das! Jedes eigene Bemühen steht da nur im Weg, aber durch unseren GEH-HORSAM (hören und im Vertrauen gehen), kann und wird Gottes Kraft es bewirken:

"Siehe: eben dies, dass ihr betrübt worden seid nach Gottes Willen, welches Mühen hat das in euch gewirkt, dazu Verteidigung, Unwillen, Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung! Ihr habt in allen Stücken bewiesen, dass ihr rein seid in dieser Sache."
(V.11)

So wirkt Gott in uns Eifer, Verlangen, Verteidigung der Wahrheit, Unwillen gegen alle Ungerechtigkeit und Bestrafung derselben und vieles mehr - dafür können wir wirklich nur dankbar sein! Es ist oft schmerzhaft und kostet uns auch etwas, das loszulassen, was wir haben, um das zu erhalten, was Gott uns geben möchte, aber es ist so wichtig, dass wir durch solche Betrübnis hindurchgehen, um in der wahren Freude Seiner Liebe bleiben zu können!




Hast du schonmal den Spruch gehört:
"Ich stehe schon seit X Jahren im Glauben"?
Wie schrecklich ist sowas!

Wir sollen im Glauben doch ständig weitergehen!

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ps - ich habe es hier vermieden, das böse Wort zu gebrauchen, aber setzte für Betrübnis mal das Wort "Depression" ein (die Volkskrankheit Nr 1) und schon wird der bibl. Text noch wesentlich aktueller...