Mittwoch, 25. Mai 2016

Zwölf oder einhundertzwanzig?

Immer wieder hört und liest man, dass an Pfingsten der Heilige Geist auf 120 Jünger ausgegossen worden sei - doch berichtet die Bibel das tatsächlich?

Nein!

Der Geist wurde zunächst nur auf die 12 Apostel ausgegossen, und das belegt die Schrift sehr eindrücklich.

  Als Erstes haben wir die Ankündigung der Ausgießung des Geistes durch Jesus.
Jesus sagt beim letzten Abendmahl zu seinen 12 Aposteln:

Und ich will den Vater bitten, und er wird EUCH einen andern Beistand geben, daß er bei EUCH bleibe in Ewigkeit,
den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und kennt ihn nicht; IHR aber kennet ihn, denn er bleibt bei EUCH und wird in EUCH sein.
Ich lasse EUCH nicht als Waisen zurück, ich komme zu EUCH.
 Joh 14:16-18 

Wem galt also diese Verheißung?
Den 12 Aposteln!

Das gleiche berichtet auch Lukas zu Beginn der Apostelgeschichte:

Den ersten Bericht habe ich abgelegt, lieber Theophilus, über alles, was Jesus zu tun und zu lehren begonnen hat,  bis zu dem Tage, da er in den Himmel aufgenommen wurde, nachdem er DEN APOSTELN, welche er erwählt hatte, durch den heiligen Geist Befehl gegeben;  welchen er sich auch nach seinem Leiden lebendig erzeigte, durch viele sichere Kennzeichen, indem er während vierzig Tagen IHNEN erschien und über das Reich Gottes redete.
Und als er mit IHNEN zusammen war, gebot er IHNEN, von Jerusalem nicht zu weichen, sondern die VERHEISSUNG des Vaters abzuwarten, welche ihr, so sprach er , von mir vernommen habt, denn Johannes hat mit Wasser getauft, IHR ABER SOLLT MIT HEILIGEM GEIST GETAUFT WERDEN, nicht lange nach diesen Tagen. 
 Apg 1:1-5
 
Wer sollte in Jerusalem bleiben und auf den verheissenen Heiligen Geist warten?
Die 12 Apostel!
 
Doch war denn nicht davon die Rede, dass 120 Jünger beisammen waren, und dass der Geist auf ALLE kam?

Nein, von 120 Jüngern war nur bei der Wahl des 12. Apostels die Rede - die Ausgießung des Geistes war aber erst, "als der Tag des Pfingsten gekommen war".
 
Wenn wir die Kapiteleinteilung mal weglassen (die ja im Urtext gar nicht existiert und erst später eingefügt wurde), dann wird sehr schnell klar, wer da an Pfingsten beisammen war:
 
  Und sie gaben ihnen Lose, und das Los fiel auf Matthias, und er wurde zu den ELF APOSTELN hinzugewählt.
Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren SIE alle einmütig beisammen. 
Apg 1:26 / Apg 2:1
Von wem ist hier die Rede?
Von den Elf Apostel mit dem anstelle von Judas neu hinzu gewählten Apostel Matthias!
Also von den 12 Aposteln!
 
Das alles wird auch wenige Verse später nach der Ausgießung des Geistes bestätigt, denn dort heißt es:
 
  Sie erstaunten aber alle, verwunderten sich und sprachen zueinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? 
Apg 2:7   
 
ALLE, die da vom Geist erfüllt in Sprachen redeten, waren Galliläer!
 
Das traf zwar auf die 12 Apostel zu, aber mit Sicherheit nicht auf alle 120 Jünger, die damals in Jerusalem waren, denn man fand unter ihnen nur zwei, die den Anforderungen zur Nachwahl entsprachen und die "von Anfang an dabei waren". (Apg 1:21-23)
 
Auch nachdem diese 12 Männer aus Galliläa in Sprachen geredet hatten, ist weiterhin nur von den 12 Aposteln die Rede, als es dann an die Verkündigung des Evangeliums geht:
 
Da trat PETRUS MIT DEN ELFEN auf, erhob seine Stimme und sprach zu ihnen: Ihr jüdischen Männer und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kund, und horchet auf meine Worte! 
 Apg 2:14 
 
Wir sehen also, dass sowohl die Verheißung an die 12 Apostel erging, als auch der Bericht über das Pfingstgeschehen selber immer nur von den 12 Aposteln spricht.
 
Man könnte nun sagen, ja und, warum ist denn das so wichtig?
Schließlich blieben sie ja nicht die Einzigen und bis heute geht dieses machtvolle Geschehen der Erfüllung mit dem Geist Gottes ja weiter.
 
Nun, erstens geht es grundsätzlich darum, das wir die Schrift GENAU lesen und nichts hinein interpretieren, was dort gar nicht geschrieben steht (denn das kann zu großen Irrtümern führen und wir können betrügerischen Geistern erliegen), und zweitens haben die Apostel in vieler Hinsicht eine besondere Stellung - die Gemeinde ist auf der Grundlage der zwölf Apostel aufgebaut, sie sind die Grundsteine des neuen Jerusalem (der Gemeinde), auf denen der ganze Bau steht!
 
Wir sollten die Bedeutung dieser 12 Männer für die Gemeinde also niemals unterschätzen sondern angemessen würdigen! 

Sie wurden von Jesus selber auserwählt und da sie dann durch den Geist in alle Wahrheit geführt wurden, haben wir auch heute noch in ihrer Lehre einen zuverlässigen Maßstab, an der wir jede Lehre messen müssen, um nicht den Irrtümern unserer Zeit zu erliegen.
 
Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. 
Apg 2:42  

  Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundlagen, und auf denselben zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.
 Off 21:14 


***



Dienstag, 24. Mai 2016

Hat Jesus sich geirrt?


Die Offenbarung des Johannes ist voller Hinweise darauf, dass die Dinge, die dort beschrieben werden in Kürze / bald / schnell geschehen werden.
Dies wird bereits gleich zu Beginn sehr deutlich gesagt:
 
Offenbarung Jesu Christi, welche Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, WAS BALD GESCHEHEN MUSS;  
Off 1:1
 
 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn DIE ZEIT IST NAHE! 
 Off 1:3
 
Auch am Ende der Offenbarung wird dies dann nochmal sehr deutlich gemacht:
 
Und siehe, ICH KOMME BALD. Glückselig, der da bewahrt die Worte der Weissagung dieses Buches! 
Off 22:7
 
 Bete Gott an. Und er spricht zu mir: Versiegle nicht die Worte der Weissagung dieses Buches; DIE ZEIT IST NAHE. 
Off 22:10 
Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald.
Off 22:20  

Da nun heute nach rund 2000 Jahren fast alle Ausleger der Offenbarung davon ausgehen, dass diese Dinge uns erst noch bevorstehen bzw. sich grade vor unseren Augen erfüllen, ergibt sich folgende Frage:
 
Hat Jesus sich geirrt?
 
Oder irren sich vielleicht diese Ausleger, weil Jesus, als er durch den Geist diese Offenbarung gab, so ausdrücklich und vielfach darauf hingewiesen hat, dass das alles in Kürze geschehen würde?
 
Nun gibt es etliche Erklärungsversuche nach dem Motto "bei Gott sind tausend Jahre eben wie ein Tag" usw, wodurch man versucht, diesen eindeutigen Zeitrahmen zu relativieren, doch das funktioniert alles nicht. Einige beachten diese vielen Hinweise auch gar nicht weiter, weil sie so sehr von den gängigen Auslegungen vereinnahmt und geblendet sind.
 
Doch man sollte durchaus mal genauer hinschauen, was dort gesagt wird, denn leider sind bereits die Übersetzungen schon meistens irreführend. So haben wir es z.B. sehr häufig mit der Redewendung zu tun "die Zeit ist nahe" oder in englisch "time is at hand" (die Zeit ist zur Hand). Doch hier beginnt schon das ganze Mißverständnis, denn was hier lapidar mit Zeit übersetzt wird ist im Griechischen das Wort "kairos". Kairos ist nun im Gegensatz zum "chronos" keinsewegs der lineare Zeitablauf der materiellen Schöpfung, sondern es ist die "göttliche Zeit". Man könnte auch sagen, "der göttliche Zeitpunkt", das ist immer dann, wenn die Realität der göttlichen Welt (der Himmel / die Ewigkeit) sich in der materiellen Schöpfung (der Weltzeit) manifestiert.
 
Wir sehen das z.B. hier sehr schön, als Jesus sagte:
 
Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. 
(the kingdom of God is at hand)
 Mar 1:15
 
Das Reich Gottes ist bekanntlich ein ewiges Reich und unterliegt nicht den Zeitabläufen (chronos), es existierte bereits bevor Jesus es zu den Menschen in diese "Weltzeit" brachte!
 
Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen. 
Mat 12:28  

Der kairos (die Ewigkeit) ist also keineswegs eine ewig lange Zeitdauer, sondern eine völlig andere Dimension, die man überhaupt nicht mit den Chrono- Metern dieser Welt messen oder erfassen kann!
 
Und hier leigt auch das ganze Mißverständnis in der Auslegung der Offenbarung.
Etliche verstehen sie in linearen Zeitabläufen und warten deshalb auf das Erscheinen Jesu und dass er endlich den Thron besteigen wird und sein "ewiges Reich" in dieser Welt installiert.

 Doch Moment mal, sitzt Jesus nicht längst auf dem Thron und sagte er nicht, dass sein Reich NICHT von dieser Welt ist?!
 
So begehen also die meisten Christen heute den gleichen Fehler wie ihn die Juden zu seiner Zeit begangen haben, die erwarteten, dass der Messias die Römer vertreiben und ein weltliches Reich errichten würde und sie verpassen auf diese Art auch in gleicher Weise die Tatsachen des Reiche Gottes auf Erden!
 
Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen! 
Mar 10:15
 

Es ist ein tragischer Irrtum, dem die Christenheit seit tausenden Jahren erlegen ist, und dem eine ungeistliche Sichtweise auf die Realität des Reiches Gottes zugrunde liegt!
 
Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, es sind etliche unter denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes mit Macht haben kommen sehen. 
Mar 9:1
 
Jesus spricht hier ganz offensichtlich von der Ausgießung des Geistes an Pfingsten von der er ausdrücklich sagte, dass ER SELBER auf diese Weise wiederkommt!
 
Ich werde euch nicht als Waisen lassen, ICH KOMME ZU EUCH. 
 Joh 14:18
 
Und genau so verhält es sich auch mit den Aussagen und Gleichnissen der Offenbarung, es handelt sich hier überwiegend um die Schilderung von den Geschenisen die 70n.Chr. mit der Zerstörung Jerusalems und dem Ende des Tempels und damit dem ALTEN BUND und dem alttestamentichen Gottesdienst erfüllt haben.
 
 Siehe “das Alte ist vergangen” und “der neue Himmel” (Satan ist hinausgeworfen und Jesus sitzt nun zur Rechten Gottes!) und “die neue Erde” (das Reich Gottes ist nun mitten unter uns!) sind längst Realität geworden!
  
Diese Tatsachen sind aber nur für den geistlichen Menschen "sichtbar"!

Etliche starren jedoch weiterhin gebannt auf die Abläufe und Geschehnisse in dieser Weltzeit und erwarten “die Wiederkunft Christi” im chronos, anstatt dass sie wie die Kinder in die Realität des längst zu uns gekommenen Reiches Gottes eingehen und im kairos wirksam werden, der ja nun stets "zur Hand" ist.
 
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.
Mat 6:13
 

***
 


Samstag, 21. Mai 2016

Ermahnen oder ermuntern?


Wir werden alle gerne ermuntert und niemand wird gerne ermahnt, aber in Wirklichkeit ist es beides genau das Gleiche! 

Es ist im griechischen sogar das selbe Wort "parakaleō"
Es bedeutet u.a. "einladen, herbeirufen, flehen, ermahnen, ermuntern, trösten, beistehen, wünschen, beten und bitten".
Wer sich mit griechisch etwas auskennt weiß auch sofort, dass "parakaleō" von "paraklētos" stammt und das ist eine Bezeichnung für den Heiligen Geist und der ist bekanntlich der Geist der Wahrheit.

Wenn aber der Beistand kommen wird, welchen ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir zeugen; 
 Joh 15:26

Es kommt also immer einzig und allein darauf an, ob eine Ermahnung im Geist geschieht und ob es die Wahrheit ist. Wie wir uns dabei fühlen spielt eigentlich überhaupt keine Rolle und es ist nur wieder unser totes Fleisch, dass sich da wichtig machen will!

Wenn man z.B. ermahnt wird, etwas Falsches zu lassen, dann ist es ja auch gleichzeitig eine Ermunterung, das Richtige zu tun - es kommt eben immer auf die Perspektive an und ob wir tatsächlich geistlich gesinnt sind.

Ich ermahne / ermuntere euch nun, ihr Brüder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringet als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!
Röm 12:1


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Einen ähnlichen Beitrag zu diesem Thema habe ich vor Jahren schonmal HIER gepostet.

Montag, 16. Mai 2016

Was geschah bei der "Himmelfahrt" Jesu?

Liebe Freunde und Leser dieses Blogs

Nach laaanger Pause möchte ich nun wieder damit beginnen, hier hin und wieder einen neuen Beitrag zu veröffentlichen.
Eigentlich fehlt mir völlig die Zeit dazu, denn "das wahre Leben" brennt grade auf allen Ebenen (positiv gemeint!), aber ich stelle immer wieder mal fest, dass das Interesse an meinem Blog nicht nachläßt und täglich Hunderte hier vorbeischauen - das freut mich wirklich sehr und ich bedanke mich dafür!

Daher macht es wohl durchaus Sinn, wenn ich hier ab und zu mal wieder etwas poste, auch wenn es erstmal überwiegend Beiträge "aus dem Archiv" sein werden, die ich hier aber noch nicht veröffentlicht habe.

Gruß und Segen an alle Leser!


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Was geschah bei der "Himmelfahrt" Jesu?


Der Herr nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.
Mar 16:19  

Und es begab sich, indem er sie segnete, schied er von ihnen und wurde aufgehoben gen Himmel.
 Luk 24:51 

bis zu dem Tage, da er in den Himmel aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er erwählt hatte, durch den heiligen Geist Befehl gegeben;
Apg 1:2   

Diese Aussagen hören sich recht nüchtern an. Es wird hier lediglich gesagt, dass Jesus von den Aposteln schied und in den Himmel aufgenommen / aufgehoben wurde.
Etwas genauer schildert es Lukas ein paar Verse später:

Und nach diesen Worten wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und vor ihren Augen weg.
Und als sie unverwandt gen Himmel blickten, während er dahinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern bei ihnen...
 Apg 1:9+10 

Die "Wolke" ist in solchen Fällen keine Beschreibungen eines meteorologischen Ereignisses, sondern sie umscheibt immer die Herrlichkeit Gottes, z.B. hier:

Und die Priester vermochten wegen der Wolke nicht dazustehen, um den Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit Jahwes erfüllte das Haus Gottes.
2.Chr.5:14  

Ebenso verhält es sich mit dem Begriff "Himmel" - er bezeichnet sowohl den materiellen Raum oberhalb der Erde, als auch den "Wohnort Gottes" - also die geistliche Dimension.
Die mittelalterliche Vorstellung, dass Jesus plötzlich anfing zu schweben und auf einer Wolke in den Orbit abhob, müssen wir also genauso verwerfen wie die Vorstellung, Gott wäre ein alter Mann mit einem langen weißen Bart. 


 


Vielmehr verließ Jesus lediglich die sichtbaren Raum und Zeit-Dimension und ging in die geistliche Welt. Er wechselte vom chronos (der Weltzeit) in den kairos (die Ewigkeit).
Er ist aber seither noch genau so gegenwärtig, wie er es war, als die Apostel ihn noch sehen konnten!

Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Weltzeit!
Mat 28:20b  

Nun könnte man fragen, warum Jesus, wenn er doch ohnehin bei den Jüngern bleiben würde, er dann nicht einfach weiterhin auf der Erde sichtbar wandelt und handelt?
Jesus sagt dazu, dass er diese sichtbare Dimension verlassen musste, damit der Heilige Geist kommen, und auf "alles Fleisch" ausgegossen werden konnte:

Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.
Joh 16:7  

Auf diese Weise ist Jesus selber dann tatsächlich zu allen Zeiten und an allen Orten gegenwärtig, denn er sagt ja in Bezug auf das Kommen des Geistes, dass er selber wieder zurück kommt:

Ich lasse euch nicht als Waisen zurück, ICH komme zu euch.
Joh 14:18  

Wenn sich uns also "der Himmel öffnet" - d.h. wir die Realität der geistlichen Welt erkennen, die keinesfalls irgendwo "weit weg" von uns existiert, sondern die gewissermaßen parallel stattfindet und alles durchdringt - dann können wir all das wahrnehmen, ja wir können es sogar "sehen":

Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, denn ich lebe, und auch ihr sollt leben!
JAn jenem Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.
 Joh 14:19+20

Das alles ist für den weltlich eingestellten Menschen weder erkennbar noch vorstellbar, ja er wird darauf bestenfalls mit Unverständnis, in manchen Fällen aber auch mit Ablehnung, Hass und Verfolgung reagieren.
So erging es auch Stephanus, dem ersten Märthyrer.

Und er sprach: Siehe, ich SEHE den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen!
Sie aber schrieen mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu, stürmten einmütig auf ihn los, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn.
Apg 7:56+57 

Uns aber, die wir gewohnt und geübt sind die geistliche Realität genau so wahrzunehmen wie die materielle Welt, ist es die Quelle der allergrößten Segnungen und der machtvollen Wirksamkeit der Kraft Gottes in unserem Leben.

Auf daß der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst, damit ihr, erleuchtet an den Augen eures Herzens, wisset, welches die Hoffnung seiner Berufung ist, und welches der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen, und welches die überschwengliche Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke, in welcher er gewirkt hat in dem Christus, indem er ihn aus den Toten auferweckte (und er setzte ihn zu seiner Rechten in den himmlischen Örtern, über jedes Fürstentum und jede Gewalt und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen, und hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Versammlung gegeben, welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.
Eph 1:17-23

Das ist wiedermal so ein Mega-Satz des Paulus, aber besser kann man es wirklich nicht sagen.


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Freitag, 6. November 2015

Hände hoch!

Immer wieder beobachtet man, dass in christlichen Gemeinden die Menschen gradezu in sich zusammensacken, wenn zum Gebet aufgefordert wird. Man faltet die Hände und neigt den Kopf zu Boden.
Jeder der etwas von Körpersprache versteht kann erkennen, dass hier zwar Demut signalisiert werden soll, in Wahrheit aber oft nur Kraftlosigkeit und das Sünderbewusstsein zum Ausdruck kommt.

In der Schrift finden wir eine solche Gebetshaltung daher auch nicht - entweder man wirft sich in Demut und Ergebenheit ganz auf sein Angesicht bzw. geht man auf die Knie, oder man erhebt seine Augen und seine Hände zu Gott in der Anbetung und Verherrlichung seiner Herrlichkeit.

Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater unsres Herrn Jesus Christus, 
Eph 3:14 

Solches redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit dein Sohn dich verherrliche! 
Joh 17:1 

Man könnte nun denken, das sei nicht weiter bedeutsam und Gott schaue sowieso auf die Herzenshaltung, doch die Schrift gibt uns hierzu einige wichtige Hinweise. Um den Sieg zu erringen, bzw. um den Sieg Gottes zu proklamieren, ist es durchaus von Bedeutung, dass die Hände in der Anbetung erhoben werden.
 
Und solange Mose seine Hände aufhob, siegte Israel; wenn er aber seine Hände sinken ließ, siegte Amalek. 
 2.Mos.17:11 

Schau dir doch nur eine beliebige Siegesfeier an und du wirst sofort sehen, dass der Sieger stehts die Hände gen Himmel erhebt!
Ich denke hier liegt eine tiefe Bedeutung, eben nicht nur für die Körperhaltung, sondern vielmehr grade auch für die Geisteshaltung der Nachfolger Jesu.




So will ich nun, daß die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben ohne Zorn und Zweifel;
1.Tim.2:8  

Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! 
1.Kor.15:57 

Erhebet eure Hände in Heiligkeit und preiset den HERRN! 
Psa 134:2  



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Mittwoch, 28. Oktober 2015

Christen und die Dämonen

Immer wieder werde ich gefragt, ob wiedergeborene Christen auch von Dämonen besessen sein können bzw. in irgend einer Weise von diesen unreinen Geistern belastet sein können.

Aber sicher!

Abgesehen davon, dass die Realität eigentlich keinen Zweifel darüber zulässt, finden wir auch deutliche Antworten darauf in der Schrift.

Jesus macht deutlich, jedes Vacuum und jeder Leere die entsteht, wenn der Heilige Geist nicht in unserem Leben wirken kann, oder wenn wir z..B.nur religiösen Traditionen und Riten folgen ohne innere Hingabe zu Gott (ein schön geschmücktes, aber leeres Haus), ist eine Einladung für böse Geister:

Wenn aber der unreine Geist vom Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er wasserlose Stätten und sucht Ruhe und findet sie nicht.
Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, aus welchem ich gegangen bin. Und wenn er kommt, findet er es leer, gesäubert und geschmückt.
Alsdann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die schlimmer sind als er; und sie ziehen ein und wohnen daselbst, und es wird zuletzt mit diesem Menschen ärger als zuerst. So wird es auch sein mit diesem bösen Geschlecht.
Mat 12:43-45 

Aber auch falsche Lehren sind ein Einfallstor:

2.Kor.11:4  Denn wenn der, welcher zu euch kommt, einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder wenn ihr einen andern Geist empfanget, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertraget ihr es wohl.

Und natürlich auch Lüge, Gier, Eitelkeit usw. sind offene Türen für unreine Geister.

Über Ananias (der zusammen mit seiner Frau die Gemeinde täuschen wollte) bezeugt Petrus, dass der Teufel selber sein Herz erfüllt hat:

Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, den heiligen Geist zu belügen und von dem Erlös des Gutes etwas zu entwenden? 
 Apg 5:3 

Ananias und Saphira waren Glieder der ersten Gemeinde in Jerusalem und hatten etliche Machtwirkungen Gottes - und vermutlich auch die Ausgießung der Heiligen Geistes an Pfingsten - miterlebt.


Es ist also völlig eindeutig:

Niemand kann uns aus der Hand Jesu reißen oder von seiner Liebe trennen, aber wir selber können durch unser Denken und Handeln die Türen für Satan und seine unreinen Geister (Dämonen) in unserem Leben öffenen.
Die Schrift nennt es auch "ein geteiltes Herz" haben (Englisch "double minded").

Nur völlige Hingabe bewahrt uns davor!

So unterwerfet euch nun Gott! Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch; nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reiniget die Hände, ihr Sünder, und macht eure Herzen keusch, die ihr geteilten Herzens seid!
Jak 4:7+8


***


Hier ist noch ein Blogbeitrag zu der Frage
 Dämonen austreiben durch beten und fasten?

Sonntag, 21. Juni 2015

"Vor Grundlegung der Welt"

Vater, und nun verherrliche du mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.
Joh.17:5

Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt!
Joh.17:24

Aus diesen Schriftstellen wird gerne abgeleitet, dass Jesus bereits vor der Schöpfung existiert haben muss und folglich ewig existent ist.

Aber ist das hier wirklich gesagt?

Nein, es wird gesagt, dass Jesus beim (ewigen) Vater bereits Herrlichkeit hatte und von ihm geliebt war, ehe die Welt geschaffen wurde!
Aber ist das denn so ein großer Unterschied? Wie kann Gott jemanden lieben und ihm Herrlichkeit geben, den es (noch) gar nicht gibt?

Nun, Gott lebt im "kairos", der Ewigkeit, und die ist keine "ewig lange Zeitdauer", sondern eine völlig andere ("zeitlose"!) Dimension. Wir können Gott und alles was ihn betrifft also nicht mit den Maßstäben der Zeit (chronos) messen. Für ihn spielen zeitliche Abläufe nicht diese Rolle wie für uns, und er überschaut den gesamten Zeitablauf.

"Vor Grundlegung der Welt" weist also (auch) auf die Tatsache hin, dass diese Liebe mit der er seinen Sohn liebt, bzw. Herrlichkeit die er ihm gegeben hat, KEINEN zeitlichen Chrakter hat - sie ist ewig, so wie Gott ewig ist.
Es geht hier, so wie bei allen ähnlichen Aussagen, stets darum, dass Gottes Plan zeitlos ist, obwohl er zu einer bestimmten Zeit erst offenbart worden ist.
Auch Petrus weist genau darauf hin:

(Jesus), der zwar zuvor ersehen war vor Grundlegung der Welt, aber geoffenbart wurde am Ende der Zeiten um euretwillen.
 1.Pet.1:20

Dass es hierbei also NICHT um eine "Präexistenz" Jesu geht, wird auch an folgender Aussage völlig deutlich:

..als er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos wären vor ihm; und uns vorherbestimmt hat zur Kindschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens,
Eph.1:4+5

Gott hat auch UNS (in Christus) auserwählt und vorherbestimmt "vor Grundlegung der Welt"!

Bedeutet das nun etwa, dass wir vor der Schöpfung bereits existiert haben?
Nein!
Es bedeutet, dass unsere Auserwählung in Christus bereits Gottes Plan war BEVOR er die Welt geschaffen, und diesen Plan umgesetzt hat!

....

Genau das besagen auch alle Aussagen, in denen er davon gesprochen wird, dass Jesus "vom Vater" gekommen ist.

Nicht, daß jemand den Vater gesehen hätte; nur der, welcher von Gott gekommen ist, der hat den Vater gesehen.
Joh 6:46

Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.
Joh 16:28
usw.

Diese Aussage, dass Jesus "vom Vater gekommen bzw. ausgegangen ist" muss also unbedingt geistlich gedeutet werden und auf "den Plan" Gottes bezogen bleiben.
Die Schlußfolgerung dass Jesus beim Vater bereits "ewig existent" war, ist eine Fehlinterpretation solcher Aussagen.

...

Und hier noch ein weiterer Beleg:

  Und alle Bewohner der Erde werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben sind im Lebensbuche des Lammes, das geschlachtet ist, von Grundlegung der Welt an.
Off 13:8

Ganz gleich ob man hier "von Grundlegung der Welt an" auf das geschlachtete Lamm selber bezieht (was m.E. falsch wäre), oder auf das Lebensbuch des Lammes - es wird in beiden Fällen völlig deutlich, dass hier aus der Perspektive Gottes, also des ewigen kairos gesprochen wird, und wir diese Aussagen IN KEINER WEISE auf die zeitliche Dimension beziehen können, denn weder war Jesus tatsächlich bereits gekreuzigt, noch gab es diejenigen bereits, die ihm Buch des Lebens aufgeschrieben sind.


***

Donnerstag, 11. Juni 2015

Zeugnis einer Befreiung von unreinen Geistern (Angst / Homosexualität u.a.)


Vor einigen Tagen erreichte mich das beeindruckende Zeugnis von einem Bruder, der bis zu seiner Bekehrung homosexuell gelebt hatte. Danach war ihm sofort klar, dass das gegen den Willen Gottes ist, aber diese Gefühle und Neigungen waren immernoch vorhanden. 

Er war bis zu seiner Bekehrung in krassem Okkultismus verstrickt (auch bereits seine Großmutter) - als ich ihn dann nach seiner Bekehrung kennen lernte, war er kaum in der Lage seine Wohnung zu verlassen und unter Menschen zu sein. Dennoch ließ er sich dann bald taufen, nachdem ich ihm Brüder an seinem Wohnort vermittelt hatte, und er begann sich mit Geschwistern in einer Gemeinde zu versammeln...

allein das grenzte schon an ein Wunder!

Er kämpfte aber weiterhin gegen diffuse Ängste und gegen seine homosexuellen Gefühle an und suchte Befreiung, aber er fand sie nicht. Obwohl er eine erstaunliche Entwicklung machte, ging das einige Jahre so weiter. Er lebte seine Neigungen zwar nicht mehr aus, aber sie waren immernoch vorhanden.

Hier ist nun das Zeugnis seiner Befreiung:

"Also erstmal hatte ich von Donnerstag bis Samstag ein Seminar, wo mich schon Angstgeister verlassen haben...so das ich am Sonntag über meinen Schatten springen konnte und meinem Pastor davon erzählt habe wie ich empfunden habe......

habe mich dann im Gebet von dem Bild losgesagt ,das ich von mir als Mann angenommen habe und um Vergebung gebeten....er hat mir die Hände aufgelegt und gebetet....eine Schwester auch....als es dann hieß "jeder unreine Geist muss ihn verlassen im Namen Jesu" ging es los....
 
erst relativ harmlos mit zittern und Zuckungen...
habe total geheult auch aber nach und nach haben die sich richtig manifestiert so dass ich irgendwann richtig gebrüllt habe, besonders wenn der name Jesus fiel....so ein Brüllen hab ich von mir noch nie gehört....aus der tiefsten Hölle war das voller Wut.....hab gezittert gezuckt gehustet gespuckt und immer wieder gebrüllt und gestöhnt.....hab selbst alles vernebelt wahrgenommen......hab die ganze Zeit gekniet.....irgendwann sagte der Pastor der hinter mir war, dass sie mich umdrehen sollen weil ein Geist nicht gehen wollte und der Kampf bestimmt schon eine halbe Stunde ging.....ich sollte ihm in die Augen schauen.....bin richtig zurückgewichen vor ihm das weiss ich und ich war sowas von wütend...hab ihm ins Gesicht gebrüllt er hatte die Hand auf meiner Stirn und ich hab mich dagegen gedrückt...(die halbe Gemeinde stand um mich herum und hat auch gebetet)....irgendwann hab ich wieder gehustet und in eine Tüte gespuckt und dann kam Frieden....ich konnte auch wieder klar sehen. War total erschöpft.

Die haben dann noch weiter gebetet dass ich mit Heiligem Geist erfüllt werde und mit Papas Liebe...

.ich bin seitdem viiiiel freier und wie abgeschnitten von den Homogedanken und Gefühlen!...davor war das meine Identität...das war ich...seitdem nicht mehr...gehört nicht mehr zu mir!!......

kann mir das erste mal vorstellen mal eine Frau zu haben, was ich vorher absurd fand....auch wenn ich jetzt erst die neue Identität als Mann wie Gott ihn sieht annehmen muss und irgendwie darin wachsen.....also heute eine Frau heiraten würde nicht gehen, aber das kommt - das spüre ich wie sich immernoch was verändert...

..auf jeden Fall bin ich wie gesagt abgeschnitten von dem alten Bild!!
 
HALLELUJAAAAAH

Hatte kaum Stimme danach und einen total dicken Hals vom brüllen.....aber hab meine Geschwister dann auch anders wahrgenommen danach....konnte irgendwie Christus in ihnen sehen....das Leben...konnte auch endlich offen mit ihnen reden was vorher nicht ging, weil ich mich immer irgendwie versteckt habe deswegen...
 
Apostelgeschichte 8:7
Denn aus vielen, welche unreine Geister hatten, fuhren diese mit großem Geschrei aus..
 
Genau so war´s!"

wooow
 HALLELUJA - PREIS DEM HERRN!!!
 

***


Hier geht es zu meiner Blogserie
Jesus und die Dämonen

Montag, 25. Mai 2015

Die Ausgießung des Geistes an Pfingsten


Immer wieder hört man, dass an Pfingsten der Heilige Geist auf 120 Jünger ausgegossen worden sei - doch berichtet die Bibel das tatsächlich?
Nein!
Der Geist wurde nur auf die 12 Apostel ausgegossen, und das belegt die Schrift sehr eindrücklich..
Zunächst haben wir die Ankündigung der Ausgießung des Geistes durch Jesus. Wem galt diese Verheißung?
Den 12 Aposteln!

Jesus sagt beim letzten Abendmahl mit seinen 12 Aposteln:

Und ich will den Vater bitten, und er wird EUCH einen andern Beistand geben, daß er bei EUCH bleibe in Ewigkeit, en Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und kennt ihn nicht; IHR aber kennet ihn, denn er bleibt bei EUCH und wird in EUCH sein.
Ich lasse EUCH nicht als Waisen zurück, ich komme zu EUCH.
 Joh 14:16-18

Das gleiche berichtet dann auch Lukas zu Beginn der Apostelgeschichte:

  Den ersten Bericht habe ich abgelegt, lieber Theophilus, über alles, was Jesus zu tun und zu lehren begonnen hat, bis zu dem Tage, da er in den Himmel aufgenommen wurde, nachdem er DEN APOSTELN, welche er erwählt hatte, durch den heiligen Geist Befehl gegeben; welchen er sich auch nach seinem Leiden lebendig erzeigte, durch viele sichere Kennzeichen, indem er während vierzig Tagen IHNEN erschien und über das Reich Gottes redete.
Und als er mit IHNEN zusammen war, gebot er IHNEN, von Jerusalem nicht zu weichen, sondern die VERHEISSUNG des Vaters abzuwarten, welche ihr, so sprach er , von mir vernommen habt,  denn Johannes hat mit Wasser getauft, IHR ABER SOLLT MIT HEILIGEM GEIST GETAUFT WERDEN, nicht lange nach diesen Tagen.
 
 Apg 1:1-5

Wer sollte in Jerusalem bleiben und auf den verheissenen Heiligen Geist warten?
Die 12 Apostel!

Doch war denn nicht davon die Rede, dass 120 Jünger beismmen waren, und dass der Geist auf ALLE kam?
Nein, von 120 Jüngern war nur bei der Wahl des 12. Apostels die Rede - die Ausgießung des Geistes war aber erst, als der Tag des Pfingsten kam: 

 Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. 
 Apg 2:1

 Ja ist denn hier nicht doch von eben diesen 120 Jüngern die Rede, die bei der Nachwahl des Apostels Matthias zugegen waren?
Nein.

Wenn wir die Kapiteleinteilung mal weglassen (die ja im Urtext gar nicht existieren und erst später eingefügt wurden), dann wird sehr schnell klar, wer da an Pfingsten beisammen war:

Und sie gaben ihnen Lose, und das Los fiel auf Matthias, und er wurde zu den ELF APOSTELN hinzugewählt.
Apg 2:1 Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren SIE alle einmütig beisammen. 
 Apg 1:26 und Apg.2:1

Von wem ist hier die Rede?
Von den 12 Aposteln!

Das wird auch wenige Verse später nochmal bestätigt, denn dort heißt es dann:

Sie erstaunten aber alle, verwunderten sich und sprachen zueinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? 
 Apg 2:7

ALLE, die da vom Geist erfüllt in Sprachen redeten, waren Galliläer!

Das traf zwar auf die 12 Apostel zu, aber mit Sicherheit nicht auf alle 120 Jünger, die damals in Jerusalem waren, denn man fand unter ihnen nur zwei, die den Anforderungen zur Nachwahl entsprachen und die "von Anfang an dabei waren". (Apg 1:21-23)

Und nachdem diese 12 Männer aus Galliläa in Sprachen geredet hatten, ist weiterhin nur von den 12 Aposteln die Rede, als es dann an die Verkündigung des Evangeliums geht:

  Da trat PETRUS MIT DEN ELFEN auf, erhob seine Stimme und sprach zu ihnen: Ihr jüdischen Männer und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kund, und horchet auf meine Worte! 
 Apg 2:14
 
Wir sehen also. dass sowohl die Verheißung nur an die 12 Apostel erging, als auch der Bericht über das Pfingstgeschehen selber immer nur von den 12 Aposteln spricht.

Man könnte nun sagen, ja und, warum ist das so wichtig? 
Schließlich blieben sie ja nicht die einzigen und bis heute geht dieses machtvolle Geschehen der Erfüllung mit dem Geist Gottes ja weiter.




Nun, grade deshalb geht es grundsätzlich darum, das wir die Schrift GENAU lesen und nichts hinein interpretieren, was dort gar nicht geschrieben steht, denn das kann zu großen Irrtümern führen und wir können einem anderen Geist erliegen. 

Und außerdem haben die Apostel in vieler Hinsicht eine besondere Stellung - die Gemeinde ist auf der Grundlage dieser zwölf Apostel aufgebaut, sie sind die Grundsteine des neuen Jerusalem, auf denen der ganze Bau steht!

Heute gibt es etliche, die sich Als Apostel bezeichnen, aber es gar nicht sind!
Wir sollten die Bedeutung dieser 12 Männer für die Gemeinde niemals unterschätzen sondern angemessen würdigen! 
Sie waren von Jesus selber auserwählt und da sie dann durch den Geist in alle Wahrheit geführt wurden, haben wir auch heute noch in ihrer Lehre einen zuverlässigen Maßstab, an der wir jede Lehre messen müssen, um nicht den Geistern und den Irrtümern unserer Zeit zu erliegen.


Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. 
 Apg 2:42

Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundlagen, und auf denselben zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.
 Off 21:14 


Gesegnetes Pfingstfest!



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Hier finden sich noch weitere Beiträge rund um den Heiligen Geist:
oder auch zwei dreiteilige Serien über
Das Wesen und Wirken des Heiligen Geistes

Donnerstag, 1. Januar 2015

Auf ein Neues!

Allen Lesern meines Blogs wünsche ich ein gesegnetes neues Jahr!

Leider hat die Frequenz an Beiträgen hier sehr nachgelassen, obwohl es mir an Themen wahrlich nicht mangelt. Umso mehr freut es mich, dass die vielen bestehenden Beiträge weiterhin gelesen werden. Ich hoffe es wird euch ein Segen sein.

Schauen wir allso mit Hoffnung und Zuversicht auf das neue Jahr und empfangen, was der Herr in seiner Weisheit für uns vorbereitet hat!

Das fogende Schriftwort habe ich seit Tagen auf dem Herzen. Möge es uns allen als Wegweisung für da neue Jahr dienen.

Gottes Segen und eine gute Ernte!
Bento


Irrt euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.
Gal 6:7+8


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