Sonntag, 4. Dezember 2011

Gott ist anders!

Nach einer längeren Zeit ohne neue Beiträge, melde ich mich hier mal wieder zu Wort.

Durch die vielen großartigen Ereignisse und sehr unterschiedlichen Begegnungen auf meinen Reisen in den vergangenen Monaten, ist mir eins immer deutlicher geworden:

Gott ist anders!

Diese Aussage hat so derart viele Facetten, dass ich eventuell ein Buch darüber schreiben werde...
sie deutet darüber hinaus auf die Tatsache hin, dass wir alle eine mehr oder weniger fest geprägte Vorstellung davon haben, wie Er denn so ist. Dabei fokussieren wir i.d.R. nicht nur gewisse Aspekte Seines Wesens und heben diese hervor, sondern lassen (dadurch) auch andere in den Hintergrund treten oder gar ganz ausser Acht. Letztlich läuft es fast unausweichlich darauf hinaus etwas zu tun, was uns nicht erlaubt ist:

Wir machen uns "ein Bild" von Gott.

In unserer heutigen Zeit werden wir überflutet mit Bildern, die uns die Wirklichkeit abbilden. Oft genug ist man sich kaum noch bewusst, wie weit so ein Bild von der Realität entfernt ist. Wir finden es z.B. völlig normal mit dem Finger auf ein Foto zeigend zu behaupten "das bin ich" oder auch "das ist der Grand Canyon"...



Auch sind wir es durchaus gewohnt, dass beim Betrachten eines Bildes, eines Berichts oder Films auf einem Bildschirm, unsere Gefühle annähernd genauso aktiviert werden, als würden wir das dort gezeigte tatsächlich selber erleben. Wer kennt nicht die Gänsehaut bei einem spannenden Krimi - und letztlich schaut man ihn ja auch genau deswegen an.

Dies alles führt allerdings zu einem Leben, zu Gefühlen und Erfahrungen "aus 2. Hand", die eigentlich gar nichts mit unserem eigenen Er-Leben zu tun haben.

Übertragen wir das nun auf die vielen Aussagen über Gott und die Berichte von Gottes Reden und Handeln in der Bibel, so müssten wir uns doch fragen:
Das alles mag ja wahr und geschehen sein - aber wo deckt es sich mit meinen eigenen Erfahrungen?

Wenn wir dann noch die unfassbare Vielfalt der Aussagen und überlieferten Ereignisse betrachten, müssten wir zweifelsfrei erkennen:

Gott ist überhaupt nicht zu "fassen" -

Er ist in jeder Hinsicht unfassbar!

Somit ist und bleibt unser Verlangen Ihn doch zu erfassen sowieso ein aussichtsloses, ja gradezu lächerliches Unternehmen. Es sollte uns doch genügen, dass der Schöpfer von ALLEM was im Himmel und auf Erden existiert (also in der geistlichen und der materiellen Welt), uns durch Jesus Seinen Sohn im Heiligen Geist jederzeit begegnet (oder jedenfalls begegnen möchte!) und wir so erleben dürfen was es bedeutet, wenn der Lebendige offenbart:

ICH BIN!


***

Dazu möchte ich hier ein aktuelles Zeugnis aus unserer heutigen Versammlung weitergeben.

Ein junger Bruder aus Afrika (Guinea-Bissau), der seit etwa 3 Jahren zu unserer Versammlung gehört, ging zum Arzt wegen schrecklicher Schmerzen. Die Ärzte machten eine Röntgenaufnahme (oder war es Ultraschall?) und fanden einen schlimmen Leistenbruch. Er sollte so bald wie möglich operiert werden.

Er ging dann nach hause und sagte zu Gott dem Arzt:

Ich möchte nicht von den Ärzten operiert werden, sondern von DIR!

"Ich bin der HERR, dein Arzt."

(2.Mos.15,26)

Als er dann ein paar Tage später ins Krankenhaus kam, fand man tatsächlich absolut keinen Leistenbruch mehr!!

.. er konnte es aber selber gar nicht glauben, denn die Schmerzen waren immernoch da. So begann er also erstmal an den Ärzten zu zweifeln, die ihm klar und deutlich zeigten, dass es keinen Leistenbruch mehr gab. Schließlich bot man ihm sogar an, wegen der großen Schmerzen denoch zu operieren...

Im Gebet wurde ihm dann aber klar: Er hatte ja bisher nur wegen der OP gebeten ... also bat er Gott die Schmerzen ebenfalls von ihm zu nehmen und seither ist er vollkommen gesund und munter...

:-)))

Gott ist anders!

DANKE JESUS - HALLELUJA!!!

***

ps - der Bruder hielt die ganze Zeit die Röntgenaufnahmen in der Hand, während er uns das alles sehr detailliert erzählte - so als müsse er sich selber nochmal vergewissern, dass ihm das tatsächlich so geschehen war :-) ...

Kommentare:

Christian hat gesagt…

Erstaunliche Geschichte.
Glauben bewirkt einiges.

Kim hat gesagt…

Ich würd mich verarscht fühlen von Gott. Oh, ich hab aus Versehen nicht ganz die richtigen Worte gewählt, also tuts erst mal weiter weh, und dann, Halleluja, fällt mir doch noch das richtige ein? Ich weiß nicht. Freut mich dass er keine OP mehr braucht und keine Schmerzen mehr hat und alles, aber... ein blöder Nachgeschmack bleibt bei mir.

Bento hat gesagt…

Kim, Gott verarscht niemanden!
Er sendet Botschaften und offenbart sich - ob wir es verstehen ist eine andere Sache. Um die "richtigen Worte" geht es hier jedenfalls sicher nicht - so flach ist diese Begebenheit nicht...