Dienstag, 16. Juni 2009

Religion und Beziehung

Abraham hatte den klaren Auftrag bekommen, seinen Sohn zu opfern.
Hätte er nicht weiter auf Gottes Reden gehört, wäre Isaak mitsamt den Verheissungen getötet worden.







Obwohl Er die Gesetze genauestens kannte, handelte Jesus in völliger Abhängigkeit vom Vater und tat nur, was Er Ihn tun sah.
So überlebte eine Ehebrecherin und wurden viele Kranke am Sabbath geheilt. Das brachte Ihm allerdings eine Menge Ärger ein.

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Die Apostel hatten den klaren Auftrag bekommen, das Evangelium in aller Welt zu predigen.
Erst durch eine Offenbarung vom Geist geleitet, erkannte Petrus diese Tatsache.
Der Geist verwehrte den Aposteln allerdings später an bestimmte Orte zu reisen um zu predigen...

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Sind das wirklich Wiedersprüche?

In einer lebendigen Beziehung zum Vater keinesfalls.

Religion ist leider oft nur der sinnlose Versuch, ohne die Hilfe und die Leitung durch den Heiligen Geist, Gottes Willen zu tun und Seine Worte und Geschenke zu verwalten.

Also bitte komm Du Geist der Herrlichkeit und offenbare uns die Worte, das Wesen und das Wirken des Vaters, damit wir nicht dem Irrtum der Schriftgelehrten verfallen und am Ende gegen Gottes Willen aufstehen.

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Kommentare:

curioustraveller hat gesagt…

Ja, und trotzdem gibt uns das Wort Gottes das Fundament vor, auf dem die Kirche/Gemeinde steht. Wichtig ist, dass dieses Wort nicht als Druckfarbe auf Papier bestehen bleibt, sondern Triebkraft und Inhalt unseres Lebens wird - und das kann im Detail ja bei jedem anders aussehen ... Wie hat mal jemand gesagt: Lebendige Tradition heißt nicht, die Asche aufzubewahren, sondern das Feuer weiterzureichen...

Schönes Bild von Marc Chagall übrigens :-)

Bento hat gesagt…

..ah, ein Kunstkenner :-)

Hi Rolf,
ja das sollte hier auch keine Aussage in Richtung Bibel kontra HG werden ..

Segen

Helmut privat hat gesagt…

Schön, daß Du wieder da bist.
Wir brauchen das Wort Gottes und den hl. Geist.
Eine so alte und ausgeleierte Wahrheit und trotzdem gibt es massenhaft Abstürze, weil diese Sache nicht verstanden wird.
Manchmal denke ich;
"Gut daß es mich gibt, die einzige ausgeglichene Person auf der Welt" *g*.

Segen Dir Bento

Wann bist Du für immer in Deutschland?

Bento hat gesagt…

Hallo Helmut
ja, schön dass es Dich gibt! :-)

kann dir aber leider nur einen Ort nennen, an dem ich "für immer" sein werde ;-)..
Gott sei Dank!

Segen Dir auch!

curioustraveller hat gesagt…

ja das sollte hier auch keine Aussage in Richtung Bibel kontra HG werden ...

Äh, Bento, so hab' ichs auch nicht verstanden. Tut mir leid, wenn mein Kommentar das nahe legt... war ja auch nicht als Erwiderung gedacht, sondern mein Statement zu Bibel und HG ...

Helmut privat hat gesagt…

@Bento

AAAAAAAAAAAAAAAA *g*
Ich hab lange überlegt ob ich ne dumme Frage stelle und ne fromme Antwort riskiere*g*
Ich hab gezockt und

Verloren *g*

Ich meine,
Bist Du jetzt die nächste Zeit,
so der Herr will und Du lebst,
Der Herr Dich nicht wo anders hinschickt,
dir nicht das gleiche passiert wie Hennoch,
bist Du dann eine gewisse Zeit in Deutschland.*g*

Apassionata hat gesagt…

Die Opferung Isaak, also ich kann da nicht so rumfrotzeln. Habe heute früh nachgedacht, wozu Gott solche Prüfungen schickt. Und jetzt dieser Blog von Dir Bento! Denke die Sara wußte nichts davon als Gott Abraham losschickte. Ja ich weiß, diese Sache weist uns auf Jesu Kreuzesopfer hin. Schwer!!! Aber wir müssen ja Gott nicht verstehen, wir sollen seinen Wegen trauen und sie uns gefallen lassen.

Helmut privat hat gesagt…

@apassionata,
Es ist gur in unsere Überlegungen Hebr. 11 mit einzubeziehen.

Hebr 11,17 Durch Glauben hat Abraham, als er geprüft wurde, den Isaak dargebracht, und er, der die Verheißungen empfangen hatte, brachte den einzigen Sohn dar, Hebr 11,19 indem er dachte, daß Gott auch aus den Toten erwecken könne, von woher er ihn auch im Gleichnis empfing.

Zu Abraham kam keine Schwierigkeit die er einfach fatalistisch hinnahm
Zu Ihm kam ein Wort Gottes, dem er gehorchte, ohne jedoch die Verheißung wegzuwerfen, die er bereits hatte.

Ist aber trotzdem eine schwere Stelle :-)

Apassionata hat gesagt…

Stimmt Helmut, ich kenne diese Hebräerstelle auch. Aber ganz abgesehen von der Verheißung sein eigenes Kind töten zu müssen: Was da Gott verlangte, man kann das gar nicht zu Ende denken. Du hast aber sehr geistlich und hilfreich geantwortet.

Bento hat gesagt…

oh Rolf -
dann tut es mit leid dass es dir leid tut, dass meine Bemerkung zu deinem Kommentar so aufgefasst werden könnte, als hättest du den Post so verstanden, dass ich gemeint habe du hättest behauptet ... ähh was?
:-D

..danke übrigens für deine Videobotschaft an die Blogger, hoffe du bist wieder obenauf und dass alles ohne complicationi abging!


tja Helmut, man kann eben nicht immer gewinnen... :-D

...aber ich bin soeben wieder (seit gestern) in Portugal und muss schon sagen - ein schönes Land ist das hier!... *ggg*

..und stimmt genau - Abraham hat an der Verheissung festgehalten - wie krass!!!


ja Apassionata, diese Sache mit Isaak ist wirklich ein Hammer und ich nehme auch an, Sara wird da nix von gewusst haben... mir fiel da besonders die Bedeutung der engen Beziehung auf, um das fortgesetzte Reden Gottes zu hören...

Segen euch! :-)

curioustraveller hat gesagt…

Ach, es tut gut, so klar und eindeutig verstanden zu werden...

;-)

Mir geht's wieder gut, Kauleiste ist ok und ich kann wieder Nüsse essen... Danke der Nachfrage!

Stef hat gesagt…

Hi Bento,

mal 'ne Frage zu

"Abraham hatte den klaren Auftrag bekommen, seinen Sohn zu opfern.
Hätte er nicht weiter auf Gottes Reden gehört, wäre Isaak mitsamt den Verheissungen getötet worden."

Wie meinst Du denn das? Oder was willst Du damit sagen?

Beide Male hatte doch Gott mit Abraham persönlich gesprochen. Beide Male hatte Abraham Gott vertrauensvoll gehorcht (da er offensichtlich eine echte Beziehung zu Gott hatte, sonst hätte er Gott sicherlich ignoriert)

Den ersten Auftrag, nämlich seinen Sohn zu töten, hätte Abraham doch viel leichter "überhören" können als die erleichternde Nachricht, dass er seinen Sohn doch nicht opfern solle, oder?

Also ich finde, dass die große Glaubens- und Gehorsams"leistung" Abrahams eher im Befolgen der ersten Anweisung liegt und nicht in der zweiten. Letztere hätte sicherlich jeder gemacht. Selbst ohne Glauben, oder?

Letztendlich ist doch der Knackpunkt, dass man Gott IMMER gehorchen sollte, auch wenn man die Sinnhaftigkeit der Anweisung nicht immer (gleich) versteht, oder?
Und da spielt es dann auch keine Rolle für uns heute, ob man Gottes Wort durch das Lesen der Bibel oder durch Eingebung des Hl. Geistes "hört". Es kommt ja nicht auf das Hören, sondern auf das Tun an:

"Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach; sonst betrügt ihr euch selbst. Wer das Wort nur hört, aber nicht danach handelt, ist wie ein Mensch, der sein eigenes Gesicht im Spiegel betrachtet: Er betrachtet sich, geht weg und schon hat er vergessen, wie er aussah." (Jak 1,22-24)

Bento hat gesagt…

Hi Stef,

irgendwie scheint mein Punkt wieder nicht so richtig durch zu kommen...

Mir geht es in dem Post darum, dass Gottes Reden auch dynamisch ist!
Alle drei Beispiele sind Belege dafür.
Wie oft hört man heute: "Gott hat mir vor 20 Jahren dies und das gesagt", oder man müsse die Ansagen der Schrift ja unbedingt 1:1 befolgen (dabei werden dann meist die Mücken ausgesiebt...) - ok, ist ja auch alles richtig, doch eben nicht ohne DEN GEIST GOTTES, sonst sind wir schnell Diener von Buchstaben - Gott hat keinen Gefallen daran, weil die persönliche Beziehung fehlt und wir Ihn gar nicht kennen ("Herr, Herr, haben wir nicht dies und das getan") ...und die Ehebrecherin wäre z.B. gestorben -
ok, das ist sie jetzt ja wohl auch... ;-)

geeenau, du sagst es: IMMER gehorchen, auch wenn grade nix versteh und ALLES dagegen spricht!
Wie Apassionata schon andeutete, hält sich z.B. das Verständnis der Umgebung (Sara/Schriftgelehrte) dabei oft in Grenzen...
hierbei geht es um volles Vertrauen, und das entsteht NUR in Beziehung...

naja, das ist jdf. wieder so ein Thema, wo wir beide uns prima in die Wolle kriegen könnten -
BITTE NICHT!!!!! :-))

Stef hat gesagt…

Ach so...
Dir geht es also darum, dass Gottes Wille nicht einfach "statisch" (bzgl. der Zeit, Umständen und Personen), sondern (auch) "dynamisch" ist.
Und dass es nicht einfach nur um das Befolgen eines starres Regelwerks geht, sondern um eine Beziehung zu Gott (inkl. der dazu notwendigen Liebe und Gehorsam).

Habe ich Dich da richtig verstanden?

Wenn ja, dann sind wir uns ja (wieder) einig ;-)

Apassionata hat gesagt…

Ob nun starr oder dynamisch, Befehl ist Befehl. Der arme Abraham mußte gehorchen.(Holz sammeln,Sohn mitnehmen, Fragen aushalten,schon von Weitem die Opferstelle sehen und dann der lange Weg dahin und dann alles vorbereiten. Man sollte mal innerlich den Weg mitgehen und Gott hat immer zugeguckt.) Wir lesen ja die Bibel immer im Rückhinein und haben es leichter. Gottes Wege und seine Prüfungen sind oft unbegreiflich. Er will unseren Gehorsam und unser Vertrauen gerade da, wo wir nicht sehen und begreifen. Darin war Abraham wohl ein Vorbild.

Helmut privat hat gesagt…

Hallo @ Stef.
Wir beide kommen aus 2 unterschiedlichen Denkrichtungen.
Und die Gefahr daß wir aneinader vorbeireden ist sehr groß.
Ich glaube daß das Hören der Schlüssesl ist für echten gehorsam.
Wir gehorchen aus Glauben, und der Glaube kommt durch das Hören.

Ich möchte einen Link geben zu einem Artikel von Harald sommerfeld.

Es ist gut, wenn man diesen Artikel nicht als einen Theologischen Beitrag liest.
Eine Meinung unter mehreren.

Die Wahrheiten die in diesem Artikel super dargestellt werden (Ich kannte sie schon früher Mit anderen Worten)

haben mein leben von Grund auf verändert.
Sie haben mich vom langweiligen, ermüdenden und harmlosen 0815 Christentum abgespalten und davon errettet.
Ich schreibe das so drastisch weil ich glaube daß es Befreiung gibt von langweiligem "Schlechtesgewissenchritentum"
Und jetzt der Link.
http://helmutprivat.blogspot.com/
2009/01/ich-lebe-nicht-nach-der-
bibel.html


Den Artikel bitte 1 Woche lang täglich inhallieren :-)

Helmut privat hat gesagt…

Hier noch einmal der Link
http://tafel.4haso.de/?p=33

marco hat gesagt…

@Helmut: Ein guter Tip. Es ist einer meiner (vielen) Favoriten auf Hasos Blog.

Stef hat gesagt…

@Helmut:
Ich kenne das Problem des "Schlechtgewissenchristentum". Nicht so sehr von mir selbst (i.d.R. mache ich mir selbst ein schlechtes Gewissen und nicht Gott oder Gottes Wort oder die Bibel), aber vor allem von anderen Christen. Und ich nehme das sehr Ernst. Es ist wirklich ein großes Problem.

Das war auch der Hintergrund zu meinem kurzen Artikel "Bist du glücklich?" auf meinem Blog.

Es ist nicht nur ein theologisches, psychologisches und seelsorgerisches Problem, es ist eine Sache, die sogar die Christenheit gespalten hat.

Es stimmt, Luther hatte das Problem auch. Aber auch ein Franz von Sales. Letzterer konnte das Problem ohne Abspaltung von der kath. Kirche "lösen".

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mal sein hervorragend praktisches, einfühlsames und vorbildlich seelsorgerisches Buch "Philothea" empfehlen. Das hat mich umgehauen.

Franz von Sales ist zusammen mit Johannes Chrysostomus (der mir auch Unmengen bzgl. meines Gottesbildes geholfen hat) mein geistliches Vorbild.

Es gibt also auch Alternativen zum charismatischen Ansatz (muss sich aber auch nicht gegenseitig ausschließen)

Gottes Segen!

Stef hat gesagt…

PS: Ich glaube, dass ich oft wie ein erzkonservativer "Bibelchrist" rüberkomme. Das stimmt aber nur zum Teil. Richtig ist, dass ich keine Kompromisse bzgl. der göttlichen Wahrheiten machen will (das wäre Selbstbetrug und würde auch nicht wirklich - auf Dauer - frei machen). Andererseits bin ich ziemlich "liberal". Mein Motto in der (christl.) Erziehung ist "maximal mögliche Freiheit; dafür konsequent bei den Grenzen".

Ich glaube, dass man nicht wirklich nach Gottes Geboten leben kann (und dabei noch glücklich ist), wenn man nicht die überaus große Gnade und Liebe Gottes (einigermaßen) Verstanden und verinnerlicht hat. Das meine ich jetzt nur teilweise wie Luther. Denn entgegen Luther glaube ich, dass die (wahre) katholische Lehre (nicht die von Menschen entstellte und missbrauchte) schon immer die große Gnade Gottes und die unverdiente Erlösung herausgestellt hat.
Ich glaube und weiß, dass es eine Möglichkeit gibt ohne (falsche) Schuldgefühle nach Gottes Geboten zu leben (ohne Abstriche).
Man muss das Ziel weiterhin vor Augen haben, auch wenn man auf dem Weg dahin nur sehr kleine Schritte macht (siehe Chrysostomus). Ich lasse mich da aber nicht entmutigen, da die meiste Entmutigung vom Teufel selbst kommt.

Helmut privat hat gesagt…

@Stef sehr schöner Komentar, von Dir.
Ich glaube Leute die mich kennen,empfinden mich auch anders wie ich im Internet rüberkomm.
Ganz lieber Gruß undSeinen Seegen.

Helmut

Helmut privat hat gesagt…

Hier noch ein kleines bisschen Philosophie von mir.
Noch nicht ganz ausgereiftund noch ein bisschen holprig.
Werde demnächt mich noch bei mir damit mehr beschäftigen

Die Tragig unseres Christentums:

Die Opferung der Isaaks.

Gott gibt Verheißungen.
Er verspricht daß er unsere Gebete erhört.
Er verspricht daß er unseren Körper heilen will.
Sein Wort sagt uns daß wir in seinem Namen Autorität über Dämonische Kräfte haben. daß wir größere Werke als Jesus tun dürfen. usw.

Gott hat uns die Verheißungen gegeben.
Unsere Isaaks.
Dann kommt der Punkt, den jeder, der mit Gott geht kennt;
Wir müßen unseren Isaak auf den Altar legen.
Wir sollen an einen Punkt kommen, an dem uns Gott wichtiger ist als seine Verheißungen.
So weit so gut.
Wir heben das Messe ,sind bereit die Veheißung zu opfern,

und der Vater schreit vom Himmel

STOPP

Aber die Christheit tötete die Verheißungen
Und jetzt leben massenhaft die Ismaels.
(Unsere Ersatz-theologieen)

Bento hat gesagt…

oh - hier ist ja eine nette Runde beisammen - na Hauptsache ihr macht keinen Unsinn und räumt hinterher wieder auf - das Licht könnt ihr ruhig brennen lassen, wenn ihr geht!... ;-D

ja Stefan, denke da sind wir uns einig,
HURRA! :-)

achja - die Selbstwahrnehmung und die der lieben Geschwister...
Oh Herr, giesse Ströme lebendigen Wassers aus - über uns!

Sehr guter Gedanke Apassionata, den Weg Abrahams mitzugehen!
..wie es Helmut so schön sagt, ist es ja eh auch der Weg unseres Glaubenslebens...

...ist wirklich sehr schön gesagt, Helmut!
..wusste gar nicht, dass du nebenberuflich Poät und Philosoof bist ;-))

und danke für den LINK - (diesen Artikel kannte ich noch nicht) - stimme Marco zu: Absolut Favoritentauglich!!

Danke für eure vielschichtigen Reflexionen!
Segen

theolounge.de hat gesagt…

Hallo, wir haben Deinen Newsfeed in unser Online-Netzwerk auf theologen.org aufgenommen. vg theolounge

Bento hat gesagt…

...nanu, wie komm ich denn zu dieser Ehre?