Montag, 29. Oktober 2012

Christ oder Nachfolger?

"Christen" ist eine Bezeichnung aus der Welt für die Jünger Jesu!

Es begab sich aber, daß sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde beisammen blieben und eine beträchtliche Menge lehrten, und daß die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.
(Apg.11:26)

Agrippa aber sprach zu Paulus: Es fehlt nicht viel, du überredest mich, daß ich ein Christ werde.  
(Apg.26:28)

NIEMALS bezeichnet sich in der Schrift irgend jemand selber als Christ, und nur EIN EINZIGES MAL werden Nachfolger so genannt:

Leidet er aber als ein Christ, so schäme er sich nicht; er ehre aber Gott in solchem Fall.  
(1.Pet.4:16) 

Hier geht es im Zusammenhang um "die Leiden Christi" und daher steht an dieser Stelle auch der direkte Bezug zum "Christus".

Denn gleichwie die Leiden Christi sich reichlich über uns ergießen, so fließt auch durch Christus reichlich unser Trost.  
(2.Kor.1:5) 

Die Leiden Christi sind zwar ein untrennbarer Bestandteil der Nachfolge und kommen aus der Welt über uns, sie sind aber keineswegs die "Hauptsache" der Nachfolge!

Warum sollten wir uns also selber so nennen? 

Wir sind doch vielmehr Kinder Gottes, wir sind Erben der Herrlichkeit uswusw...

..und in Bezug auf Jesus sind wir Schüler unseres Herrn, weil wir auf Seine Stimme hören und ihm nach-folgen!

Und die beiden Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach.

(Joh 1:37) 

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach.
(Joh 10:27)
 
Jesus hat uns auch nicht befohlen "Christen" zu machen (das hört sich so nach einem "fertigen Produkt" an), sondern vielmehr Jünger (das sind Schüler / Lernende / Nachfolger) - und das ist ein (lebenslanger) Prozess!

Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, indem ihr sie taufet auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie alles halten, was ich euch befohlen habe.
(Mat 28:19,20a) 

Wer also kein Lernender bleibt und innerhalb des Leibes (die Gemeinde) in allem wächst was uns Jesus (das Haupt des Leibes) sagt, der mag zwar ein "Christ" genannt werden, aber er ist eben kein Jünger Jesu...

Die Wahrheit festhaltend in Liebe, laßt uns in allem heranwachsen zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus.
(Eph 4:15) 


***

Ich bin mir selbstverständlich über die Bedeutung des Begriffs Christus als "der Gesalbte" im Klaren, und dass auch wir mit dem Heiligen Geist gesalbt sein müssen, um überhaupt Nachfolger sein zu können. Dennoch bin ich der Ansicht, dass wir diesen Begriff vermeiden sollten, denn er steht heute eben für alles andere, als für eine vom Geist erfüllte Nachfolge...

Kommentare:

Second Attempt hat gesagt…

Das heißt also, dass ich künftig in Formulare, in denen Weltanschauung/Religion abgefragt werden, "Jünger" eintrage? :-D
Aber Spaß beiseite, du schreibst:" "Christen" ist eine Bezeichnung aus der Welt für die Jünger Jesu!" und ich persönlich habe absolut nichts dagegen, wenn mich "die Welt" so wahrnimmt und mich auch so nennt. Übrigens ist "aus der Welt" ja gar nicht so weit weg, in der leben wir ja auch alle ;-)

Anonym hat gesagt…

Gruss dich Bento. In meiner Muttersprache werden Kinder Gottes Christian genannt.

The suffix -ian means belonging to or relating to. Clearly this makes sense because a Christian belongs to Christ.

Du schreibst immer tiefgruendig und interessant.Vielen Dank dafuer und viel Freude weiterhin dabei.

Josef

Bento hat gesagt…

..mir ist schon klar, dass durch meinen Beitrag nicht der Begriff "Christ" aus dem Sprachgebrauch verswinden wird und das war auch gar nicht meine Intention lieber Gert ;-)

ich finde es halt interessant, woher Begriffe stammen und wie sie ihre Bedeutung (und oft auch unser Denken) verändert haben - ein Klassiker ist z.B. der "Gottesdienst"...

Ja, wir leben eindeutig in der Welt - es gehört aber offenbar zu den schwierigsten Übungen eines Christen, sich nicht länger als Teil der Welt zu sehen und Eins mit Christus zu sein - dass ist für einen Nachfolger eventuell etwas einfacher ;-) ...


und Danke für deine Ermunterung Josef!

Gruß und Segen

Josef Sefton hat gesagt…

Gottes Segen Bento.
Freunde, Niemand ist dem Herrn gleich, der so mächtig, heilig, löblich und wundertätig ist. Gottesfurcht ist eine Form der Ehre, die man Gott gibt; sie läßt sich mit Freude und Jubel verbinden. Dazu kommt täglich die tiefe Sehnsucht, Gott als den "Heiligen" zu erleben.

Nun, Deutschland, was fordert der HERR, dein Gott, noch von dir, als daß du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und ganzer Seele, daß du die Gebote des HERRN hälst..

Wir sind willig, „die Schmach Christi“ zu tragen die schweren Zeiten, die auf uns warten, weil wir zu Jesus gehören, weil wir wissen, dass Gott uns belohnen wird, wenn wir so leben, wie es ihm gefällt!

Du bist für Gott etwas sehr, sehr Besonderes. Er liebt dich! Du bist kein Versager, also handle auch nicht wie einer! “Wie ein Mann in seinem Herzen denkt, so ist er” (Sprüche 23,7). Darum lehne negative Gedanken aggressiv ab! Erneuert eure Gedanken (Römer 12,2) mit dem Wort Gottes.
Gott ist die letztliche Autorität über alle Wahrheit und Er sagt, dass du kein Versager bist. Schau immer auf das Gute (Philipper 4,8).

Gott hat dich nicht zu einem Versager bestimmt. Nicht eines der Kinder Gottes ist zum Verlieren geboren. Auch wenn alles schief gelaufen ist, bist du Sieger (Siehe Römer 8,37). Lass dies in deinen Verstand eindringen. Ziehe es nie in Erwägung aufzugeben, weil du nicht gut genug bist! Hör zu: Gott gebraucht schwache Gefäße. Gott gebraucht ungebildete Leute. Er erwählt Sünder und unordentliche Menschen. Gott gebraucht die Abgelehnten. Er erwählt Prostituierte, Heruntergekommene und Außenseiter.
Was solltest du denken? Die Bibel ist da sehr klar: wahre Dinge, ehrliche Dinge, gerechte Dinge, reine Dinge, liebliche Dinge, gute Dinge, rechtschaffene Dinge und Dinge, die würdig des Preises sind (Philipper 4,8).
Wenn wir das tun, bekommen wir den Frieden Gottes in unsere Herzen und Gedanken.
Nimm Jeremia 29,11 für dich persönlich, indem du sagst: Ich weiß, dass Gott Gedanken des Friedens, der Hoffnung und der Zukunft für mich hat und ich weiß dass es Wirklichkeit werden wird, weil er es gesagt hat. Gott liebt es, die Ungeliebten zu helfen. Seid guten Mutes, denn „der Glaube blüht, wenn keine andere Hoffnung da ist als Gott“ (siehe Röm. 8).