Mittwoch, 3. Februar 2010

schwere Zeiten (2.Tim.3)

Wenn man etwas beklagen möchte, braucht man wohl nicht lange nach Gründen dafür zu suchen. Da kann man getrost beim aktuellen Wetter anfangen, das immer entweder zu kalt, zu heiß, zu naß oder zu trocken sein kann, es geht besonders gerne über die finanzielle oder gesundheitliche Situation, die Arbeit und die Steuern, über die bösen Mitmenschen bis hin zur Politik und landet dann bei globlen Ereignissen wie z.B. der heraufbeschworenen Klimakatastrophe - womit man dann wieder beim Wetter wäre...

solche Gedanken und die Gespräche darüber können wirklich zu gebetsmühlenartigen Mantras werden, die Medien bombadieren uns fortgesetzt mit neuen Schreckensmeldungen, und jedem ist klar: Wir leben in unsicheren Zeiten und haben allen Grund zu klagen. Einige Leute mit etwas grösserem Tellerrand stellen zwar noch ergänzend fest, dass wir im Weltvergleich auf sehr hohem Niveau jammern, aber dadurch wird letztlich auch niemand glücklicher.
Wir sind bei stürmischer See unterwegs und die Zeiten sind hart!




"Dieses aber wisse, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten da sein werden;
denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, heillos, ohne natürliche Liebe, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, verwegen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott"

(2.Tim.3,1-4)

Doch Gott sei Dank gibt es ja den rettenden Anker des Glaubens und den festen Fels des Wortes Gottes in dieser Brandung und der Christ findet Sicherheit, Schutz und Geborgenheit in der Gemeinschaft mit anderen Christen - in der Gemeinde!

Achja?
schön wär´s...
les nochmal den letzten Satz von Paulus´ prophetischer Schau auf die letzten Tage, wo wir so Vieles finden, was heute absoluter Standard ist. Wir denken gerne, er redet dort von der Welt, doch Paulus war es durchaus klar, dass in ihr ohnehin keine Liebe zu Gott zu finden ist - und tatsächlich, es wird noch klarer, wenn wir weiterlesen:

"...die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen; und von diesen wende dich weg."

(V.5)

uups - religiöse Form ohne Inhalt? Wie ist sowas denn möglich?
Ja, Paulus lässt keinen Zweifel aufkommen, dass die gesamte weltliche Lust und Bosheit in die Gemeinde eindringen wird:

"Denn aus diesen sind, die sich in die Häuser schleichen und Weiblein gefangen nehmen, welche, mit Sünden beladen, von mancherlei Lüsten getrieben werden,"

(V.6)

..und sowas führt trotz sonntäglicher Bepredigung zum völligen Verlust der Wahrheit:

"die immerdar lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können."
(V.7)

ei verbischt - das sieht nicht gut aus! Die Erkenntnis der Wahrheit ist also nicht nur eine Frage von Schriftstudium und -kenntnis, sondern steht in direktem Zusammenhang zu einem reinen Lebenswandel - wo der nicht ist, da kann(!) keine Erkenntnis der Wahrheit sein.
Also: "wende dich ab."

Ja genau, prima Lösung - dann haben wir endlich Ruhe und können in Reinheit und Frieden leben. Leider nicht - solche religiösen Menschen werden das nicht einfach hinnehmen, denn wenn du dich abwendest, erklärst du ja damit ihre "Form von Frömmigkeit" zu einem leeren Gefäß, in dem die Kraft Gottes nicht zu finden ist, und dann werden sie ihr wahres Gesicht zeigen:

"Alle aber auch, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, werden verfolgt werden."
(V.12)

aaach komm Bento, du überspannst den Bogen mal wieder - hier ist doch von der Welt die Rede, die die Christen nicht in Ruhe lassen.
Sorry, (es wär mir ja auch lieber) aber in den Versen vorher ist z.B. von der Rebellion gegen Mose die Rede und davon, dass Menschen der Wahrheit widerstehen, verdorben und ohne Bewährung im Glaubensleben sind - damit kann wohl kaum ein Weltmensch gemeint sein:

"Gleicherweise aber wie Jannes und Jambres Mose widerstanden, also widerstehen auch diese der Wahrheit, Menschen, verderbt in der Gesinnung, unbewährt hinsichtlich des Glaubens."
(V.8)

Dann ist noch von den mannigfachen Leiden des Paulus die Rede (V.11), die er ja bekanntlich in der Mehrzahl von den religiösen Menschen erleiden musste, von Verführung und Verführten (V.13), sie werden zwar gottlob nicht ewig so weitermachen können und irgendwann auffliegen (V.9), aber sie treiben ihr Unwesen und deshalb wird Timotheus eindringlich ermahnt:

"Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die vermögend sind, dich weise zu machen zur Seligkeit durch den Glauben, der in Christo Jesu ist."
(V.14+15)

Was für einen Sinn macht die Mahnung an dem von Paulus Gelernten -, und dem, was in den Schriften steht, festzuhalten, wenn es hier nicht um falsche Lehren durch die Verführer ginge?

Wir sehen es doch überall, dass die Grundlagen der Schrift den "Formen von Frömmigkeit" preisgegeben sind oder (fortschreitend) geopfert werden. Wer heute dem Schöpfungsbericht der Bibel Glauben schenkt ist ein "Kreationist" und wird zunehmend lächerlich gemacht, und wer entschlossen dem o.g. Rat folgt und an der Lehre von Paulus und der Schrift als dem eingegebenen Wort Gottes festhält, wird gerne als Fundamentalist verschrieen.

"Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit"
(V.16)

Lassen wir uns doch nicht irre machen, von Leuten belehren und zurechtweisen, die weder einen reinen Wandel noch eine edele Gesinnung haben, die in ihren Lüsten leben und mehr ihre eigene Ehre suchen, als die Gottes. Der Rat des Paulus ist da sehr einfach "von solchen wende dich ab" Punkt

Nein, ich bin nicht paranoid oder überheblich geworden, aber das geistliche Leben ist nunmal ein geistlicher Kampf und verlangt nach Klarheit und Unterscheidung durch das Wort - es geht schließlich um was:

"..auf daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke völlig geschickt."

(V.17)

Das kann freilich nur die Gnade und die Kraft Gottes selber wirken, und wenn wir den schmalen Weg verlassen, weil wir uns links und rechts der Welt zuwenden und gewohnt sind Kompromisse einzugehen, dann verlieren wir diese Gunst und enden in frommen Formen. Und diese Gefahr besteht in jeder Gemeinde...

puh - schwere Zeiten!

***


(was sonst noch so in den Gemeinden für Gefahren lauern, die wir längst für ganz normal halten, kann man auch HIER nachlesen - Wölfe im Schafspelz sind mitten unter uns!)

Kommentare:

Sabina hat gesagt…

Bentino, zeig mir den Menschen an meiner Seite, der so rein wie Blut ist, dass ich neben ihm leben darf/kann/besteh außer Jesus.

Ja, wir leben in schweren Zeiten, in einer gefallen Welt und auch in einer gefallenen Gemeinde. So, wie ich ein Sünder bin. Und ja, es ist richtig, dass ne Menge mich einnimmt und ich dabei nicht merke, dass ich Jesus von meinem Thron des Lebens so peu a peu wegschubse |mit b ;-)|

Jesus und ich müssen alleine schauen, was mich da blockiert und wo ich in meinem Herzen einer Irrlehre hinterherlaufe, ER darf mich überführen, unabhängig von Gemeinde, Familie, Partner. Dennoch oder gerade darum, darf ich dann mit Gnade ausgestattet meine Familie, meinen Geschwister, meine Kollegen und meinen Partner lieben und uns gegenseitig ermahnen, aber Gemeinschaft pflegen.

Ich möchte dafür einstehen, zusammen mit Jesus für die Wahrheit zu kämpfen, was allerdings Stückwerk und Erkenntnis ist, und dann Gemeinde zu helfen, wie es meine Art ist und ich es kann. Jesus liebt "Gemeinschaft" und er liebt das "Liebesmahl" zu seinem Gedenken und wartet auf jeden an diesem Mahl.
Sag ich da jetzt was falsches? reicht meine Erkenntnis nicht?
Bin ich verblendet, evt. auch getarnt? Puuh ... nicht auszudenken.

Liebste Grüße an dich :-)
Bina

Helmut privat hat gesagt…

@Sabina Gefällt mir was Du schreibst.
Da ich hier ja als alter Nervsack -mit "meinem Haso schon wieder" -bekannt bin, hier ein Link zu Ihm. :-)
http://tafel.4haso.de/?p=484

Robert hat gesagt…

Ja es ist schon sehr verwunderlich wer alles "zum Feinde wird" kaum steht man auf für den Herrn, da kommen die Angriffe von allen Seiten. Na klar bin ich net ein perfekter Typ (die sollen mir einen zeigen, dann werde ich mich auf den Weg machen entweder ihn anzubeten oder seine Fehler preiszugeben) (kleiner Scherz)

LG

Second Attempt hat gesagt…

Lieber Bento,

ich schätze deine Beiträge hier sehr, und kann dir in vielem zustimmen. Mitunter kann ich deiner stark vereinfachenden Radikalität aber nicht folgen. In diesem Fall ist es wieder der Tenor deiner - in Einzelteilen so guten und wichtigen - Gedanken, der mich ein bissl den Kopf schütteln lässt.
" Der Rat des Paulus ist da sehr einfach "von solchen wende dich ab" Punkt " Diesen Satz, von Paulus in einer ganz bestimmten Situation an einen ganz speziellen Empfänger gerichtet, würde ich nicht zu meiner Grundhaltung machen wollen. Wie Sabina es so treffend schreibt: "Bentino, zeig mir den Menschen an meiner Seite, der so rein wie Blut ist, dass ich neben ihm leben darf/kann/besteh außer Jesus."
"Abwenden" verbietet sich für mich schon deshalb, weil ich nicht vergessen habe, wie ich einmal war, bzw. mitunter bin und handle. Das sollten wir uns alle gelegentlich wieder ins Gedächtnis rufen.
Dietrich Bonhoeffer kennt dafür ein einfaches Mittel: "Gegen das Vergessen schützt nur die Liebe." ;-)
In Hasos, von Helmut erwähnten, Blogpost findest du übrigens auch eine Variante dieser Rezeptur: "Also halte ich die Klappe und liebe sie." :-)
Allen anderslautenden Gerüchten widersprechend, sind Christen tatsächlich zunächst einmal und in erster Linie Menschen. Sozusagen kreatürlich und vollkommen und immer wieder und dauerhaft! Das hat Gott, in seiner großen Liebe, zu unfassbarer Barmherzigkeit veranlasst. Ein wenig davon steht uns auch gut zu Gesichte, oder?

Grüßle, Sec

Anonym hat gesagt…

lieber g-tt mach mich fromm, dass ich das groesste stueck bekomm....

dikosss hat gesagt…

Das "Abwenden" - was ist damit gemeint?
Besteht das "Abwenden" darin, dass wir diese Menschen mit offenen Armen empfangen?
Dann hätte sich Paulus bestimmt anders ausgedrückt.

Besteht es darin, diese Menschen aus der Gemeinschaft auszuschließen?
Das ist eine Radikal"lösung", bei der es uns selbst auch bald erwischen könnte.

Es muss doch immer eine Einzelfallfrage sein.
Wen genau hatte Paulus vor Augen?
Scheinbar Menschen, die sich "Christen" nannten, die aber:
- den Kopf geschüttelt haben, wenn schon wieder die alte Leier von der Liebe und Heiligkeit Gottes gepredigt wurde ("Wann gibt es endlich mal was Neues zu hören? Etwas, das meine Ohren kitzelt und meinem Verstand schmeichelt?");
- die wiederholt in ehebrecherische Schienen gerieten;
- die auf Auseinandersetzungen stets unversöhnlich reagierten und den Streit am Leben hielten;
- die jedes Wochenende saufen und tanzen und sich nur hin und wieder zur gemeinsamen Anbetung treffen (die muss sich dann bitte aber auch professionell anhören - alles andere wäre ja peinlich);
- die "alles" von der Gemeinde fordern, aber selbst nur am Rand stehen, um mit ihren "Steinen" noch treffen zu können...

Entschuldigung - aber wenn sich solche Leute Christen nennen und SO leben, dann habe ich auch keine Lust mehr, mich mit ihnen abzugeben.
Ein paar Gesprächsversuche dürfen sein, Gebet für sie - auf jeden Fall - aber wenn dann nichts passiert, dann "wende ich mich ab".
Ich kann meine Zeit und Kraft woanders besser investieren.

Helmut privat hat gesagt…

Sehr sehr gute Erklärung dikosss.

curioustraveller hat gesagt…

tja, Dirk ... Ähnlichkeiten mit der heutigen Zeit sind rein zufällig ... :-)

Bento hat gesagt…

Stimmung! :-))

Hi ihr Lieben,
das gefällt mir, dass ihr euch Gedanken macht und es hier auch reinschreibt!

allein - ihr habt mich natürlich völlig faaalsch verstanden ;-)...

@ Bina,
ja, ich kenne auch niemanden ausser Jesus, der völlig rein ist!
"...in einer gefallen Welt und auch in einer gefallenen Gemeinde" - das ist eben die Argumentation, die der Schrift und damit DER WAHRHEIT wiederspricht. Die Gemeinde ist herausgenommen, sie ist definitiv NICHT von dieser Welt ...so wie auch wir keine "Sünder" mehr sind, sondern Begnadigte, Losgekaufte durch das Blut Jesu!! DAS macht den ganzen Unterschied.

Genau, dieses peu á peu der Welt immer ähnlicher zu werden, das ist das schlimme daran!
Wenn die "normale Betriebsthemperatur" der Christen so niedrig ist, dass sie sich zum aufwärmen in den Kühlschrank setzen ;-), dann erscheint jeder, der in Richtung Normalthemperatur unterwegs ist, bereits Fieber zu haben... :-D

"..wie es meine Art ist und ich es kann."
jo - so mach ich das auch! ;-)...
Jesus liebt "Gemeinschaft" und er liebt das "Liebesmahl" zu seinem Gedenken und wartet auf jeden an diesem Mahl. Sag ich da jetzt was falsches?" - Nein, das ist völlig richtig!
Paulus redet ja hier auch nicht GEGEN Gemeinschaft, sondern wie wir mit Verhaltensweisen umgehen sollen, die ungesund und zerstörerisch FÜR die Gemeinschaft sind!

@ Helmut,
musst du denn hier schon wieder mit Haso rumnerven? ;-))

@ Robert,
ja, "verwunderlich" ist oft das richtige Wort! :-)

@ Sec,
Danke für die Blumen - "stark vereinfachende Radikalität" trifft es genau! :-)

Nein, ich wiederspreche den "mildernden Umständen", die du hier geltend machen willst - die Tatsache, dass in der Schrift auch zu best. Menschen in best. Situationen geredet wird, bleibt unwiedersprochen, aber in diesem Fall handelt es sich m.E. eindeutig um den Rat für den Umgang mit Einflüssen und Lebensweisen der Welt, die bibl. Lehre zunichte machen!
Wenn Paulus best. Personen meint, dann hat er keine Scheu, diese zu benennen, und wir kennen heute noch ihre Namen...

"Abwenden" verbietet sich für mich schon deshalb, weil ich nicht vergessen habe, wie ich einmal war, bzw. mitunter bin und handle. Das sollten wir uns alle gelegentlich wieder ins Gedächtnis rufen."

Hiermit sprichst du genau den Knackpunkt an:
Ich habe mich auch noch nie von einer Person abgewandt!
Ich habe mich aber von Lebensweisen und Einflüssen abgewandt, die dem geistl. Leben widersprechen - als ich z.B. aufgehört habe Drogen zu nehmen, habe ich mich von denen abgewendet, die weiter Drogen genommen haben. Als ich erkannte, das mein Beruf und mein Lebenstil zutiefst seine Wurzeln im babylonischen System haben, habe ich mich davon abgewendet. Als ich erkannte, dass Alkohl mein geistl. Leben behindert, habe ich mich davon abgewandt - und du kannst dir kaum vorstellen, was für ein "Kampf" das in einem Lebensumfeld ist, in dem Alkohol zu den Grundnahrungsmitteln zählt!...

boah - das wird ein Mega-Komment ;-)

Bento hat gesagt…

Obwohl auch das alles stark vereinfacht seine Wurzel im Glauben hatte ;-), hier noch Beispiele aus dem Gemeindeleben:
Als mir klar wurde, dass die bibl. Taufe niemals das mit wasser bespritzen kleiner Babys sein kann, habe ich mich Taufen lassen und von der lutherischen Kirche abgewendet, die solches unbeirrt weiter praktiziert. Als mir klar wurde, dass der Heilige Geist heute der Gleiche ist, der in Jesus, den Aposteln und den bibl. Christen machtvoll wirkte, habe ich eine neue dimension geistl. Lebens kennengelernt und mich von den Lehren der Gemeinden Christi abgewandt, die unbeirrt lehren, der Geist wirke heute nicht mehr durch Gaben, sondern nur noch durch das Wort der Bibel.

und das ist genau mein Punkt - ich unterstelle niemandem böse Absichten oder möchte mich in irgend einer Form überheben, aber ich erinnere mich daran, dass es immer einen Schnitt bedeutete, wenn ich Jesus gefolgt und weitergegangen bin.
Das hat doch wohl NULLSTENS etwas mit Lieblosigkeit zu tun - oder?

@ Anonym,
sehr witzig!

@ Dirk,
starkes Statement und gute und wichtige Fragen!
m.E. ist der Tenor dieser Passage, der unvereinbare Widerspruch von gottlosem Leben und gottgefälligem Leben innerhalb der Gemeinde - weniger in der Lehre, als vielmehr i.d. Praxis.

Da sowas wohl immer auftaucht, und Menschen sich selber zu rechtfertigen suchen, die eine leere form von Gottseeligkeit" aufrecht erhalten wollen, macht belehrung dann keinen sinn mehr, wenn kein Einlenken bei offensichtlichem Abfall angestrebt wird - das würde nur zu zeitverschwendenden, sinnlosen Wortgefechten führen, während die Bösen mit bösem fortfahren"...

Das angemahnte ABWENDEN ist aber genau betrachtet mehr ein HINWENDEN:
Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast (er genoß den Segen von einem völlig geistgeleiteten Lehrer gelernt zu haben)...bei den heiligen Schriften - DIE ALLEIN DICH WEISE UND GLÜCKSELIG MACHEN DURCH DEN GLAUBEN, DER IN JESUS CHRISTUS IST!

Im Grunde ist es radikal einfach -
von allem unbiblischen Lehren und ungeistlichem Leben abwenden und sich allein der Schrift und dem geistlichen Leben zuwenden.

@ Rolf,
ähh - ich kapier zwar nicht ganz, was du meinst, aber trotzdem schön, dass du dich meldest ;-))...

Danke für eure bereichernden Gedanken - ich schätze euch alle sehr!

Segen

Geier hat gesagt…

Also mir ist ja eine vereinfachende Radikalität viel lieber als die verkomplizierende Lauheit, die man sonst allerorten so antrifft.

Vielleicht würden sich einige eher mit dem Eingangstext anfreunden können, wenn sie die Vorstellung ablegten, daß Liebe und Strenge (auch Gericht) im Gegensatz zueinander stünden und stattdessen einmal in Erwägung ziehen würden, daß die Liebe sich gerade auch in Strenge ausdrückt. Was denkt Ihr denn, warum Jesus einige als Otterngezücht und übertünchte Gräber bezeichnet hat? Um sie endgültig abzutun oder nicht vielmehr, um sie zu gewinnen, weil er nämlich wußte, daß auf einen groben Klotz ein grober Keil gehört und ihnen anders nicht mehr beizukommen gewesen wäre? Ein Abwenden kann also durchaus ein Werk der Liebe sein.

Sabina hat gesagt…

... bestreitet hier ja keiner, dass Strenge auch Liebe bedeutet. Und ich weiß sehr gut, wovon ich mit meinen 45 Jahren rede, bis hin zur Autoimmunerkrankung und erlebter Gnade und Demut.

Nun ... da wir hier aber global und allgemein plaudern und jede Meinung erst mal ein Anrecht hat, gehört zu werden, verlassen wir doch mal die Ebene des Meinungsaustausches und werden mal anwendbar, praktisch und konkret.
Dies konkrete Ding habe ich jetzt nicht im Gepäck, stelle nur hier für mich fest "tja, und nun? Was soll es mir sagen?" ???? Hm ... Handwerkzeug bekomme ich hier nicht mit ... und so streife ich nur die Zeilen und klappe zu. Vielleicht bin ich aber auch zu naiv für diese Welt.

***

Nein ... DIE Gemeinde ist nicht gefallen (ich habe mich unklar ausgedrückt), aber WIR haben Gefallene in der Gemeinde. Ja ... die Erkenntnis ist nicht neu, dass wir Jesus durch Frömmigkeit und Religiosität vom Thron stoßen können. Ja ... die Erkenntnis ist nicht neu, dass nicht jeder der Christ sagt auch ein Christ ist. Ja ... die Erkenntnis ist nicht neu, dass es Schafe mit Wolfspelz gibt, vielleicht bin ich sogar so ein Schaf (weiß ich, wie Gottes Augen mich sehen?) Ja ... die Erkenntnis ist nicht neu, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, wie wir es gerade frisch von den Jesuiten hören und keine Ortsgemeinde ist perfekt oder nur die Baptisten kommen in Himmel. Ja ... die Erkenntnis ist nicht neu, der Widersache sitzt auch sonntags zwischen unseren Reihen.

Aber eines weiß ich gewiss: Jesus hat diesen Widersacher besiegt und wird es am Ende ebenfalls tun. Er ist auferstanden, zuvor ging er in die Tiefen aller Tiefen und war von Gott verlassen. ER IST DER SIEGER und unter sein Blut darf ich mich stellen, denn es ist vollbracht!! Ich darf erkennen, ich darf Einblicke in die geistliche Welt haben, ich darf wachsen, im Prozess leben, Spannungen aushalten, ich darf umkehren, ich darf Buße tun, ich darf täglich an's Kreuz gehen ... nehmen wir doch jene mit, über die wir hier nebenbei global urteilen und überlassen Gott das Gericht.

Nichts gegen Mitteilungen von Erkenntnissen, also bloggt weiter ...

Anonym hat gesagt…

...sehr schön! @sabina

Sabina hat gesagt…

Anonym wer bist du? Selbst mit Nick lernt man andere schwer kennen? Aber dich kann man so gar nicht "greifen"?

... habe ich das jetzt auch sehr schön gesagt ;-)

curioustraveller hat gesagt…

Hi Bento, ich meinte bei Dirks Kommentar die von Paulus' Angesprochenen. (ohne mit dem Finger zeigen zu wollen). Hat sich in den 2000 Jahren nicht viel geändert...

Bento hat gesagt…

Hi Bina,

das hört sich etwas gefrustet an, konnte meine Antwort denn kein bisschen klären?

"Jesus hat diesen Widersacher besiegt ... auferstanden... Er ist Sieger... unter Sein Blut stellen... es ist vollbracht"...
ja und nun, ist doch nix Neues, was soll ich damit anfangen???.... ;-)

"..und wird es am Ende ebenfalls tun" - ok, (ist so nicht ganz richtig, aber ich weis, was du meinst) - und in der Zwischenzeit? Da hat Er nunmal UNS diese Aufgabe übertragen - überall dort, wo der Widersacher aufmucken will und so tut, als wäre er noch lange nicht besiegt!

"Handwerkszeug" dafür bekommst du hier tatsächlich nicht - das hat dir Jesus längst gegeben.

Es fängt bei uns selber an und geht aus Liebe und Verantwortung in der Gemeinde und auch in der Welt weiter - man nennt es auch Befreiung. Ich habe ein paar persönliche Beispiele genannt - jeder muß selber entscheiden, wieviel "Spannung" er aushält!

Der Geier hat oben darauf hingewiesen, dass die Liebe um die es geht, gelegentl. kein Streichelzoo ist, sondern sehr derbe Formen annehmen kann -

Wer hat heute den Mumm, einer Frau klar zu sagen: Das ist nicht dein Mann! ..wenn die beiden doch so schön harmonisch zusammenleben?
Wer sagt denn einem langjährigen, aufrichtig bemühten und um dein Leben besorgeten (!) Mitarbeiter: Deine Gedanken sind vom Satan eingegeben! (die Formulierung die Jesus selber wählte, wohl schonmal erst recht nicht...)?
Wer deckt Heuchelei vor aller Augen auf, um die Gemeinde vor ihrem tödlichen Einfluß zu bewahren (selbst wenn die so Entlarvten der Schlag trifft)?

Ja, wir haben uns daran gewöhnt, dass der Satan überall Raum hat, dass er sogar mit auf der Kirchenbank sitzt, wie du sagst, und halten das für normal - das ist es aber nicht!
Der Aufschrei "Wie lieblos - wir dürfen doch niemanden richten.." ist eine verdrehte Darstellung:
Wir "richten" niemanden, wenn wir Finsternis ans Licht bringen, denn wir entscheiden ja nicht, ob es zu Buße und neuem Leben führt, oder ob denjenigen der Schlag trifft...

...ausserdem zeigt es letzlich doch nur, wo wir selber nicht bereit sind, uns nach dem Wort zu richten, denn wir können den himmelweiten Unterschied von Seelischem und Geistlichem nur dort erkennen und aufdecken, wo wir diese Trennung an uns selber zugelassen haben.

jaja, alles schlaue Erkenntnisse... blogg du nur weiter... ;-)

hey Bina, ich bin so froh, dass du dich mal wieder einmischst, ich schätze deine Art und deinen Eifer sehr!!
Würde ja auch lieber immer was Schönes bloggen, aber ich kann nur davon Reden und schreiben, was auf meinem Herzen ist...

Reden wir doch Klartext untereinander, villt. bringt es den Einen oder Anderen zur Besinnung und bewahrt ihn vor dem fatalen Zustand, immer zu lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen zu können...

LG + Segen

Sabina hat gesagt…

Bentino, du liest mich oft gefrusteter heraus als ich in Wirklichkeit bin ... aber das weißt du auch. Und ich schmunzel über wiedergespiegelte Wahrnehmung meiner Person :-) Den Schlagabtausch mag ich aber sehr, auch wenn ich wie Sec manchmal nicht nur den Kopf schüttel, sondern auch dich in ganzer Person aufrüttel!! Aber du bist größer, älter und weiser als ich ... also blogge nur weiter ;-)

... und: dieser dein letzter Kommentar ist tatsächlich "praktisch" und ja ... den Mut haben wir zu wenig, erkennbares anzusprechen.

Ob ich mich wieder mehr einmische, weiß ich noch nicht so, sehe ich auch nur bedingt. Hat lediglich damit zu tun, dass meine reale Welt einen höheren Anspruch auf meine Zeit erhebt, als die virtuelle Welt und nicht alles ist gut, schriftlich zu kommunizieren. Aber du bist ja auch bald wieder real in D.

Bis die Tage.
Bina

Aussiedler77 hat gesagt…

Leute, wenn die Bibel sagt "von solchen wende dich ab" dann meint die Bibel das auch so.

"Das Wort Gottes ist gerade" (Psa 119).

Wenn ich einmal mit dem "was meint die Bibel eigentlich damit" anfange, komme ich in Teufels "Küche" nud er wird da seine Experimente mit mir machen.

Gott ist doch nicht blöd und wenn jemand in der Lage ist, sich klar auszudrücken, dann ER!

flunra hat gesagt…

Lieber Bento, Du bist großartig, wie Du immer wieder das Wort Gottes und den Willen des Vaters in den Mittelpunkt stellst. Ich habe auch so gehandelt wie Du, als ich den Willen Gottes und das Wort besser kennen gelernt habe.
In das Reich Gottes kommt keiner in eigener Kraft hinein. Man wird in das Reich Gottes hinein geboren, wenn man Jesus als seinen Herrn und Retter annimmt. Dazu kommt dann die Bestätigung vom Geist Gottes, der meinem Geist sagt, dass ich ein Kind Gottes geworden bin.
Wenn ich mich der Wahrheit des Wortes Gottes zuwende, wende ich mich automatisch weg von den Dingen der Gottlosigkeit und Religion und habe meine Freude am Herrn und allen, die seinen Namen liebhaben.
Es kommen schwere Zeiten, weil die Wahrheit des Wortes Gottes öffentlich in Frage gestellt wird und jeder, der sich dieser Meinung nicht anschließt, ein Ketzer genannt werden wird. Unser Herz soll nicht erschrecken. Jesus muntert uns auf ihm in allem zu vertrauen und uns nicht der Meinung der Welt anzupassen. Johannes hat es schon lange gesagt: Die ganze Welt liegt im Argen(1.Joh 5,19). Wir sehen es jeden Tag mit neuen Berichten in denen uns Angst ung Bange gemacht wird. Die Angst ist ein schlechter Ratgeber, dem man nicht folgen soll. Ich werfe mein Vertrauen nicht weg, sondern erwarte die Hilfe vom Herrn, die er seinen Gläubigen versprochen hat. Sie wird uns auch 2010 an jedem Tag zu Teil, wenn wir es möchten. Wer sich auf sich selbst oder einen anderen Menschen, auch einem Frommen, verlässt, wird wie ein dürrer Stauch in der Wüste(Jer 17,5+6). Doch jeder, der sich auf den Herrn verlässt, wird grünen wie ein Plambaum(Jer 17, 7+8), auch oder erst recht in diesen schwierigen Zeiten.
Deine und meine Verbindung mit dem Herrn kann niemand zerreißen, sie ist unerschütterlich, weil der Vater selbst darüber wacht. Es wird also eine gute Zeit in schwierigen Tagen, weil wir die Größe unseres Gottes um so mehr erleben. Lass uns Licht und Salz sein in dieser Welt und den Willen des Herrn erfüllen.
Dein Bruder im Herrn

jovan hat gesagt…

bevor ich die ganzen anderen kommis lese: bento, das ist echt balsam für die seele! :o) tut wirklich gut sowas zu lesen...

Sabina hat gesagt…

Jetzt komme ich aber dann doch noch mal so richtig aus meiner Höhle. Wie macht ihr das?
Wann soll ich in Jesu Namen auf den Putz hauen, wann soll ich schweigen, weil das Jesus gerade weiser empfindet und wann soll mein Reden nur "ja, ja" oder "nein, nein" sein?

flunra hat gesagt…

Liebe Sabina, Du brauchst nicht auf den Putz zu hauen. Wir dürfen sanftmütig aber bestimmt sein, denn es geht nicht darum, wer wir sind sondern darum was Gott aus uns gemacht hat. Früher waren wir ohne Gott in dieser Welt und lebten wie die Welt, jetzt aber sind wir Gottes Hausgenossen und haben ein neues zu Hause. Sei natürlich und lass die Liebe, die Gott in Dein Herz ausgegossen hat zu Deinem Gegenüber fließen. Wir brauchen uns nicht zu verteidigen, warum wir dieses und jenes jetzt anders machen, sondern wir sagen, wer und was unser Maßstab ist. Jeder kann dann ,was Gott sagt. Die Entscheidung liegt beim Hörenden, ob er auf des Angebot Gottes eingeht oder lieber Abstand davon nimmt, um sich nicht ändern zu müssen. Jede Begegnung mit Gott ist ein Treffen von Liebenden, er zwingt niemanden seine Gegenwart auf, obwohl er ständig da ist.
Auf der anderen Seite soll man auch die Perlen nicht vor die Säue werfen. Wer absolut ablehnend ist, dem sollest Du nichts erzählen, damit er nicht noch aggresiver wird. Lass Dich vom Geist Gottes leiten. So wie es Jesus selbst gesagt hat: Wenn ihr vor Königen und Fürsten Rechenschaft legen müsst, dann legt euch keine Worte zurecht, wie ihr antworten wollt, sondern es wird euch in dem Moment durch den Heiligen Geist gegeben. Nachfolge ist ein Leben in einer anderen Dimension. Wir sind noch auf der Erde, aber nicht mehr von der Erde. Unser Schutz ist ein Übernatürlicher, weil Gott selbst für seine Kinder sorgt.
Verlass Dich ganz auf ihn und Du wirst starke Dinge erleben, die Du nicht erwartest hast.

Sabina hat gesagt…

Danke, dann lebe ich ja richtig :)

Bento hat gesagt…

Moin alle!

...na hier ist ja was los - Geier ziehen ihre Kreise, Aussiedler geben radikale Statements ab, Flunra verteilt Blumen und Weisheit, Jovan fühlt sich einbalsamiert, ein Anonymer bleibt in Deckung und ich liefer mir derweil einen öffentlichen Schlagabtausch mit einer Frau - tztztz ;-))

hey Bina,
da bin ich aber froh, dass du dich gefrusteter anhörst, als du bist :-D..
"...sondern auch dich in ganzer Person aufrüttel!!"
genau - willkommen im Rüttelclub :-)
und stimmt wirklich, ich bin nunmal größer als du - so etwa 20cm wenn ich mich recht erinnere und richtig schätze ;-)...

Aussiedler ist ja mal nen richtig cooler Name! :-)
..denke auch, dass Gott sich nicht grade unklar ausdrückt und die Frage eher ist, ob wir Ohren haben zum hören.

Lieber Fflunra,
danke für deine guten Worte, Bruder!
es ist wunderbar, wenn man Gemeinschaft hat, auch wenn man sich nicht persönlich kennt. Der Heilige Geist schaft Einheit und wir bewahren sie durch Frieden.
Sehr schön finde ich auch deine prophetischen Worte:

"Es wird also eine gute Zeit in schwierigen Tagen, weil wir die Größe unseres Gottes um so mehr erleben." HALLELUJA AMEN!!

ja, wir sind Licht und Salz in der Welt - lass uns achthaben, dass es nicht unter einem Scheffel steht und nicht salzlos wird! :-)

Jovan,
du alter Geniesser.. ;-)


nochmal Bina,
"Lass Dich vom Geist Gottes leiten" (Zitat Flunra)
das halte ich in dieser Frage für die Kernaussage,
genau dann leben du und ich und ihr und wir richtig :-)



Ihr seid ein SEGEN!