Montag, 8. Februar 2010

radikal

Dieses Wort steht im Sprachgebrauch und auch in christlichen Kreisen meist für grenzüberschreitende Einstellungen oder Verhaltensweisen. Ohne es weiter zu reflektieren, hat es jedenfalls einen unangenehmen Beigeschmack und rote Lampen leuchten auf - man distanziert sich lieber von den "Radikalen".

Eigentlich bezeichnet das Wort aber etwas fest verwurzeltes:
radix (lat.) = Wurzel.

Ich frage mich also, wie man eigentlich Christ sein kann, ohne radikal zu sein - fest in Jesus und im Wort Gottes verwurzelt?

Es geht auch tatsächlich im Kern um eine "Grenzüberschreitung", denn obwohl wir bereits hineinversetzt sind, in das Reich Gottes, umgibt uns hier in der Welt das Reich der Finsternis. Wo wir nicht tatsächlich in Gottes Reich unsere Wurzeln haben, sondern unsere Nahrung noch aus der Welt bekommen, behält der Widersacher Macht über uns. Deshalb bedeutet Jesu nachzufolgen auch ein Leben der Überwindung:

"Und sie haben ihn (Satan) überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tode!"
(Off.12,11)

Drei Faktoren sind also entscheidend, damit wir als Christen nun auch im Reich und in der Kraft Gottes leben können und nicht weiter den Regeln der Finsternis unterworfen sind und die Segnungen des Reiches Gottes dann erst im Himmel erwarten:

1. Das Blut Jesu

Keine eigene Anstrengung oder noch so gute Taten und Charaktereigenschaften können Satan beeindrucken, er wird weiter Raum in uns und unserem Leben haben - nur das Blut Jesu hat diese Kraft!

Um also seine Angriffe und die in uns "verwurzelten" Gewohnheiten und Lebensweisen überwinden zu können, müssen wir das Blut Jesu "anwenden" - d.h. wir müssen fest in der Gewissheit Seiner Kraft verwurzelt sein und wenn uns die Finsternis in irgend einer Form begegnet oder überwältigt hat, dann wiederstehen und überwinden wir in der Kraft der Er-Lösung durch das Kreuz. Dies ist ein "lifestyle", ein fortwährender Prozess und gehört zum christlichen Leben wie Essen und Trinken:

"Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm."

(Joh.6,56)

2. Unser Zeugnis

Es ist sehr deutlich, dass unser Zeugnis für Jesus - egal auf welche Art wir es geben - nur dann wirklich Kraft hat, wenn wir selber, in dem, wofür wir Zeugnis ablegen, durch das Blut bereits frei geworden sind. Daher ist es zunächst wichtig, dass wir dem Satan Zeugnis geben! Wir müssen ihm überall in unserem Leben die "rote Karte" zeigen, die mit dem Blut Jesu getränkt ist, damit er den Platz tatsächlich verlässt. Wenn wir hier nicht radikal werden, können wir auf den berühmten "Sankt Nimmerlein-Tag" warten, bis wir frei werden.

Gott ist Kraft und ist Dynamik - wir werden Seine Kraft zunehmend und in immer weiteren Bereichen unseres Lebens erleben, wenn wir durch das Blut überwinden und dadurch Zeugnis geben können. So wird Jesu Sieg sichtbar und potenziert sich in der Welt, da wir selber ein Zeugnis für die Kraft des Blutes Jesu sind. Denn das Wort der Gnade kann nur vom Herrn bestätigt werden, wenn wir es auch "in Ihm" sprechen:

"Sie verweilten nun lange Zeit und sprachen freimütig in dem Herrn, der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab, indem er Zeichen und Wunder geschehen ließ durch ihre Hände. "
(Apg14,3)

3. Das Leben (die Seele) nicht lieben

Mögen uns die beiden ersten Punkte schon radikal erscheinen, so wird es nun richtig krass. Doch wieviele Schriftstellen könnte man hier nennen, die alle das Gleiche besagen: "Wer sein Leben mehr liebt als mich,ist meiner nicht wert... / wer sein Leben liebt, der wird es verlieren.. / nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir" uswusw...

Wir müssen wirklich alle unsere "Schätze" im Himmel haben, damit unser Herz frei ist und wir ohne Angst um unser Ansehen oder Leben Zeugnis geben können. Das fängt bei unserem Besitz an, den die ersten Christen folgerichtig aufgaben und in allem Gemeinschaft hatten; das geht über unsere Beziehungen - auch die familiären - "wer Vater und Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert" und endet schließlich bei der Bereitschaft, für die Wahrheit auch mit seinem Leben zu bezahlen, wie es etliche vor uns taten:

"Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn."

(Röm.14,8)

Oder wie jemand sagte:
Wenn wir nichts mehr glauben, wofür wir sterben würden, dann haben wir auch nichts mehr, wofür es lohnt zu leben.




Ich meine wirklich es ist an der Zeit, dass wir radikal werden, damit unser Lebensbaum nicht wackelig steht und gute Frucht hervor bringt und auch wir sagen können:

"Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn."
(Phil.1,21)

wenn das nicht radikal ist...

***

(inspiriert hat mich ein Beitrag bei Liane, in dem sie ein tolles Buch vorstellt:
Das Blut und die Herrlichkeit.)

Kommentare:

Geier hat gesagt…

Lieber Bento,

ich will ja nicht kleinlich sein, gestatte mir aber, darauf hinzuweisen, daß in Offb. 12, 11 nicht »Leben« steht, sondern »Seele« (psyche). Das gleiche trifft jeweils für die wichtigsten Parallelstellen Mt. 10, 39; Mt. 16, 25; Mk. 8, 35; Lk. 9, 24; Lk. 17, 33 und Joh. 12, 25 zu. (Mann, sind das viele, die Sache scheint ernstgemeint zu sein!)

Ich halte diese Unterscheidung insofern für wesentlich, als die wenigsten in ihrem Alltag mit der Notwendigkeit konfrontiert werden, ihr physisches Leben dahinzugeben. Aber jeder geistliche Mensch wird täglich mit der Forderung konfrontiert, das Eigenleben der Seele in den Tod zu geben. Wenn man hier also Seele durch Leben ersetzt, nimmt das dem Vers viel von seiner Relevanz; man kann den dann viel leichter ins theoretische, fernliegende wegschieben.

flunra hat gesagt…

Wir haben eine Wurzel, die wir zum Herrn gehören, denn wir sind in den edlen Ölbaum Israel hinein gepfropft. So fest verwachsen, dass wir eine Einheit bilden und wir nur mit Gewalt getrennt werden können. In der Praxis sieht es oft anders aus, da behandeln wir die Nachkommen Abrahams nicht, wie es sich gehört. Doch Jesus hat alles Trennende weggenommen, was zwischen ihnen und uns den Heiden steht, damit wir den Vater in einem Geist gemeinsam anrufen können(Eph 2, 11-22). Was Gott zusammen gefügt hat, soll der Mensch nicht trennen. Dies wurde zuerst für die Ehe gesagt, doch es gilt auch für den einen Leib Christi, der aus Juden und Heiden besteht und seiner Vollendung entgegen geht.

Bento hat gesagt…

Lieber Geier,
interessant, danke für den Hinweis, ich liebe solche "Kleinlichkeiten"! :-)

Habe den Text ja auch so aufgebaut, dass die Konsequenz des physischen Todes am Ende steht, sonst kämen wir ja gar nicht mehr dazu, die seelischen Bindungen an Besitz und Menschen zu verleugnen und der Liebe zu Jesus unterzuordnen.

Gal.2,20 trifft den Kern wohl am Besten: "ich bin mit Christo gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleische, lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat."

..wobei hier die KJV richtig übersetzt: "..by the faith OF the Son of God.." - durch den Glauben des Sohnes Gottes!

Jaja - die Übersetzungen... man sollte wirklich Grieche sein.

Danke für den Link - wieder ein sehr guter Beitrag.


Lieber Flunra,
ja, wir SIND verwurzelt, deshalb können und sollen wir auch so leben - "Wenn wir durch den Geist leben, so laßt uns auch durch den Geist wandeln." (Gal 5:25)
d.h. doch, wir können etwas sein, ohne darin zu leben.

Allerdings können wir nichtmal durch Gewalt getrennt werden (Röm.8,38), sondern uns nur selber abwenden und diese Welt wieder liebgewinnen.
Davor bewahre uns die Liebe Christi.

Segen

Liane hat gesagt…

das ist ja cool, habe gerade gegooglet nach dem Buch, was sich dazu noch alles finden läßt und bin nun auf deinen neuen Blogeintrag aufmerksam geworden.

http://www.google.de/search?hl=de&client=firefox-a&rls=org.mozilla:de:official&q=Ausschnitt+aus+dem+Buch+das+Blut+und+die+herrlichkeit&start=10&sa=N

LG Liane

Liane hat gesagt…

Hallo Bento, ich finde es auch echt spitzenmäßig, was damit alles zusammenhängt. Ich hatte auch mal eine Vision oder ein Bild (weiß nicht genau wie man das nennt) über das Blut Jesus sozusagen. Es war vor ein paar Jahren, als ich in die Gemeinde eingesegnet wurde, danach beim Lobpreis sah ich, wie der Himmel aufging und 2 Hände zu mir runterkamen, zuvor sah ich wie ganz viele Feuerpfeile auf mich zu kamen aus dem Licht heraus, in mich rein. Als ich nach den Händen mich aussteckte (ich wußte das es die hände von Jesus waren) kam eine schwarze wand die sich zwischen uns schob, kurz darauf schob Jesus aber die Wand wieder weg und reichte mir seine Hand, darauf hin ging es blitzschnell das sich ein rotes Band um unsere Hände geschlungen hat und uns verbunden hat. Dieses rote Band war das Blut Jesus, denn durch das Blut Jesus habe ich Vergebung meiner Sünden, das ist mir sehr wohl bewußt.

LG Liane

Liane hat gesagt…

Einges schon im AT deutet auf das Blut des Lammes hin, das rettung bringt. Das Blut z.b. von fehlerlosen Lämmern das die Israeliten an ihre Türpfosten schmieren mußten, als Kennzeichen für Satan, dass er diese nicht mitnehmen darf, sondern sie waren geschützt durch das Blut des Lammes (Jesus)

Die Hure Rahab z.b. sollte eine rote Schnur oder Seil zum Fenster raushängen lassen, als Erkennung das sie unter dem Schutz des Blutes Jesus stand. Ich sehe da auf jeden Fall Verbindungen, was Bento ja auch schon genauer ausgeführt hat und auch in dem Buch "Das Blut und die Herrlichkeit" intensiv beleuchtet wird, auch mit vielen Zeugnissen.

Talitakum hat gesagt…

Das stimmt mE. alles was Du sagst, Bento. Und für mich ist das, was Du geschrieben hast echt hilfreich und eine Erinnerung und Bestärkung.

Ich selber halte auch immer wieder die rote Karte der geistigen Welt hoch, und auf der ist das Kreuz Jesu drauf.
Das geht wirklich...!
Einfach aus dem Wissen heraus, dass nicht ich, sondern Christus in mir überwunden hat.

Was mich aber zu der Frage bringt:
Was ist, wenn Du oder ich, gleichzeitig auf allen Ebenen angegriffen werden?
Wenn der feind so mächtig rüber kommt und das so heftig, dass wir die Übersicht nicht mehr haben?!
Wenn alle meine Schwächen gleichzeitig und über langen Zeitraum angegriffen sind?
Und wenn wir die rote Karte hochhalten, und fest stehen und um die Kraft des Blutes wissen, und wenn wir das Wort, was wir von Gott für uns gehört haben hoch halten, usw.. was ist, wenn die Anfeindung doch kein Ende nimmt, und weiter Bedrückung, Angst, Hoffnungslosigkeit und was nicht alles, scheinbar die Oberhand hat?
Wenn Du stehst, und immer wieder fällst?

Sagt das nicht letztendlich aus, dass es ein Prozess ist?
Und das mit allem guten Wissen und immer wieder Kraft empfangen, doch Niederlagen da sind mit denen wir auch erstmal umgehen lernen müssen?
Wir stehen auf und fallen wieder, oder?
Ist es wirklich ein Dauerhaftes im Sieg gehen?
Jesus sagt, wer in Mir bleibt und ich in Ihm, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Das in Ihm bleiben ist ein mächtiger Kampf, weil man immer wieder neu Sich besinnen muss wo der Platz ist und zurück gehen muss.
Bento, das ist menschlich - und wir sind und bleiben Menschen, die mit Gott gehen.
Paulus hatte mächtige Offenbarungen vom Herrn und gerufen wurde Er durch eine Offenbarung, wo Jesus Christus Sich Ihm persönlich vorgestellt hat.
Für uns die wir diese Dinge nicht erfahren haben und keine so kräftigen Offenbarungen haben, was im Himmel auf uns wartet, ist es mächtig schwer die Motivation zu behalten, wenn das ganze Leben den Bach runter geht und nur noch wenig übrig bleibt..

Ich glaube, dass die, die gerade im Staub rumliegen, und die Du manchmal mit wenig Verständnis antreiben willst, eben in diesem Prozess sind.
Deswegen schrieb ich in einem meiner letzten Kommentare:
"das scheinbar nichts passiert".

Ich glaube, dass der Herr genau das gerade durch viele am herauspressen ist.
Vor der Auferstehung war Golgatha, wo Jesus Blut geschwitzt hat vor lauter Todesängsten.
Und im AT finden wir solche Aussagen wo der HERR uns sagt, dass ER uns durch den Feuerofen schickt, und das Gold läutert.
Im NT stehen dafür dann Ermutigungen, festzuhalten und auszuharren (ausharren ist ein generell roter Faden in der Bibel).

Unterdessen sollten wir uns wirklich einfach nur ermutigen, nicht aufzugeben, ein Wort der Erbauung dem anderen geben, Mut machen, dran zu bleiben. Und nicht das, was Du so oft hier machst - nämlich, von Oben auf die "seelischen Christen" urteilen, als wenn sie in Sünde leben und Du der Retter der Christenheit wärst.

Versteh das nicht als Kritik sondern als Ergänzung und Hilfestellung, um zu zeigen woher der Wind weht, wenn Dich manchmal die Kritik überflutet.

Jesus ist längst dabei, das in sehr vielen Christen herauszupressen. Davon bin ich überzeugt.

Stella

Liane hat gesagt…

@Talitakum - kann ich gut nachvollziehn was du schreibst. Mir geht es auch mein ganzes Leben seit vielen Jahren so das ich immer nur phasenweise im Sieg lebe und dann wieder falle, oftmals länger liegen bleibe bis ich wieder aufsteh und weiter geh mit Jesus. Ich denke auch das es ein lebenslanger Prozess ist, manche werden ganz heftig angegriffen und bei manchen hat man den Eindruck sie haben gar keine Angriffe. Hmmm ich weiß auch nicht an was das liegt

LG Liane

flunra hat gesagt…

Lieber Bento, Du hörst dort auf, wo es erst richtig los geht. Der Paulus hatte Jesus in einer Form erlebt, dass er sehr schnell mit ihm auch sichtbar verbunden sein wollte: Sterben ist mein Gewinn. Dann kam die Ernüchterung, dass er noch eine Aufgabe hatte und nicht einfach nach Hause reisen konnte.
Er sagt: Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn das ist weit besser; das Bleiben im Fleisch aber ist nötiger um euretwillen. Und im Vertrauen hierauf weiß ich, dass ich bleiben und bei euch allen bleiben werde(Phi 1, 23-25).
Was ist noch zu tun im Reich Gottes, das ist unsere tägliche Frage. Das andere schließt sich an: Kaufet die Zeit aus, es ist böse Zeit.
Wer wartet heute auf mein Zeugnis, das Gott ein liebender Gott ist und will, dass jedermann zur Erkenntnis der Wahrheit kommt. Wir sind nicht immer bewusste Zeugen Jesu. Oft sind wir es, weil uns andere beobachten, wie wir uns verhalten. 1991 war ich mit meiner ganzen Familie in Israel, es war eine Gebetserhörung auf ein Gebet vor dem Mauerfall, da wir unsere Silberhochzeitsreise dorthin unternehmen wollten. Meine Mutter, damals 77 Jahre alt, blieb allein zurück in Deutschland. Sie wurde von vielen Leuten gefragt, ob sie keine Angst hätte, dass wir in dieser gefährlichen Zeit in Israel wären. Sie sprühte vor Gottvertrauen und hat allen bezeugt, dass wir den Sieg dort erleben werden. Und so war es auch. Zum Purimfest 1991 feierten wir in der großen Jerusalemer Synagoge mit den Israelis das Ende des Golfkrieges. Ich selbst hatte mit der Gasmaske, die wir gleich auf dem Flughafen bekamen Schwierigkeiten: die Verschlüsse hielten nicht. So dachte ich, dass ich sie im Hotel nochmals in aller Ruhe ausprobiere, doch auch dort wollte der Verschluß nicht dicht werden. Eine Stimme sagte mir: Du bist der Erste, der beim Angriff stirbt! Da habe ich die Gasmaske weggesteckt und den Sieg Jesu ausgerufen, dass ich nicht sterben werden, sondern wir den Frieden erleben werden. So war es dann auch. Am nächsten Morgen hieß es: Der Krieg ist aus, die Gasmaske kann im Hotel bleiben. Am Abend ging es dann zur Synagoge. Der lebendige Gott bekam von allen die Ehre und die Einheimischen wunderten sich, dass wir trotz Krieg das Land besucht haben. Am letzten Tag regnete es in Strömen und unser Reiseleiter sagt, das wir etwas tun sollten. Er meinte beten. Wir sagten ihm das nichts leichter ist als das, denn es ist ein Ortsgespräch und legten los. Er war sehr erstaunt, das kurze Zeit später die Sonne durchbrach und wir einen herrlichen Sonnentag in Cäsarea und am Strand verbringen konnten. So er fuhr auch dieser Israeli, dass es einen lebendigen Gott gibt, den Gott der Juden JAHWEH ZEBAOTH.

Talitakum hat gesagt…

Hi Liane,

ja, irgendwie ist das schon ein lebenslanger Prozess, aber ich denke auch an manche Gleichnisse von Jesus,
wenn Er das Reich Gottes beschreibt:


Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft
und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne daß er es weiß.
Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Mk 4

Oder das Gleichnis mit dem Senfkorn. Es ist das Kleinste unter den Samenkörnern - und fällt in die Erde und stirbt und wird ein großer, mächtiger, schöner Baum, der Schutz für andere ist.

Und wir brechen ja auch durch, wie eine Pflanze durch das dürre Erdreich und werden immer fester und stabiler.

Warum manche mehr angegriffen sind, weiß ich nicht genau.
Der Herr weiß es und Er hat etwas damit im Sinn.
Vielleicht sollen wir das auch gar nicht aus der Vergleichsperspektive sehen..
Obwohl ich mich das auch manchmal frage...
Aber ich glaube, dass das nicht richtig ist, weil wir nicht sehen können wo, was wirklich passiert.
Und das was mir vielleicht total leicht fällt, ist für den anderen schon eine Megaherausforderung - und umgekehrt.
Ich bin ja genau an meinen Schwächen angegriffen und nicht da, wo ich Stärken habe.
Ein anderer hätte mit dem womit ich zu kämpfen habe überhaupt kein Problem. Und da kriege ich den Eindruck, dass ich ja so schwer attackiert werde, aber dem anderen es soooooooo gut geht... :-)

Und ganz ehrlich gesagt - auch wenn ich manchmal nicht mehr mag... und lieber einfach nur liegenbleiben will, ich glaube echt, dass wenn ich mal zurück schaue, ich nur noch dankbar bin für jede Anfechtung und für jeden Angriff auf mein Leben.
Dann bin ich dem Wesen Gottes und dem Verstehen ein gutes Stück weiter gekommen.

LG
Stella

Sabina hat gesagt…

... das gefällt mir sehr, Stella, was du da sagst.
Lieben Gruß an dich

Bento hat gesagt…

Jo! :-)

Hi Liane,
wirklich sehr krass deine Vision!!
Danke für´s Mitteilen hier.
Ja, das Blut Jesu hat viele "Vorbilder" im AT und hat eine kaum vorstellbare Power!.


Hi Stella,
Danke für dein Statement und schön, dass du Bento doch (noch) nicht ganz abgeschrieben hast ;-))

Ich freue ich mich wirklich über deine positive Rückmeldung im ersten Satz. Genau das ist auch meine Intention!

Was deine Fragen und Ausführungen betrifft, da gehe ich einfach mal davon aus, dass du das, was ich weis, auch weist, und von daher habe ich grade meinen ziemlich langen Kommentar wieder gelöscht. Mir ist eben klar geworden, dass der ganze Austausch von schlauer Erkenntnis und bibl. Wahrheit so natürlich nix bringt - wenn du in konkreten Schwierigkeiten bist, brauchst du konkrete Hilfe!

Trotz der persönlichen Begegnung mit Jesus und der hohen Berufung und Offenbarung, war Paulus erstmal blind und wurde erst sehend und konnte voll loslegen, als er "in die Stadt hinein ging" und ein einfacher Bruder ihm die Hände auflegte!
Die Jünger waren immer mind. zu zweit unterwegs, wenn sie Dämonen austrieben und das Reich Gottes installierten und Paulus und Silas priesen gemeinsam Gott, bis die Gefängnismauern wackelten.
Apollos war "brennden im Geist" und lehrte richtig von Jesus - dennoch nahmen ihn Geschwister beiseite und "legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus".

Dafür ist die Gemeinschaft mit Geschwistern (auch) da, damit einer des anderen Mangel ausgleiche. Wenn man bereit ist, dann schickt Gott jemanden, der einem weiterhilft, so habe ich es auch immer erlebt. Also halte Ausschau nach deinem "Hananias" und sei bereit, diese Hilfe auch anzunehmen!


Hallo Flunra,
wer sagt denn, dass ich "aufhöre" - ich habe doch auch grade erst angefangen ;-))..

Danke für dein sehr starkes Zeugnis von Gottvertrauen!!
Ja, wir dürfen wirklich die "wakeligen Gasmasken" und sonstige Scheinsicherheiten wegschmeissen und laut den Sieg Jesu ausrufen - HALLELUJA!!

Ihr seid ein Segen!

Talitakum hat gesagt…

Wer sagt, dass ich Bento abgeschrieben hätte?

Was für ein Quatsch...!
Das war und ist hier nicht die Frage.

Leg bitte nicht immer falsche Intentionen in mich rein, die einfach nicht da sind!

ja, ich weiß.. Du hast es ja nur soo gesagt und war ja nur Spaß....
Aber Du hast es gesagt und irgendwo her geholt, aber entspricht dem nicht was ist.

Und was Du über den Hananias sagst, den ich mir suchen soll...
Das find ich ziemlich unverschämt von Dir!
Wovon habe ich WIRKLICH geredet?
Ging es WIRKLICH um meine Situation?
Auch da legst Du einen Fokus hin, der schlichtweg nicht so gemeint war.
Ein sehr typsisches, und leider unangenehmes Bento-Rauserkennungsmerkmal.
Lass in Zukunft bitte das Interpretieren und Umlegen auf persönliche Motivationen und Situationen bei mir!!!!

Wenn ich Deinen Rat (je) suche(n würde), dann werde ich Dich das schon wissen lassen!

Bento hat gesagt…

ohh -
na dann bitte ich um Entschuldigung (allerdings nicht für den Eingangswitz!) und korrigiere. Meine Antwort auf alle Fragen, die eine konkrete persönliche Situation betreffen ist die:

"Wenn jemand in konkreten Schwierigkeiten ist, dann braucht er konkrete Hilfe"

so hatte ich es komischer Weise auch erst geschrieben und du brauchst dich nicht mehr angesprochen zu fühlen...

Talitakum hat gesagt…

ggg
gibt nur so viele komischerweise bei Dir....
Immer wieder nur schade...

Bento hat gesagt…

jo - ich hab ne Fettnäpfchensuchmaschine installiert
:-D

Talitakum hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Geier hat gesagt…

Talitakum hat gesagt:
… nicht das, was Du so oft hier machst - nämlich, von Oben auf die "seelischen Christen" urteilen, als wenn sie in Sünde leben und Du der Retter der Christenheit wärst.




Merke: Wer ein Problem damit hat, daß etwas »von oben herab« kommt, wird in seinem Leben viel Segen verpassen, weil dieser immer von oben herabkommt.

Oft ist es so, daß Leute, die nicht ertragen, daß eine Botschaft sie »von oben herab« erreicht, einfach selbst ganz oben stehen, also — geistlich ausgedrückt — einfach nicht sterben (die eigene Seele in den Tod geben) wollen. Das ist letztlich Hochmut, und gemäß dem geistlichen Gesetz aus Röm. 2, 1 (… worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe) wirft derjenige, der zu hochmütig ist, sich unter das von oben herabkommende zu beugen, demjenigen, der zurecht von oben herab spricht, Hochmut vor.

Angesichts solcher Vorwürfe, die ja jeden irgendwann mal treffen, der Verfehlung benennt, kann man sich immer mal vergleichsweise ansehen, wie sehr »von oben herab« Elijahu mit den Baalspriestern (oder, wem das zu alttestamentlich ist, Jesus mit den Pharisäern) geredet hat. Normalerweise stellt man dann fest, daß die incriminierten Bemerkungen durchaus noch im grünen Bereich des schriftgemäß zulässigen sind.

Talitakum hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Talitakum hat gesagt…

Ich habe meinen vorigen Kommentar an Dich gelöscht Geier.
Weil ich mich auf dieser Ebene überhaupt nicht austausche.
Es ist nicht meine Sache, auf sowas überhaupt einzugehen, geschweige denn, etwas Konstruktives zu erwarten...

Bento hat gesagt…

Stella,
"Weil ich mich auf dieser Ebene überhaupt nicht austausche."
Welche Ebene nimmst du denn wahr?

Es ist wirklich dramatisch mit anzusehen, wie du dich immer weiter verzettelst - Geier hat dich hier nachweislich mit keinem Wort persönlich angesprochen!

Talitakum hat gesagt…

Nein, er hat mich nicht persönlich angesprochen.. ist doch lediglich eine Frage der Rhetorik...


>> Es ist wirklich dramatisch mit anzusehen, wie du dich immer weiter verzettelst

Pure Stimmungsmache, Bento.

Geier hat gesagt…

… Frage der Rhetorik …

Nein, das war kein rhetorischer Trick. Ich hatte Dein Citat nur als Aufhänger genommen, um ein paar allgemeingültige Aussagen loszuwerden, die sicher auch für andere von Interesse sind. Dabei war es eine bewußte Entscheidung, durch unpersönliches Formulieren freizustellen, ob Du diese nun auf Dich beziehen willst oder nicht.
Du kannst sicher sein: Wenn ich der Meinung gewesen wäre, daß ich Dich direkt ansprechen sollte, hätte ich dies ganz bestimmt auch getan.

Talitakum hat gesagt…

@ Geier

Dann habe ich das falsch verstanden.
Freut mich zu hören, dass dem nicht so war.

Dann lasse ich Deinen Kommentar mal so stehen.
Auch wenn ich ihn inhaltlich ziemlich ungesund finde.
Aber das zu beurteilen bleibt jedem selbst überlassen.
Wir haben die Schrift an der wir uns orientieren können - und jeder von uns, wird mit dem Herrn den richtigen Umgang mit oben und unten, oder vielleicht doch ganz anders, heraus finden können.
Jesus ist unser Vorbild, und die allermeisten von uns eifern Ihm nach.

So, dann machs mal gut

Stella

Apassionata hat gesagt…

Mir haben der Blog und die Kommentare gefallen. Allerdings mit dem oben und unten, das ist verwirrend. Leider muß ich zugeben, daß es für mich ein Kampf ist, mir regelmäßig Zeit für Gott zu nehmen. Die Prioritäten anders setzen und Gott an die erste Stelle, das nehme ich für mich hier mit. Wenngleich wir bis zum Tod immer wieder mit irgendwelchen Schwächen zu kämpfen haben. Der Kopf der Schlange ist zertreten, aber der Schwanz wackelt noch gewaltig. Das Bild mit der roten Karte, dem Blut Jesu, das hat mir auch gefallen.