Montag, 24. Februar 2014

Handreichung zum ewigen Konfliktthema Taufe

Da mich immer wieder Anfragen zu diesem Thema erreichen, möchte ich hier nochmal einen kurzen Überblick über die Bedeutung der Taufe geben. Denn auch wenn die menschliche Weisheit unterschiedliche Lehren und Praktiken entwickelt hat, und dadurch unendlich viel Verwirrung gestiftet wurde, so ist doch die Bibel nach wie vor völlig eindeutig, klar und leicht verständlich, was die Taufe betrifft.

Jesus sagt:

Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden;
 Mar 16:16

Glaube UND Taufe!
 
Diese Aussage allein müsste eigentlich ausreichen, um jede Frage über die Taufe zu klären.
Glaube und Taufe gehören untrennbar zusammen! 

Jesus selber - damit er uns in allem ein Vorbild sei - ließ sich zu Beginn seines Wirkens von Johannes dem Täufer auch gegen dessen anfänglichen Widerstand taufen. Hier haben wir das Zeugnis des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes im direkten Zusammenhang mit der Taufe:

Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß es jetzt zu; denn also gebührt es uns, ALLE GERECHTIGKEIT zu erfüllen! Da ließ er es ihm zu.
Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und auf ihn kommen.
Und siehe, eine Stimme kam vom Himmel, die sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!
Mat 3:15-17


Lass es nun geschehen...


Man wird nun ein Jünger Jesu INDEM man getauft wird. 
Die Grundlage dafür ist der AUFTRAG Jesu, des auferstandenen Herrn über Himmel und Erde:

Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, indem ihr sie taufet (oder "taufend") auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes
 Mat 28:18,19

ALLE Bilblischen Belege einer Bekehrung und auch die theologischen Abhandlungen der Lehrbriefe sind hier völlig eindeutig und übereinstimmend - 

Wasser UND Geist sind die beiden Elemente einer neuen Geburt.

Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleische geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geiste geboren ist, ist Geist. Verwundere dich nicht, daß ich dir sagte: Ihr müsset von neuem geboren werden.
 Joh 3:5-7 

Darum fragt Petrus auch wie man denn jemandem das Wasser der Taufe verweigern könne, der den Geist empfangen hat und er BEFIEHLT die Taufe sogar in diesem Fall:

Kann auch jemand das Wasser verwehren, daß diese nicht getauft werden, die den heiligen Geist empfangen haben, gleichwie wir? Und er befahl, daß sie getauft würden im Namen des Herrn. Da baten sie ihn, etliche Tage zu bleiben. 
 Apg 10:47,48

Das neue Leben beruht einzig auf dem Tod und der Auferstehung Jesu. Also ist auch die Kraft der Taufe das Erlösungswerk Jesu am Kreuz.

In der Taufe werden wir "mit Christus begraben" - d.h. unser altes gottloses Leben wird in den Tod gegeben und wir beginnen das neue Leben aus der Kraft des Geistes Gottes:

Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesus Christus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. 
Röm 6:3,4

Wie in der prophetischen Vorrausschattung des alten Bundes das Wasser das Volk Israel (Geist) vor den sie verfolgenden Ägyptern (Fleisch) rettete, so rettet auch uns heute die Taufe aus unserem Leben in der Knechtschaft der Sünde. 

Denn ich will nicht, daß ihr unkundig seid, Brüder, daß unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind, und alle auf Moses getauft wurden in der Wolke und in dem Meere, und alle dieselbe geistliche Speise aßen, und alle denselben geistlichen Trank tranken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. Der Fels aber war der Christus. An den meisten derselben aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden. Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, daß wir nicht nach bösen Dingen gelüsten, gleichwie auch jene gelüsteten. 
1.Kor.10:1-6 

Petrus setzt diese Tatsache auch in den Zusammenhang mit der Rettung Noahs in der Arche:

 ...als Gottes Langmut zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in welcher wenige, nämlich acht Seelen, hindurchgerettet wurden durchs Wasser. Als Abbild davon rettet nun auch uns die Taufe..
1.Pet.3:20 b,21a

In der Taufe werden durch die Kraft des Blutes Jesu alle unsere Sünden abgewaschen, also sollte niemand mit der Taufe zögern:

Und nun, was zögerst du? Steh auf, laß dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst! 
 Apg 22:16 

Die Antwort in der Bibel auf die Frage der zum Glauben gekommenen ist folglich IMMER die gleiche, seit Petrus an Pfingsten das erste Mal das Evangelium predigte:

Als sie aber das hörten, ging es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?
Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen. 
 Apg 2:37,38

Wir müssen uns also hier, wie in allen anderen Fällen auch, stets entscheiden, ob wir dem Wort Gottes folgen, oder ob wir das Wort durch unsere menschlichen Üverlegungen und Überlieferungen aufheben und ungültig machen:

Also hebet ihr mit eurer Überlieferung, die ihr weitergegeben habt, das Wort Gottes auf; und dergleichen tut ihr viel.
Mar 7:13 

Wer zum Vater betet "Dein Wille geschehe", den fragt Jesus völlig zurecht:

Was nennt ihr mich aber «Herr, Herr» und tut nicht, was ich sage? 
 Luk 6:46

Man täuscht sich also gewaltig wenn man denkt und behauptet "ich glaube an Jesus und er ist mein Herr", aber nicht nach seinem Wort und Auftrag handelt.

 Wer allerdings das wahre Evangelium hört und zum wahren Glauben gekommen ist, wer tun möchte was Jesus sagt, für den ist die Frage nach der Taufe leicht beantwortet und schnell befolgt:

Da tat Philippus seinen Mund auf und hob an mit dieser Schriftstelle und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus. Als sie aber des Weges dahinzogen, kamen sie zu einem Wasser, und der Kämmerer spricht: Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden? Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt. Er antwortete und sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist! Und er hieß den Wagen anhalten, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn.
Apg 8:35-38 



***




In diesem Beitrag nehme ich die "Babytaufe" und das "Übergabegebet" unter die Lupe, zwei starke geistliche Festungen, die dem bibl. Befund zur Taufe widersprechen:

 Bollwerke

Hier findet sich ein Beitrag zu der verbreiteten Lehre "wer glaubt wird gerettet", die Schriftstellen aus dem Zusammenhang heraus löst:

Das moderne (reduzierte) Evangelium

In einem gesonderten Blog habe ich noch eine ausführlichere Darlegung mit weiteren Aspekten und Schriftstellen zusammengetragen:
(Inhaltlich ist alles korrekt, diese Seite müsste allerdings dringend überarbeitet werden)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Gruß dich, Bento!
Ich verstehe die Lage anders.

Rettung erfolgt durch Glauben und Gehorsam Gott gegemüber. Das Opfer Christi rettet diejenigen von der Todesstrafe, deren Sünden durch Sein Blut bedeckt werden. Ich glaube an sein Opfer, das vollkommen die vergangenen Sünden des reuigen Gläubigen wegwischt.

Die Taufe Johannes symbolisierte den äußeren Ausdruck der aufrichtigen echten Reue derjenigen, die durch die Nachricht, die er predigte, für schuldig erklärt würden.

Lukas 1:77 berichtet, daß Johannes der Täufer kam „um Seinem Volk Kenntnis der Erlösung durch die Vergebung ihrer Sünden zu geben.“

Reue ist gegenüber Gott, weil man Sein geistiges Gesetz gebrochen hat. Der Glaube ist in Christus. Dies gilt für unsere Überzeugung und unseren Glauben an das Opfer Jesu Christi, unsere vergangenen Sünden mit Seinem Blut zu waschen, und schauen auf Ihn als unseren persönlichen Erlöser und bald kommenden König des Reiches Gottes.

Alles Gute und sei gesegnet!

Josef Sefton

Anonym hat gesagt…

Lieber Bento!
Man wird nicht ein Jünger Jesu indem man getauft wird. Paulus war schon Jünger, ehe er getauft wurde. Er war schon Kind Gottes, ehe er getauft wurde.

Bento hat gesagt…

Hallo Josef
ich weis, dass du es anders siehst, aber nichts von dem was du schreibst widerspricht dem, oder widerlegt irgend etwas von den biblischen Aussagen, die ich in diesem Beitrag zusammengestellt habe.

Gruß und Segen
bento

Bento hat gesagt…

Hallo Anonym - ach ja, dann belege diese Behauptung mal bitte biblisch.

Bento hat gesagt…

Überhaupt möchte ich jeden bitten, hier nicht wieder die Verwirrung der unterschiedlichen Theologieen zu dokumentieren in dem man diese hier ausbreitet, sondern nur im direkten Bezug auf meine Aussagen zu kommentieren und ggf. die im Beitrag dargelegten Punkte biblisch zu widerlegen.
Danke!