Samstag, 4. Juni 2011

Die Realität der geistlichen Welt (1)

Das Weltbild der „aufgeklärten Menschen“ des 21. Jahrhunderts unterscheidet sich erheblich von dem der Menschen zu der Zeit, als Jesus auf der Erde lebte. Wir haben das griechisch-rationale Denken kultiviert und perfektioniert und unseren Verstand zum Maßstab und zur Grundlage unserer Sichtweisen gemacht.

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass man auf diese Weise die Welt nur innerhalb der Grenzen des menschlichen Verstandes und der jeweiligen Sozialisation wahrnehmen kann. Wir haben die Welt "entmystifiziert" und erklärbar gemacht, wir haben ihr den Schrecken des Unerklärlichen genommen und an seine Stelle den Schrecken des menschlichen Verstandes gesetzt - wir unternehmen den sinnlosen Versuch, die Welt unserer Erkenntnis und unseren Bedürfnissen anzupassen - wir halten uns selber für weise und unterliegen so einer ultimativen Täuschung, denn:

Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern eine irdische, seelische, teuflische.
Jak 3:15

Wenn wir nun als Christen in der Nachfolge Jesu diese Sichtweisen akzeptieren und annehmen, dann bedeutet das nichts anderes, als dass wir uns „der Welt gleichstellen“ - und das sollen wir ja ausdrücklich NICHT tun:

Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, daß ihr prüfen möget, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.
Röm 12:2

Die Erneuerung unseres Sinnes (Denkens) ist also der Schlüssel zur Wahrheit und zum göttlichen / geistlichen Leben. Es geht hierbei nicht vornehmlich darum, einfach nur „anders“ zu sein und „gegen den Strom“ zu schwimmen, das wäre wiederum nur ein rebellischer Geist, sondern es geht um eine entscheidende Erkenntnis in der Nachfolge:

Mit dem Weltbild und den Erkenntnissen, die in der Welt Gültigkeit haben, können wir niemals die Realität erkennen!

Wir können nicht „prüfen“ was tatsächlich gut und richtig ist und was dem Vater wohlgefällt. Das können wir nur, wenn wir uns auf den (kontinuierlichen) Prozess der Erneuerung unseres Denkens einlassen. Dazu müssen wir dem Heiligen Geist erlauben, uns in die Wahrheit einzuweihen und uns die Realität durch das Wort der Schriften zu offenbaren.

Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!
Joh 8:31

Diese Freiheit ist zunächst die Befreiung von allen menschlichen Irrtümern!
Sicher gibt es da einiges in den bibl. Berichten, was wir in einem geschichtlichen Kontext deuten und verstehen müssen, doch was die geistliche Dimension betrifft, so können wir sicher sein, dass wir es stets mit der ewigen Wahrheit zu tun haben.




Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
Luk 21:33

Wenn wir uns nun Jesu Sichtweise auf die Welt und die Realität tatsächlich zu eigen machen, dann kommen wir z.B. um die Güte, Unbegrenztheit und Herrlichkeit Gottes genauso wenig herum, wie um die Existenz Satans und seiner Dämonen. Mag die wissenschaftliche Sicht auf die Welt das Übernatürliche auch noch so weit aus unserem Blickfeld verdrängt haben, die gesamte Schrift ist vom Anfang bis zum Ende voller übernatürlicher Ereignisse und erläutert diese aus der geistlichen Sichtweise heraus.

Ohne geistliche Offenbarung bleibt uns sowohl die Existenz und das Wesen Gottes, als auch die Realität hinter allen Erscheinungsformen der Schöpfung für immer verschlossen:

Da spricht er (Jesus) zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel!
Mat 16:15-17

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Dies ist der Auftakt zu einer neuen Serie, die ich derzeit als Grundlage für ein Seminar ausarbeite.

1 Kommentar:

Deborah hat gesagt…

Guter Start :-)

Segen