Samstag, 30. April 2011

Der Sabbath Teil 2 "Das Gesetz"

Ich möchte zu Beginn gleich nochmal klarstellen, dass es mir hier nicht darum geht, irgend jemandem die Freude daran zu nehmen, den Sabbath als Ruhe- und Feiertag zu begehen. Es geht mir darum zu klären, ob man dies im Neuen Bund als eine Forderung Gottes an Christen ansehen muss oder darf.

Grade das Material zum Thema Gesetz ist derart umfangreich, dass es wirkl. schwerfällt daraus die Essenz zu destillieren, die der Bedeutung dieses Themas gerecht wird und dennoch die Dimension eines Blogbeitrags nicht sprengt. Ich werde mich also auf die Beziehung Jesu zum Gesetz konzentrieren, denn hier liegt der Schlüssel zum Verständnis unserer Frage nach dem Sabbathgebot.

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Jesus ist der Herr - alles was wir glauben und tun muss sich auf Ihn beziehen, sei es durch Sein Wort oder Sein Vorbild.
Es wird nun gerne argumentiert, Jesus habe schlließlich auch die Gebote und den Sabbath gehalten, also müssten wir als Seine Nachfolger das auch tun.

Diese Argumentationsweise lässt allerdings völlig ausser acht, wozu Jesus als Jude geboren wurde und zu Seinen Lebzeiten unter dem Gesetz des alten Bundes gelebt hat. Nicht etwa, damit Er alle unter das Gesetz versammelt, sondern dazu, um alle vom Gesetz zu erlösen und einen neuen Bund zu begründen.

Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weib, geboren unter Gesetz, auf daß er die, welche unter Gesetz waren, loskaufte, auf daß wir die Sohnschaft empfingen.
(Gal 4:4+5)

Die Auseinandersetzungen darüber, ob mit den zahlreichen und sehr eindeutigen Aussagen über das Ende des Gesetzes durch Christus, lediglich die vielen Satzungen gemeint seien und die 10 Gebote davon ausgenommen sind, halte ich für eine theologische Scheindiskussion, denn weder Jesus noch die Apostel machen an irgend einer Stelle eine solche Aussage oder trennen die 10 Gebote vom Rest des Gesetzes.

Vielmehr erklärt Paulus völlig eindeutig:

Wenn aber der Dienst des Todes, mit Buchstaben in Steine eingegraben, in Herrlichkeit begann, so daß die Söhne Israels das Angesicht Moses' nicht unverwandt anschauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Angesichts, die hinweggetan werden sollte, wie wird nicht vielmehr der Dienst des Geistes in Herrlichkeit bestehen? Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit ist, so ist vielmehr der Dienst der Gerechtigkeit überströmend in Herrlichkeit. ...Denn wenn das, was hinweggetan werden sollte, mit Herrlichkeit eingeführt wurde, wieviel mehr wird das Bleibende in Herrlichkeit bestehen!
(2.Ko 3:7-9,11)

In diesen Versen wird unmißverständlich das "in Steine eingegrabene Gesetz" (also die 10 Gebote und nicht das Zeremonialgesetz!) als "hinweggetan" und als "Dienst des Todes" und "Dienst der Verdammnins" bezeichnet!

Auch Jesus hat das Gesetz stets als Ganzes behandelt.
So finden wir in Seinen Erläuterungen, wie das Gesetz auszulegen sei (siehe Mat.5), sowohl Elemente aus den 10 Geboten (Töten / Ehebruch), als auch aus den Überlieferungen und dem Rest des mosaischen Gesetzes (Scheidung / Schwören).

Beides auseinander zu dividieren, das Eine als verbindlich und das Andere als abgeschafft zu erklären, ist ein theologischer Kunstgriff, der weder der Sichtweise Jesu entspricht, noch auf den Aussagen der Schrift basiert!

Jesus hat das Gesetz und die Propheten stets in einem Atemzug genannt.

Das Gesetz und die Propheten reichen bis zu Johannes. Von da an wird das Evangelium vom Reich Gottes gepredigt...
(Lk 16,16a)

Es gibt eine Menge solcher Aussagen, die das Gesetz und das Evangelium eindeutig voneinander unter-scheiden und für unvereinbar erklären: Das Eine ist erfüllt, das Andere hat begonnen.

Es gibt aber eine Aussage, die gerne als Beleg dafür herangezogen wird, dass das Gesetz bis zum Ende der Zeiten gültig sei:

Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

(Mat 5:18)

Dies scheint doch sehr eindeutig zu sein.
Das griech. Wort ἕως = heōs, das hier mit "bis" (Himmel und Erde vergehen...) übersetzt ist, bedeutet auch "während" - so bekommt diese Aussage eine völlig andere Bedeutung: "Während" Himmel und Erde vergänglich sind, ist das Gesetz nicht der Vergänglichkeit unterworfen. Diese Aussage korrespondiert dann auch mit der Parallelstelle bei Lukas :

Es ist aber leichter, daß der Himmel und die Erde vergehen, als daß ein Strichlein des Gesetzes wegfalle.
(Luk 16:17)

Hier wird also in beiden Fällen keine Aussage über eine best. Dauer gemacht, dass das Gesetz Gültigkeit habe, bis der Himmel und die Erde vergehen, sondern es wird gesagt, das Gesetz sei eben nicht so einfach aufzulösen oder hätte ein zeitliches Verfallsdatum wie es selbst Himmel und Erde haben.

Vielmehr gilt:

Denn Christus ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit.
(Röm 10:4)

Es soll also unser Augenmerk stets auf die unbeschreibliche Größe der Erlösung durch Jesus gerichtet werden, der allein diese einerseits unauflösbaren, andererseits aber auch unerfüllbaren Forderungen - und damit den Fluch des Gesetzes (Gal.3,13) - von den Menschen genommen hat! Die letzten Worte des o.g. Verses bei Matthäus weisen auf diese Heilsstat am Kreuz "..bis es alles geschehen ist". Es war eben dann "alles geschehen", als Jesus sagte:

"Es ist vollbracht."
(Joh.19,30)




Während ich diesen Artikel schreibe, brennt es in mir.
Ich würde hier viel lieber über die Herrlichkeit der Sohnschaft, über das Evangelium, vom Reich Gottes und über die Freiheit des geistlichen Lebens schreiben, anstatt mich in den Katakomben des alten Bundes zu bewegen. Von dort weht immer ein Hauch der Verdammnis und des Todes herüber...

Doch es ist nunmal ein Fakt, dass der Schatten des Alten Bundes, der ja alles prophetisch vorgezeichnet hat, was wir nun in Christus leibhaftig haben, immernoch auf weiten Teilen der Christenheit in mehr oder weniger starker Form lastet. Es geht uns dann mit den Schriften in gewissem Maße so, wie es auch den Juden ergeht, die in ihnen zwar den erklärten Willen Gottes erkennen, aber dennoch nicht das Leben Gottes darin finden können:

Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen.
(Joh 5:39)

Das Leben ist allein in Jesus - die Schrift gibt davon Zeugnis!

Es gibt noch eine Vielzahl von Aussagen, die genau das belegen, dass in Jesus alles erfüllt und vorhanden ist, z.B. das Gesetz kam "zwischen hinein" wegen der Sünde (Röm.5,20); Christus starb für unsere Sünden und hat damit die Forderungen des Gesetzes gegen uns erfüllt und mit an´s Kreuz genommen (Kol.2,14); das Volk Gottes wurde "unter dem Gesetz verwahrt" bis endlich der Erlöser auf die Bühne treten konnte (Gal.3,23) uswusw.

Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst.
(Off 21:6)

Jesus ist der Anfang und das Ende, Ursprung und Ziel der gesamten Schöpfung. In Ihm wird uns jeder Segen zuteil und auch das eigentliche Wesen des Vaters offenbart. In Ihm kommt alles menschliche Mühen zur Ruhe und wieder in die ungetrübte Gemeinschaft mit Gott. Darauf weist auch der Ursprung des Sabbath hin, der 7. Tag der Schöpfung, der Ruhe- und Feiertag Gottes.


Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht geschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?
(Röm 8:32)


***

Es folgt noch ein 3.Teil, in dem ich eine interessante Schlußfolgerung über den Sabbath im Neuen Bund ziehen werde

Kommentare:

Deborah hat gesagt…

"Ich würde hier viel lieber über die Herrlichkeit der Sohnschaft, über das Evangelium, vom Reich Gottes und über die Freiheit des geistlichen Lebens schreiben, anstatt mich in den Katakomben des alten Bundes zu bewegen. Von dort weht immer ein Hauch der Verdammnis und des Todes herüber..."

Aha....so empfindest du das... interessant...

und warum schreibst du dann nicht, was ER in dein Herz gelegt hat, sondern irrst in den "Katakomben" herum? *gggggggggggg*

Deborah hat gesagt…

P.S. ich erzähle dir doch, was ich gegen Morgen geträumt habe, denn ich denke, es sagt dir was:

Ich war mit einer Punkerin in den Sanddünen und wir hörten einen Hund winseln. Es war sehr nah, aber nichts zu sehen.
Es konnte nur unter uns sein..also im Sand vergraben.
Ich äußerte die Vermutung und die Punkerin sagte: ja das machen sie so.
Wir fanden aber nicht die Grabstelle.
Dann wurde ich wach und fragte Jesus: was bedeutet das?
Und kurz drauf kam die Antwort: Es ist ein Sprichwort: "Ach, DA ist der Hund begraben".

und ein zweiter Input folgte sogleich: Der Sünde Sold ist der Tod. (Das ist DAS Gesetz!!!) die Gnadengabe Gottes aber das ewige Leben in Christus!

Das ist die Essenz! Höre Israel...Liebe

Im neuen Bund sind die Gebote in der Liebe, die durch den Heiligen Geist in unser Herz ausgegossen ist, enthalten...in unser Herz geschrieben. Und so kann ich aus Liebe den Shabbat des HERRN halten und den Auferstehungstag des HErrn.

Und so hört die Arbeitwoche mit Ruhe auf und die neue Woche fängt mit Ruhe an. Ich finde das genial!

Die Hawdalakerze mit ihren 6 Dochten ist mir gerade ein lebendiges Beispiel für die Erwartung, gesegnet in die neue Woche zu gehen. und in der Ruhe Christi zu bleiben.

Bento hat gesagt…

Liebe Deborah, ich "irre" doch in diesen Katakomben nicht herum, sondern bringe das Licht hinein! ;-))...

Einerseits nehme ich sehr deutlich das ernsthafte Bemühen bei Jenen wahr, die eine solche, auf einen best. Tag ausgerichtete "Sabbaththeologie" vertreten, andererseits sehe ich auch, wie sehr es zu einem Gefängnis werden kann und wird und auch wie es unweigerlich zu einer Differenzierung führt in die "Sabbathaltenden-Christen" und solche, die "das Gebot Gottes missachten" oder gar verachten...
Deshalb sprach ich von Tod und Verdammnis an dieser Stelle - Tod bei denjenigen, die die Freiheit des geistlichen Lebens an das Gesetz binden wollen, Verdammnis gegen diejenigen, die das ablehnen.

DA ist wirklich der Hund begraben!! Interessant, dass er in deinem Traum lebendig begraben war - das passt.
Ich war selber viele Jahre in einer Gemeinde, die mit ebensolcher Vehemenz den Sonntag als "von Gott auserwählt" verkündete und auch die passende "am ersten Tag der Woche"-Theologie dazu hatte - ich bin damals meinem Rudelführer in dieses auf Sand gebaute Grab gefolgt und preise Gott, dass Er mir diesen Sand längst vollständig aus den Aaugen gewischt hat!
Allerdings weis ich so aus Erfahrung (und sehe es nun ebenso bei den eifrigen Sabathverfechtern), wie schnell man in so einer Wanderdüne versinken kann und möchte deshalb gerne den festen Grund des Wortes Gottes zu diesem Thema freilegen.

"Und so kann ich aus Liebe den Shabbat des HERRN halten und den Auferstehungstag des HErrn."
Wie meinst du das? Ist der Sabbath der Tag der Auferstehung??

Es bleibt dir und jedem anderen doch völlig unbenommen, bestimmte Ffeste zu feiern und was du da über den Segen eines Ruhetages schreibst, steht doch völlig ausser Frage, es geht darum, ob wir als Heidenchristen nun das Gesetz (aus Liebe) weiterhin beachten sollen / müssen - oder ob Christus das Ende des Gesetztes ist. Der Schriftbefund scheint mir an dieser Stelle sehr eindeutig zu sein.

LG + einen wundervollen Tag des Herrn! :-)

Deborah hat gesagt…

"Und so kann ich aus Liebe den Shabbat des HERRN halten und den Auferstehungstag des HErrn."
Wie meinst du das? Ist der Sabbath der Tag der Auferstehung??

Ich meine, dass ich zwei Tage frei habe. *ggg*

Der Shabbat ist eines der 7 Feste des HERRN, also JHWHs... und beginnt am Freitag, abends, der Auferstehungstag des HErrn JEsus beginnt am Samstag, abends, und dauert bis Sonntag, abends...

Ich bin also reich beschenkt.

Der Shabbat ist von Jesus von der Gesetzlichkeit befreit worden...das ist ein wesentlicher Aspekt...damit man nicht auf beiden Seiten vom Pferd fällt... man kann sowohl den Shabbat wie auch den Sonntag gesetzlich halten, wie du sehr richtig bemerkst...man kann aber auch erlöste Gemeinschaft mit Gott an beiden Tagen haben...double for the trouble... ;-)

Bento hat gesagt…

ja, reich beschenkt! :-)
"..man kann aber auch erlöste Gemeinschaft mit Gott an beiden Tagen haben"
ich plädiere entschieden dafür erlöste Gemeinschaft mit Gott an JEDEM Tag zu haben!! :-)))..

Donralfo hat gesagt…

Ich lese gerade dieses Buch zum Thema Gesetz und Gnade: Sind wir denn nich frei? von Horst Krüger, einem bemerkenswertem Bibellehrer.

zubasti hat gesagt…

Wie gesetzlich oder geistlich du mit den Festen umgehst, ist meiner Ansicht nach eher eine Frage deines persönlichen Stils und der Reife deines Glaubens. Ich empfinde diese ständige Verdächtigung der Gesetzlichkeit oder Werkgerechtigkeit als Vorurteil. Vielen ist dieses Thema theologisch wahrscheinlich einfach zu schwer und psychologisch scheut man die Konflikte mit der eigenen Kultur und Gemeinde, das kann ich gut verstehen. Es gibt natürlich auch einige schrullige Phänomene bei den Israelfreaks. Dabei sollte man aber auch bedenken, das viele Gemeinden die Freunde der Feste Israels ausgrenzen. Ich denke, wir sind heute in einer Zeit in der wir weg kommen sollten von solchen Schubladen.

Bento hat gesagt…

Danke für den Tipp Ralfo - und was sagt er, sind wir denn nun frei? ;-)


Hallo Zubasti - ja genau so sehe ich es auch, wenn man wirkl. geistl. mit dem Sabbath umgeht, wird man kein Gebot daraus machen wollen und es als allg. verbindl. bezeichnen. Ich habe Ausdrücke wie Gesetzlichkeit und Werkegerechtigkeit gar nicht verwendet, denn nat. wird jeder sofort sagen "unsere Gerechtigkeit haben wir nat. durch Jesus"...

Ausgrenzung und Schubladen sind niemals geistlich, die Weisheit von oben sagt: Röm 14:5 Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Ein jeder aber sei in seinem eigenen Sinne völlig überzeugt.

Wenn wir diese Haltung einnehmen, wird uns wohl niemand als gesetzlich oder ausgrenzend bezeichnen können.

Segen

Liane hat gesagt…

ja so seh ich es auch bento, wie es in römer 14:5 steht!

Bento hat gesagt…

Ich habe heute noch diese wichtigen Verse mit in den Text eingebaut, die eindeutig die 10 Gebote als "hinweggetan" bezeichnen:
2Ko 3:7 (Wenn aber der Dienst des Todes, mit Buchstaben in Steine eingegraben, in Herrlichkeit begann, so daß die Söhne Israels das Angesicht Moses' nicht unverwandt anschauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Angesichts, die hinweggetan werden sollte,
2Ko 3:8 wie wird nicht vielmehr der Dienst des Geistes in Herrlichkeit bestehen?
2Ko 3:9 Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit ist, so ist vielmehr der Dienst der Gerechtigkeit überströmend in Herrlichkeit.
2Ko 3:10 Denn auch das Verherrlichte ist nicht in dieser Beziehung verherrlicht worden, wegen der überschwenglichen Herrlichkeit.
2Ko 3:11 Denn wenn das, was hinweggetan werden sollte, mit Herrlichkeit eingeführt wurde, wieviel mehr wird das Bleibende in Herrlichkeit bestehen!

Donralfo hat gesagt…

@Bento: Der Autor ist der Meinung, daß Gesetz und Gnade keine Gegensätze sind, die sich gegenseitig ausschließen.
Und wenn die 10 Gebote hinweggetan sind - dann dürfen wir ja auch andere Götter neben Jahwe haben, ehebrechen und stehlen etc etc. :-)
Oder legt der heilige Geist diese Gebote vielleicht in unser Herz?

Bento hat gesagt…

Ralf - zu diesem lustigen "Argument" wir dürften dann ja morden, stehlen ehebrechen habe ich im 3. Teil Stellung bezogen.

Harold Graf hat gesagt…
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Harold Graf hat gesagt…
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Harold Graf hat gesagt…
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Harold Graf hat gesagt…
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Claudia H. hat gesagt…

Als Gott den Vorhang im Tempel von oben nach unten zerriss, haben ihn die Juden anschließend wieder zusammengenäht. Der Zugang zum Allerheiligsten, den Gott entfernt hatte, wurde von Menschen wieder hergestellt. Es gibt heute, wie damals, Menschen, die versuchen durch ihre eigenen Werke gerecht zu werden.
Sehr gefährlich wird es, wenn sie behaupten, wir hätten dieses oder jenes zu befolgen. Davor wird in der Bibel ausdrücklich gewarnt!
Also, verlasst den Weg der Gnade nicht! Denn: „Allein seine Gnade genügt!“
Eph 2, 8: Noch einmal: Durch ´Gottes` Gnade seid ihr gerettet, und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr verdankt eure Rettung also nicht euch selbst; nein, sie ist Gottes Geschenk.

Harold Graf hat gesagt…
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Donralfo hat gesagt…

@Claudia H.+ Harold:
Das Leben allein aus der Gnade Gottes heraus und das Befolgen von Geboten und Tun von guten Werken muß überhaupt kein Widerspruch sein!
Wir werden nur nicht dadurch vor Gott gerecht! Und wir dürfen sie nicht tun um damit Gott zu gefallen oder vor den Menschen gut dazustehen!
Trotzdem sind Gesetze und Gebote sinnvoll, wenn man sie einhält weil sie einfach VERNÜNFTIG sind.
z.B. die Straßenverkehrsregeln sind zu UNSERER Sicherheit gedacht und zum Schutz von Anderen. Ebenso kann das Einhalten des Sabbaths oder vieler anderer Gebote und Regeln uns und anderen Menschen von großem Nutzen sein. Gott hat sich diese Regeln doch nicht aus Jux und Dollerei ausgedacht, oder?
Wie gesagt - zu unserem Besten und NICHT um bei Gott oder Anderen irgendiwe zu punkten.
Gruß+Segen an Alle
Ralf

Harold Graf hat gesagt…
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Bento hat gesagt…

Hallo Claudia,
ich stimme völlig mit dir überein dass es eine Gefahr darstellt, wenn wir das Gesetz und die Gnade in Christus miteinander vermischen - und das nicht nur, was die Rettung betrifft, sondern ebenso die Rechtfertigung und die Nachfolge - das Leben im Geist.

Don Ralfo,
ja genau, nicht aus Jux und Ddollerei wurden die Gebote dem Volk Israel gegeben, sondern um Gottes Volk zu bewahren, bis der Erlöser kam:

Luk 16:16 Das Gesetz und die Propheten gehen bis auf Johannes; von da an wird das Reich Gottes durch das Evangelium verkündigt, und jedermann vergreift sich daran.

Harold Graf,
wie oft muss ich dich eigentlich noch bitten, deine Thesen hier nicht zu wiederholen und Andersdenkenden die Gotteskindschaft abzusprechen? Ich werde nun wie bereits angekündigt deine sämtlichen Kommentare löschen und erwarte, dass du keine weiteren hinzufügst.
Du lässt ständig eine Kernaussage des Evangeliums ausser acht und möchtest den Kindern Gottes das Joch des Gesetztes auferlegen - dass kann ich auf meinem Blog nicht dulden!

Heb 1:1 Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn,

Bento hat gesagt…

..das musste unbedingt nochmal von deiner Seite festgestellt werden! Ich hoffe du gibst nun Ruhe.

Donralfo hat gesagt…

@Bento: Zur Not klickst Du einfach die Moderator-Funktion bei den Kommentaren für ne Weile an und prüftst die Kommentare vor der Veröffentlichung. Das mache ich bei manchen Videos auf YouTube so. :-)

Donralfo hat gesagt…

@Bento: ...bis der Erlöser kam. Ja klar. Aber dieser Erlöser hat uns doch AUCH Richtlinien bzw. Gebote gegeben oder die alten z.T. sogar noch verschärft! Zu den Alten ist gesagt - ICH aber sage Euch...z.B. wer auch nur eine Frau ansieht sie zu begehren usw. usw.
Alles was IHR wollt, daß Euch die Menschen tun sollen usw. usw.

Ich werde nich DADURCH gerettet oder gerecht, daß ich diese Anweisungen mit schlechtem Gewissen halte, sondern allein durch die Gnade des Erlösers - ist doch selbstverständlich. Dennoch ist es mehr als sinnvoll über diese Prinzipien des Lebens nachzudenken und sich daran zu halten! Ich denke das tut JEDER, der an Jesus glaubt. Wenn einem aber scheißegal ist was Jesus seinen Jüngern so alles an Anweisungen gegeben hat frage ich mich ob man ihm überhaupt nachfolgt?

Bento hat gesagt…

danke für den Tipp.. aber solche Leute bringen mich nicht in Not! ;-))

Ja Ralf - du sprichst genau den entscheidenden Punkt an "ICH aber sage euch.." - Jesus hat die Gesetze doch nicht "verschärft", sondern "vergeistlicht" - d.h. ihren eigentlichen Sinn (dem Willen Gottes) dahinter erklärt. Nun ist es plötzlich klar, dass das äussere Vermeiden von Ehebruch nicht dem Willen Gottes entspricht, sondern eine Herzenshaltung, die frei von Ehebruch ist. Es wird auch klar, dass nicht erst die Ermordung eines Menschen das ist, was Gott missfällt, sondern die Herzenshaltung, die andere verachtet und dass dies bereits dem Töten von Menschen gleichkommt- uswusw...

Warum sollte es ausgerechnet beim 4. Gebot anders sein? Nicht dass äussere Einhalten eines besonderen Tages erfreut den Vater, sondern der Wandel im Geist, bei dem die äusseren religiösen Formen belanglos werden.

Zudem sagt Jesus ja zu den Aposteln, die die Lehre des Neuen Bundes verkünden:
Luk 10:16 Wer euch hört, der hört mich, und wer euch verwirft, der verwirft mich; wer aber mich verwirft, der verwirft den, der mich gesandt hat.

Ist doch seltsam, dass die mit dieser Vollmacht ausgestatteten Apostel es versäumt haben, auch nur EIN EINZIGES MAL auf die Bedeutung der Einhaltung der 10 Gebote hinzuweisen...

aber ich habe das doch alles schon ausgeführt in meinen Beiträgen - hast du die etwa nicht gelesen? ;-)...

Donralfo hat gesagt…

@bento: Ich hatte schon alles gelesen - aber es hatte mich nicht 100%ig überzeugt.
Ist auch schon ein Weilchen her.
Und Du hast schon recht - keiner der Apostel hat sich über DIE 10 Gebote ausgelassen. Allerdings haben sie an so mancher Stelle den INHALT derselben thematisiert wie: Ehebruch, Begierde, Habsucht etc. und deutlich gemacht daß es für Christen unangebracht ist entsprechend zu leben.

Claudia H. hat gesagt…

@donralfo: Da sprichst du ein paar Dinge an. Soll man jetzt die Gesetze halten, oder nicht? So wie du das ganz richtig erkannt hast, hat uns Jesus ein paar Richtlinien gegeben. Das sind Richtlinien, die uns die „Richtung“ angeben. Wenn wir diese „Richtung“ erkannt haben, haben wir das Wesen Gottes erkannt. Und dann fällt es uns leicht, den Willen Gottes zu tun. Wir sollten uns nicht danach ausstrecken, irgendwelche Gesetze zu befolgen. Es ist viel wichtiger, zu erkennen, was Gott am Herzen liegt. Und das ist sicher nicht, uns (seine Kinder) mit irgendwelchen Gesetzen zu knechten. Da hat er ja mit Jesus, gleich zu Anfang bei der Schöpfungsgeschichte, einen wunderbaren Rettungsplan ausgedacht.
Nein, ich halte die Gesetze in der Bibel nicht! Wenigstens nicht bewusst. Aber ich lerne Gott mehr und mehr kennen. Und dann bete ich seit über einem Jahr, mehr oder weniger regelmäßig: Herr, verändere du den Blick auf mich selbst. Das verändert radikal! Vor allem lernt man eins: „Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen.“(1. Kor. 16, 14). Das habe ich beim Lesen hier ziemlich vermisst, als ich die Post's von Harold gelesen habe.

Donralfo hat gesagt…

@Bento: Mir fiel noch ein, das eins von den 10 Geboten tatsächlich doch von einem Apostel zitiert und als Anweisung bekräftigt wurde... :-)

Eph 6,1 Ihr Kinder, gehorchet euren Eltern im Herrn, denn das ist recht. "Ehre deinen Vater und deine Mutter",welches das erste Gebot mit Verheißung ist, "auf daß es dir wohlgehe und du lange lebest auf der Erde".

Donralfo hat gesagt…

@Claudia H.: Ich glaube ebenso wenig wie Du, daß Gott uns mit irgendwelchen Gesetzen knechten will...
Aber er möchte doch daß wir seinen Willen erkennen, oder? Wir beten doch: DEIN WILLE GESCHEHE!
Und wenn wir Gottes Willen für unser Leben erkennen, dann möchten wir ihn doch auch tun, oder?

Vielleicht stören wir uns nur an dem Wort "Gesetz", weil es solch einen Klang nach Gericht und Bußgeldkatalog hat?
Im Original heißt das in der Bibel erwähnte Gesetz nämlich einfach nur "Unterweisung" und nicht Gesetz. :-)
Und bei den Geboten, wo unser Luther übersetzt hat "Du sollst" kann man auch besser übersetzen "Du wirst" (nicht töten etc.)
Ich stimme Dir zu, bei Harolds Kommentaren hörte es sich an wie ein Bußgeldkatalog und es schien der Bezug zur Liebe völlig zu fehlen.
Aber was ist Liebe denn eigentlich? Nur so ein verschwommenes Gefühl?
Und steht sie etwa im Gegensatz zum Willen Gottes?
Oder werde ich wenn ich Gott von ganzem Herzen liebe nicht seinen Willen tun? Und zwar AUS Liebe heraus? Und nicht um gerettet zu werden oder einen strengen Richter zu besänftigen?
Sondern weil SEIN Wille das Beste für mich und meine Mitmenschen ist.
Und wie erkenne ich den Willen Gottes? Durch das Reden des heiligen Geistes und das Wort Gottes - und ein Teil des Wortes Gottes sind auch die 10 Gebote.

Claudia H. hat gesagt…

@donralfo
Wenn du "Der Sabbath Teil 1" anklickst, kannst du lesen, was ich gestern geschrieben habe. Das deckt sich ziemlich mit deinem letztes Kommentar.
Gottes Liebe können wir wohl darin erkennen, dass er seinen eigenen Sohn für uns geopfert hat. Die Darstellung in Passion Christi ist gegenüber der Wirklichkeit wohl eher harmlos. Nicht umsonst haben die Römer die Kreuzigung wegen ihrer Brutalität abgeschafft.
Gottes Wille war immer schon die Liebe. Die ganzen Gesetze hat er darum erlassen. Bei einem Kind stellst du auch Regeln auf, die dem Kind als nicht wichtig erscheinen. Z.B. dass es sich von gefählichen Stellen fernhalten muss, zu einer bestimmten Zeit zu Hause sein muss,irgendwas, das ganz lecker aussieht nicht essen darf ...
Diese Gesetze waren notwendig bis Jesus kam. Jetzt "hören seine Schafe auf seine Stimme". Um ihn kennen zu lernen muss man dann schon lesen, was er so alles getan hat. Aber der Helfer (Hl. Geist), den er geschickt hat, nachdem er nicht mehr auf der Erde war, kann uns auch sehr viel weiterhelfen.
Gott und Jesus sind auch untrennbar miteinander verbunden. Jesus sagt ja: "Der Vater und ich sind eins", oder "wer mich sieht, sieht den Vater". Deshalb kannst du davon ausgehen, dass die zwei sich sehr ähnlich sind. Behaupten, dass die beiden ein und dieselbe Person sind, würde ich nicht. Aber es sind auch nicht zwei Personen. Erklären kann man sowas nicht. Versuch mal, das mit deinem Herzen nachzuempfinden. Der Verstand begreift so was nicht!
Mit dem Göttlichen ist das ganz ähnlich. Der menschliche Verstand ist da einfach zu begrenzt. Wenn du möchtest, kann ich versuchen, das mal aufzuschreiben. Ist schon ganz interessant zu hören. Aber da kommt man schon an die Grenze unseres Verstandes.

Bento hat gesagt…

@ Donralfo, Respekt - du bist ja ein gaanz kleverer Bibelkenner ;-)...
doch les mal genau, was dort in Eph.6 steht - steht dort "haltet das Gebot"? Ich würde sagen nein - hier geht es im Kontext um das Ehe- und Familienleben und da wird der Gehorsam der Kinder gegen die Eltern "in dem Herrn" angemahnt - dazu wird zwar auf das Gebot Bezug genommen und auf dessen Verheissung hingewiesen - doch "in dem Herrn" weist genau auf den entscheidenden Unterschied zu "nach dem Gesetz" - das eine ist ein Fluch, das andere ist ein Segen.

Nochwas fällt mir auf: Auch der Begriff Gehorsam ist ein anderer und viel spezifischer, als der der Ehre - ehren sollen wir schließl. alle Menschen "in dem Herrn" (1.Pet.2,17ff) aber noch lange nicht allen Menschen gehorsam sein - auch das ist ein Unterschied.

Im Übrigen habt bitte Nachsicht, ich habe meinen Standpunkt gefunden und hier dargestellt und werde nicht nochmal groß in diese Diskussion einsteigen, denn ich bin schon wieder mit anderen Themen beschäftigt ...

Gruß + Segen