Die Antwort auf diese wichtige Frage steht natürlich in der Bibel:
"Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt. Kinder, ihr seid von Gott und habt jene überwunden; denn der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist."
(1.Joh.4,2-4)
Wie oft haben wir das schon gehört und gelesen:
Jesus ist in das Fleisch gekommen.
Ja klar - er ist in Betlehem geboren und auf Golgatha gestorben, in dieser Zeit war er "im Fleisch"... doch hier geht es um etwas anderes, denn in Vers 4 wird es sehr deutlich gesagt:
DER IN EUCH IST!
"In das Fleisch gekommen" bezieht sich also gar nicht auf das irdische Leben Jesu, sondern auf die Tatsache, dass er IN UNS lebt!
Es geht dabei nicht um ein Glaubensbekenntnis, dass jeden Sonntag wiederholt wird, sondern um die WIRKSAMKEIT des Geistes Gottes in uns. Er schenkt uns Wachstum und Reife im Glauben und in der Liebe, Er schenkt Freude und Gewissheit und durch ihn werden wir unser Fleisch, alles weltliche und besonders auch alle geistlich getarnten Irrtümer
aufdecken und überwinden!
Da Jesus "im Fleisch" (also der leibliche Jesus) auch in anderen Religionen bekannt ist, weil z.B. auch Juden und Muslime und viele Esoteriker "bekennen", dass Jesus als Mensch gelebt hat, kommen wir hier mit der üblichen Auslegung nicht weiter!
Es geht hier letztlich um die Grundlage des Evangeliums und die Tatsache, dass seit Anbeginn auch ein anderes Evangelium und ein anderer Jesus gepredigt wird:
"Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasst von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium, obwohl es doch kein andres gibt; nur dass einige da sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren."
(Gal.1,6+7)
Merkmal dieser falschen Propheten sind z.B. ihre wortreichen Weissagungen, die sie angeblich direckt von Jesus empfangen, doch bei genauem hinsehen widersprechen sie der Lehre der Apostel. Andere leugnen die Ausschließlichkeit Jesu als EINZIGEN Weg und Seine Herrschaft über ALLE Mächte und Gewalten - oder sie aktivieren zwar Geisteskräfte "im Namen Jesu", doch sie haben nicht die "Gesinnung Christi" und dienen ihm folglich auch nicht:
Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Taten vollbracht?
Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!
(Mat 7:22,23)
Es gibt auch noch die etwas schwerer zu enttarnenden Geister, die zwar scheinbar die Grundlagen des Evangeliums anerkennen, aber falsche Lehren mit einschleusen. Meistens beziehen sich diese Lehren auf eine bestimmte Person, auf einen "besonders Gesalbten", den wunderbaren oder gar unfehlbaren Lehrer und Propheten, der nun endlich die wirkliche Wahrheit bringt oder sie zumindest verwaltet - all das widerspricht auch eindeutig dem "Christus in uns" der Nachfolge.
Die Verwirrung besteht also darin, dass "unheilige" Geister sich der Aufmerksamkeit der Menschen bemächtigen, sich als segensreiche Lichtbringer ausgeben und mit falscher Demut tarnen, oder auch darin, dass die Tatsache der Wirksamkeit des Heiligen Geistes und seiner Gaben "in uns" erst gar nicht gelehrt oder sogar geleugnet wird und Gläubige so in einem religiösen aber kraftlosen Leben gefangen sind. Solchermassen verwirrte Menschen vermuten dann überall den Satan selber dahinter, wenn Gottes Geist in Macht auftritt.
Der Geist Gottes hingegen wirkt immer in völliger Übereinstimmung mit dem Wort Gottes und er tut das in allen Gläubigen - daran erkennt man, dass Jesus als König "in das Fleisch gekommen" ist! Er darf kraftvoll in Seinem Leib - der Gemeinde - wirksam werden und kann so die Herrlichkeit Gottes auf vielerlei Weise in dieser Welt bezeugen.
Paulus bringt es auf den Punkt:
"Denn das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft."
(1.Kor.4,20)
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