Mittwoch, 23. April 2008

Leidenschaft und Hingabe

Angeregt durch einen bewegenden Artikel vom Wegbegleiter, habe ich mir über die Leidenschaft in der Nachfolge so meine Gedanken gemacht, die ich hier auch dem geneigten Leser anvertrauen möchte.

Es geht hierbei ja um nix weniger, als den Kern der ganzen Nachfolge!
Mir gefällt der Begriff "Leidenschaft" in dem Zusammenhang allerdings nicht so recht. Biblisch gesehen hat der keinen guten Ruf und wird im Zusammenhang mit Begierde usw. genannt (Kol.3,5 / 1.Tess.4,5) - ist schon klar was gemeint ist, aber geeigneter scheint mir hier die "Hingabe" zu sein (obwohl ich nicht eine BS gefunden habe!).

Nun will ich ja hier keine Wortklauberei machen, aber das Erste würde ich immer dem seelischen Bereich zuordnen, während das Zweite eine Geisteshaltung, eine geistliche Einstellung und Handlungsgrundlage ist.

Hier ist für mich näml. der Knackpunkt: Leidenschaften unterliegen den äusseren Einflüssen, den Gefühlen, Befindlichkeiten usw. - sie können durch eine flammende Predigt, pralle Lobpreiszeiten o.ä. geweckt und angeheizt werden, verglühen aber genauso schnell auch wieder, wenn die Bedingungen sich ändern…
Während die Hingabe eine willentliche, vom Glauben (und wenn es nur ein Senfkorn ist) und der göttlichen Liebe (agape) getragene Einstellung / Handlungsweise ist, die nicht so schnell ins schlottern kommt, die steigerungsfähig ist und vor allem Beständigkeit auch im "Krisenfall" ermöglicht.

Hier vermute ich also den "Bremseffekt", den Christen und Gemeinden erleben - im seelischen Bereich - wo wir eben noch nicht "Wiedergeborene" sind und den Bedingungen und Einflüssen der trägen Masse weiterhin ausgesetzt sind - die Leidenschaft ist selber ein Teil davon.

In der Hingabe aber haben wir beständige Gemeinschaft, sie hilft uns, unsere Schwächen tatsächlich zu überwinden.

Jesus Christus, der sich selbst für unsere Sünden hingegeben hat, damit er uns herausreiße aus der gegenwärtigen, bösen Welt nach dem Willen Gottes, unseres Vaters.
(Gal.1,4)
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1 Kommentar:

RobertMG hat gesagt…

Ja Leidenschaft für Jesus entwickeln und nicht irgendwelche Begierden nacheifern.