Sonntag, 5. Oktober 2008

Gottesbeziehung

Jeder Mensch hat eine Beziehung zu Gott. Die ist allerdings sehr persönlich und kann völlig unterschiedlich sein.

So gibt es z.B. die leugnende Beziehung: Jmd. sagt "Gott gibt es nicht" oder "ich habe nix mit ihm zu tun" und damit hat er eine negative Beziehung zu Gott.

Wir kennen auch die unsichere Variante: Es wird da schon etwas geben, aber nix Genaues weiß man nicht - und man will vor allem keine Verbindlichkeiten zulassen.

Aber auch bei den positiven Formen der gottgläubigen Menschen, gibt es gewaltige Unterschiede.

Da gibt es z.B. die "Gott ist alles / ich bin nichts-Beziehung", sie findet in verschiedenen Formen der völligen Unterwerfung an dieses Gottesbild ihren Ausdruck.

Die bibl. Gottesbeziehungen benennen die Herr / Diener-Beziehung, meistens rennt man dann durchs Leben und möchte alles richtig machen, Gottes Wort befolgen, den Menschen helfen usw.

Es wird aber auch von der Herrn / Arbeiter-Beziehung gesprochen, hierbei geraten oft der Leistungsgedanke und die sichtbaren Resultate in den Fokus.

Dann gibt es auch die Logos / Erkenntnis-Beziehung, hier wird vornehmlich das Wort studiert und die gewonnene Gott-Erkenntnis als Beziehung wahrgenommen.

Es gibt aber auch die Töpfer / Ton-Beziehung, man lässt sich und sein Leben formen und gestalten. Man weiß um die Macht und Kraft des Schöpfers und erlebt diese auf verschiedene Weise.

Wir kennen auch die Hirte / Schaf-Beziehung, hier steht das Beschützende und die Fürsorge Gottes im Mittelpunkt.

Die Vater / Kind-Beziehung wird wohl am häufigsten genannt und von Christen auch angestrebt, aber wohl nur sehr selten wirklich gelebt. Sie bedeutet nämlich u.a. völliges Vertrauen.

Jesus sagt aber auch, dass er unser Freund und unser Bruder ist, unser Retter, unser Arzt und Heiler, unser Erlöser. Wir können wie geladene Gäste auf einer Hochzeit sein oder zur Familie Gottes dazugehören - all diese Möglichkeiten sind Gottesbeziehungen und wir werden sie im Laufe der Zeit mehr oder weniger gut kennenlernen und erleben. Sie vermischen sich auch miteinander, aber wir werden uns mit einer dieser Formen, die unserer Persönlichkeit am ehesten entspricht, mehr und mehr anfreunden und identifizieren.

Doch das eigentliche Ziel ist eine reine Liebesbeziehung:

Liebender und Geliebte(r)!

Dahin will Gott uns bringen, das ist die höchste Form der Beziehung zu unserem Gott, dafür hat Jesus alles getan!

Er ist schon immer der, der uns wahnsinnig liebt und umwirbt uns wie eben nur ein Liebender es tut. Er wartet darauf und tut alles dafür, dass wir uns auf diese totale Liebesbeziehung mit Ihm einlassen, ohne Vorbehalte ohne Hintertürchen und in völliger Hingabe - als reife Menschen "Ja und Amen" sagen.

Dann erst haben wir die beste und vollkommenste aller möglichen Gottesbeziehungen erreicht - sie beinhaltet und übertrifft alle anderen bei weitem, sie ist die vertraulichste und erfüllendste Beziehung, die wir durch Jesus zu Gott haben können - sie ist das Ziel seines Weges mit uns:

Jesus will dass wir seine Braut werden und Er will sich mit uns vereinen!



"Mit dem Reich der Himmel ist es wie mit einem König, der seinem Sohn die Hochzeit bereitet. Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen und seine Braut hat sich bereit gemacht."

(Mt.22,2/Off.19,7)

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Hier noch der Hinweis auf einen wunderbaren Beitrag vom lieben Bruder Jochen:

Mehr als Reife

Der Artikel hat mich genauso zu diesem Post inspiriert, wie das Buch
eine absolut lesenswerte Lektüre von Stacy und Roy Eldredge.

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Kommentare:

Königstochter hat gesagt…

Hi Bento, sehr schön, da muss ich ja fast weinen - was ja bei mir nix besonderes ist ;-) ...
Das ist doch das, wonach ich mich so sehne - immer vertrauter mit meinem Geliebten zu werden, bis die "Brautzeit" zu Ende ist und wir zu Hochzeit des Lammes gehen - als Braut und nicht als Gast...

Und wie "der schönste Tag im Leben" (wirklich eine selten dumme Formulierung) erst der Anfang ist, ahnen wir ja noch gar nicht, was noch alles an Gutem auf uns wartet..

Bento hat gesagt…

...da hast du wohl recht, Schwesterchen - da haben wir kaum ne Vorstellung von, was das bedeutet...

und willkommen auf Bento´s total verliebtem Jesus-Blog! ;-)
(..hab ja schon länger vermutet, dass du heimlich mitliest :-D)

Bento hat gesagt…

ps - habe noch einen Link zu einem sehr bewegenden Artikel von Jochen nachgereicht, der gut zum Thema passt...

Günter J. Matthia hat gesagt…

Eine schöne Zusammenfassung der möglichen Beziehungsformen. Paulus meinte ja auch, dass die Liebe letztendlich alles überragt, dass sogar alle geistlichen Gaben und Wunder ohne Liebe nicht gerade viel wert sind.

Martin.D[x]D.nitraM hat gesagt…

Hey Bento, wo geisterst Du denn jetzt in D-Land gerade rum? Sieht man sich mal wieder? Melde Dich doch mal!
Martin

Bento hat gesagt…

Günter
Dank für Lob und inhaltl. Bestätigung!
Freut mich, dass du meine Beiträge liest, obwohl dir meine Rechtschreibung sicher manchmal in der Schriftstellerseele weh tun muß: weiß mit "s" oder persönlich mit "h"...tztztz ;-)

Martin
jo "rumgeistern"! ;-)
..hab ne Mail losgelassen.

Günter J. Matthia hat gesagt…

Och na ja, die »Schriftstellerseele« ist Kummer (im Internet vor allem) gewöhnt...

:-)