Mittwoch, 8. Oktober 2008

Versuchungen

überall lauern sie, sie scheinen Lust und Gewinn zu versprechen, führen aber zu Frust und Verlust. Es sind die gut getarnten "Angebote" des Widersachers, der jeden Menschen auf seine Seite ziehen will - also dorthin wo er schon ist: In´s Verderben. Nehmen wir diese Dinge an und machen sie uns zu eigen, so werden sie nach und nach unser Leben ruinieren und auch das der Menschen um uns herum stark in Mitleidenschaft ziehen.

Versucht werden wir ausschließlich vom Versucher. Er ist der gefallene Lichtbringer und deshalb hat er es so gut drauf, seinen Schrott als etwas Herrliches oder Notwendiges zu verkaufen.

Eine besondere Variante dabei ist für die gläubigen Menschen, die mit Gott in Verbindung sind, sie mit ihrer religiösen Motivation zu verführen und sie darin zu verstricken. Ich will hier nicht in Einzelheiten gehen - jeder kennt das.

Grade das Wort Gottes selber wird hierfür gerne genommen. Entweder nach dem Motto "sollte Gott etwa gesagt haben" werden klare Ansagen hinterfragt ob das überhaupt "sein kann" und "Sinn" macht, oder es werden Aussagen vordergründig gedeutet und nicht nach ihrem geistlichen Inhalt.

Der Punkt ist: Je mehr du in den Segen und deinen Dienst hineinwächst, umso heftiger werden die Attacken. Mit 3 üblen Tricks werden wir davon abgehalten, überhaupt in unser gottgewolltes Leben zu gelangen, Jesus selber hat das erlebt, als er sich vorbereitet hat und bevor er dann in seine Berufung kam (Mt.4,1ff)

Da sind zuerst die materiellen und körperlichen Bedürfnisse und Notwendigkeiten.

Du musst doch was zum essen haben usw., wenn du darauf schon nicht dein Hauptaugenmerk richtest, dann nutze doch wenigstens deine geistigen Fähigkeiten dazu, für deine Versorgung zu sorgen. (V.3)

Dann kommt der Hochmut.

Mann du bist ein Kind Gottes, du kannst machen was du willst und wirst nicht "fallen". Auch diese an sich wahre Aussage, kann uns verleiten, etwas zu wollen, was nicht Papas Wille ist und uns in etwas hinein zu stürzen, was gar nicht unsere Sache ist. Das führt zu kraftlosem Hochmut, anstelle der kraftvollen Demut, in der wir Gottes Wege gehen. (V.6)

Wenn alles nix bringt, dann kommt ein offenes Angebot:

Übertreib es nicht mit deiner Berufung, wende dich den schönen Dingen des Lebens zu und geniesse so den Segen. (V.9)

Erst wenn wir auch diesem verlockenden Angebot klar wiederstehen, kann Satan bei uns nix mehr reißen und die Engel können uns voll dienen und werden uns nicht mehr von der Seite weichen.

Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, es traten Engel zu ihm und dienten ihm.

(Mt.4,11)

***

Kommentare:

Sabina hat gesagt…

woher hast du eigentlich immer diese netten Bildchen her?

Bento hat gesagt…

hähä - das verrate ich nicht...
(weil ich es gar nicht mehr weiß :-9 - irgendwo im Netz gefischt...)

Mithrandir hat gesagt…

Hallo Bento,
ich möchte auch mal was zu diesem Blog sagen, nicht nur zu meinem eigenen "Schmalz". Du sagst:

"Versucht werden wir ausschließlich vom Versucher. Er ist der gefallene Lichtbringer und deshalb hat er es so gut drauf, seinen Schrott als etwas Herrliches oder Notwendiges zu verkaufen."

Klar, der "Dunkle Herrscher" ist der Urheber vieler Versuchungen. Irgendwo in der Bibel ist zu finden " ... Gott versucht aber niemanden (klar), sondern jeder, der versucht wird, wird von seiner eigenen Lust versucht und fortgezogen ..." (müsste ich zuhause mal genau suchen, bin jetzt im Büro).

Ich habe mal eine gute Auslegung eines Bibellehrers dazu gehört: Es gibt grundsätzlich 3 Quellen, die uns zum Bösen versuchen:

1. der Teufel (klar, das versucht unser ganzes Leben lang). Was steht auf dem "Meister-Ring" bei "Herr der Ringe" geschrieben? "Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, sie ins Dunkel zu treiben und auf ewig zu binden". Wie passend ... der Teufel und seine Knechte machen permanent Überstunden in dieser Sache.

Aber es gibt auch andere "Quellen" der Versuchung.

2. andere Menschen (oder, wie es fromm zutreffen heißt: Die Welt). Das sind keine dämonischen Kräfte, einfach Menschen wie du und ich, aber sie können uns zum Bösen hinziehen. Der Teufel steht dabei nur grinsend in der Ecke, muß gar nicht eingreifen

3. wie im bruchstückhaft zitierten Vers angedeutet: Wir selbst! Unser (wieder geistliches Vokabular) Fleisch! Die Natur des "alten Adam", des gefallenen Menschen. Klar, sie spielt dem Teufel in die Hände, aber in uns (selbst im hingegebenen Christen) ist soviel Potenzial zum Bösen, da brauch es keinen "Versucher", um das zu heben.

Ich habe davon gehört, daß in manchen Gemeinden alles und jedes dem Teufel bzw. Dämonen zugeschrieben wird. Da wird über einem Bruder gebetet, daß der Dämon des Zigaretten-Konsums von ihm ausfahre. Oder über der Schwester, daß sie vom Dämon der üblen Nachrede befreit werden. Was für ein Unfug! Aus unserem Herzen kommen die unreinen Gedanken! Es ist ein Kampf mit Gebet, den nur der HEILIG GEIST zum Sieg führt, aber solche Bindungen sind unsere eigenen, der "Versucher" lacht sich schlapp, wenn ihm diese zugeschrieben werden.

So, jetzt muß ich aber mal zum Wohle der Firma arbeiten und nicht länger der Versuchung des "Blog-Kommentar-Schreibens" erliegen (hihihi)

Bento hat gesagt…

...also Mitrandir ich bin entsetzt - du erliegst ja wirklich jeder Versuchung -
tztztz ;-)

Mit meiner Aussage, die du zitierst, wollte ich zunächst klarstellen, dass nicht Gott uns versucht. Du sagst das sei klar, ist es aber längst nicht jedem - mancher denkt schon, Gott sende da einen Test um zu gucken, ob wir ihn bestehen...
das hängt villt. auch damit zusammen, dass das Vaterunser so übersetzt ist und oft verstanden wird, als führe uns Gott in Versuchung - allerdings macht der 2. Teil des Satzes klar: ..sondern erlöse uns von dem Bösen! (Mt.6,13)

Du hast nat. recht, Versuchungen werden oft durch andere Menschen an uns herangetragen, oder Sitzen in unserem Fleisch - doch das sehe ich wie so Vieren und Krankheitserreger, die sind eben da, oder werden übertragen, doch ob sie sich vermehren und ausbrechen können oder nicht hängt von der Hygiene und unserem Immunsystem ab.

Also ich bin auch völlig entsetzt, wenn hinter jeder Ecke ein Dämon vermutet wird, das ist einfach die völlig falsche Perspektive und macht uns erst recht anfällig, weil wir uns dann ständig mit den Mächten der Finsternis beschäftigen.
Ich halte es grundsätzl. für besser, das Licht anzumachen, als zu versuchen, die Dunkelheit Eimerweise rauszutragen... ;-)

Was du zitierst ist aus Jak.1,13ff und nat. sind die Begierden Teil des Fleisches, sie sind aber nicht mehr unser eigentl. Wesen wenn wir von neuem geboren sind.
Und aus unserem Herzen kommen sie schon gar nicht, denn da wohnt Christus!
Das ist ja genau der Kampf, den kennt die Welt nicht, sondern sie WOLLEN letztlich nach ihren Gelüsten leben und ihr eigener Herr sein... der "Vater" dieses Irrwegs ist und bleibt aber der stinkende Müllsack! (Joh.8,44)

Begierrden sind da - klaro, aber sie werden nicht empfangen und Sünde gebären, wenn wir im Geist wandeln - SO werden wir die Begierden des Fleisches nicht erfüllen.
Viele denken, wenn ich erst mein Fleisch überwunden habe, dann werde ich aus dem Geist leben können, in Gemeinden wird so gepredigt und viele leiden unendlich darunter - DARÜBER lacht sich der Lügner schlapp - es funktioniert nämlich genau umgekehrt (Gal.5,16)!

Segen