Freitag, 11. Januar 2008

Gebet und Kampf

Für viele ist das Beten ein Ringen und ein Kampf und manchmal gelingt es uns nicht, aus diesem Kampf siegreich hervorzugehen und aus dem Gebet Kraft zu schöpfen.


Wenn dies häufiger geschieht, kann es schon zu einem Kampf werden überhaupt zu beten...


Die erste Schwelle, die wir überwinden sollten, ist ein weltbezogenes Gebet: Zwar gehört hier die konkrete Fürbitte usw. hin, aber als Christ brauche ich doch nicht ständig um Schutz und Segen für meinen (heutigen) Weg zu bitten usw. - eher schon sollte ich dafür danken, dass ich beschützt und gesegnet bin!


Die zweite "Hürde" ist ein seelisch (ich) betontes Gebet zu beten, d.h. in unseren Gefühlen und Befindlichkeiten, Sorgen und Ängsten, Hoffnungen und Wünschen etc. zu "schwelgen", so wichtig es auch ist, dass dieser Bereich ganz gereinigt wird, so geschieht dies doch nur, wenn wir in die geistliche Realität durchdringen und unser persönliches "Dilemma" hinter uns lassen.


Hier in unserem Geist, werden unsere Gebete zu wahrer Anbetung und hier wird der Geist Gottes uns in Kraft und Reinheit begegnen und antworten, den wir sonst nur "schwach" und oft so undeutlich wahrnehmen. Unsere Gebete sollten also "so schnell wie möglich" diesen Bereich betreten oder gleich "oben" anfangen.


Mit etwas Übung brauchen wir unser Gebet dann gar nicht mehr zu "beenden", sondern ein Teil unseres Bewusstseins (unserer Aufmerksamkeit) kann dort auf "Empfang" bleiben ... "betet ohne Unterlass" kann nur hier - im Geist - geschehen.


Ist es eine zu steile Ansage wenn ich behaupte, dass der "eigentliche" Kampf ohnehin hier - in dem Ringen um die Begegnung unseres Geistes mit dem heilsamen Geist Gottes - entschieden wird und alles andere nur "Nebenkriegsschauplätze" sind?


Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

(Joh.4,24)


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

lieber Bento, was denkst du über das Thema "geistliche Kriegsführung und terretoriale Geister"?

Bento hat gesagt…

Lieber Anonym,
wie ich im Artikel bereits schreibe, sehe ich den eigentlichen Kampf darin, sich von einer weltlichen und ichbezogenen sichtweise zu lösen und fest auf der geistlichen Realität zu stehen. In dieser Realität ist der Feind besiegt und er weis das auch, mitsamt seinem Gefolge (Damönen). Wir sollten uns niemals zu einem Kampf mit ihnen herablassen, sondern sie binden oder vertreiben.

Dem hierzu oft zitierten Vers von Paulus in Eph.6:12 geht die Aussage voraus, dass wir gegen die "Listen" des Teufels (also Lüge, Täuschung, Verwirrung usw.) standhalten sollen - das ist der "Kampf" in dem wir bestehen müssen, denn dies sind die einzigen Waffen des besiegten Feindes!

Genauso verhält es sich auch mit den sog. "territorialen Geistern" - wir lesen nichts davon in der Schrift dass Jesus oder die Apostel gegen sie spezielle Maßnahmen ergreifen.
Jesus hat ALLE Macht im Himmel und auf der Erde!