Samstag, 26. Januar 2008

Neues Leben

Durch den Glauben an Jesus ist er zu unserem Herrn und zum Retter unserer Seelen geworden, hat er uns mit Gott versöhnt und haben wir seinen lebendigen Geist bekommen, der uns zum ewigen Leben leitet - so könnte das Evangelium in Kurzform lauten.

Da unser Geist bis zu unserer Bekehrung tot war und unser Leben so auch nur den Tod als Ziel kannte, ist dieser erst durch Gottes Geist in der Wiedergeburt (aus Wasser und Geist) lebendig geworden, haben sich die Vorraussetzungen grundlegend geändert und unser ewiges, göttliches Leben hat nun begonnen. Diese ewige Erneuerung kann uns nicht mehr genommen werden, es ist der Heilige Geist Gottes, durch den wir nun leben und alle Verheissungen des Vaters haben.

Ab nun aber auch in diesem neuen Leben zu wandeln ist eine Aufgabe, die wiederum nur durch den HG geschehen kann und nicht aus uns selbst heraus. Bisher waren wir gewohnt, aus unserer eigenen Kraft, unseren Ideen, Wünschen, Fähigkeiten usw. heraus zu leben, nun aber möchte und kann Gott selber durch seinen Geist die Leitung übernehmen. Allerdings sollen wir ihn darum bitten und ihm willig die Führung überlassen, darauf vertrauend, dass Er es besser weiß und kann als wir. Es ist die Kapitulation unseres Ego-Lebens.

Wir können durchaus auch als im Geiste erneuerte Menschen noch in unserem alten Leben wandeln und viele tun dies auch.

Damit dies nicht geschieht und unsere Nachfolge nicht fruchtlos bleibt, müssen wir die Motivation für alles Denken, Reden und Tun einzig in Ihm suchen und unser eigenes Streben und alle Bemühungen einstellen. Unsere Seele als Sitz unseres innersten Verlangens und Denkens, Verstehens und Empfindens, unserer Freude und Leidens, all das ist nun nicht mehr auf die Bedürfnisse des körperl. Lebens in der mat. Welt gerichtet, sondern einzig auf Gott, dem wir in unserem Geist begegnen und mit dem wir durch den Heiligen Geist innigst verbunden sind. So geschieht dann auch der Wandel in einem völlig neuen Leben, das nicht mehr einzig den menschlichen und natürlichen Gesetzten unterworfen ist, sondern der Kraft Gottes.

"Wenn wir im Geiste leben, so lasst uns auch im Geiste wandeln" (Gal.5,25)

Kommentare:

Sarah-Nicole hat gesagt…

hi du
hab dich beim Blog von Martin gelesen, danke das du dem Gebet ein Amen gesetzt hast, das ist ganz schön!
ICh segne dich jetzt einfach mal mit PSalm91

Segen die Nicole

Bento hat gesagt…

Hey Nicole - das ist sehr lieb von dir,
Psalm 91 ist eine starke Ansage!

Segen
Bento

bee hat gesagt…

Hi Bento!
Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist nicht das bewußte Abschwören. Petrus hat auch ganz bewußt abgeschwört und sein Beichtgespräch ist als eines der schönsten ever im Evangelium gelandet. Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist die Weigerung Gottes Gericht und Vergebung anzunehmen. Also der bis zum Tod durchgehaltene Selbstausschluß von der Versöhnung.
Gnade ist keine Rammschware, die man mal eben erstehen kann. Sie hat Gott unendlich viel gekostet und sie sollte uns auch kostbar sein. Sünde ist immer ein Akt des Menschen der Folgen hat in dieser Welt, bei Gott und für den der sündigt und für die Leute um ihn herum. Daher ist es wichtig, dass man nicht einfach schwamm-drüber sagt, sondern sich damit auseinadern setzt. Nur weil wir Gottes Kinder sind, heißt es nicht, dass alles hier Kindergarten ist. Im Gegenteil, dieses Leben ist der Ernstfall. So wie Sünde ein Akt ist , ist Reue auch ein bewußter Akt, bei dem man sich schon etwas anstrengen darf. Sonst wird sehr bauschig und happy-clappy an und ziemlich körperlos.

Bento hat gesagt…

Hallo bee,
danke für diesen Kommentar, er gehört aber eher zum Post "Es gibt eine Ausnahme" -

Deine Annahme bezgl. "Sünde wider den HG" könnte so richtig sein, wenn im Zusammenhang nicht eindeutig von denen die Rede ist, die "einmal erleuchtet worden sind... Anteil bekommen haben am Heiligen Geist" usw. und sich DANN abwenden - wie kann das bei einem Unerlösten, nicht Widergeborenen überhaupt der Fall sein? Petrus hatte übrigens keinesfalls in seinem Herzen dem Herrn abgeschworen!

Du hast bei Christof Bezug auf "müht euch mit Furcht und Zittern..." (Phil.2,12) genommen. Abgesehen davon, dass diese Stelle sehr unterschiedlich übersetzbar / verstehbar ist, sagt schon der folgende Satz V.13 deutlich WIE das geschehen kann: ALLEIN durch Gottes Kraft und nicht aus eigener Bemühung! Das "Wort des Lebens" aus V.15, das wir "festhalten" sollen, um als "untadelige Kinder Gottes" zu gelten, ist imho eben genau das Evangelium der unverdienbaren Gnade Gottes, einzig aufgrund des Glaubens an Jesu machtvolles Opfer..

Wer könnte wohl Interesse daran haben, dass dies nicht geschieht und wir uns stattdessen mehr darum bemühen, dass wir unser Heil bewahren?
Natürlich sollen Christen bemüht sein, in das Neue Leben hineinzuwachsen (siehe dieseer Post), das uns bei der Wiedergeburt geschenkt wurde (Geist), und den alten Ego-Menschen (Fleisch) mit seinen Wünschen, Bestrebungen, Meinungen usw. (= Sünden) abzulegen - HIER findet der eig. Kampf eines Nachfolgers statt.

... was soll also das ganze "Rammschware, Kindergarten, Schwamm drüber" - Gerede??

bee hat gesagt…

Nun, für mich hört sich, dass was Du schreibst schon sehr nach Wellness-Christentum an. Was wohl grundsätzlich an unsererverschiedenen konfessionellen Ausrichtung liegt. Wobei auch jemand wie Dietrich Bonhoeffer auf evangelischer Seite schon angemerkt hat, dass es nicht ganz gefahrlos ist, einfach davon auszugehen, dass mit der Taufe schon alles getan ist und ein es eine Mitwirkung am Heil nicht ganz umgangen werden kann. - Auch wenn das eigentlich ein NONO auf ev. Seite ist. Ich denke, es geht eben nicht darum, möglichst seine eigenen Bestrebungen einzustellen, sonndern sie in den Dienst zu stellen.
TW: Woher weißt Du wie es im Herzen Petri ausgesehen hat, bevor der Hahn krähte?

Bento hat gesagt…

aber hallo - Petrus LIEBTE Jesus, er hatte nur Angst um seine eigene Pelle!!
- übrigens sehr aufschlussreich, wenn man die "Folgen" dieser "Sünde" betrachtet - sie hatte NULL Bedeutung für seinen geistgewirkten Dienst...

..echt - mach ich auf dich den Eindruck eines "Wellness Christen"? is ja nDing!
ich habe auch nie gesagt, dass mit der Taufe "alles getan" ist - vielmehr BEGINNT damit ja erst das Neue Leben..

Für mich ist der Kampf den ich kämpfe eben schlecht vorstellbar, wenn ich mich dabei auch noch ständig um mein Heil sorgen müsste - hab ich´s noch, oder schon nicht mehr? was muss ich tun um es wiederzuerlangen? - sowas stürzt viele Jünger in Verzweiflung aufgrund ihres ständigen "Versagens" und nicht wenige schmeissen aufgrund dieses sinnlosen Unterfangens das Handtuch... das halte ich NICHT für die frohe Botschaft und das befreite Leben, wofür Jesus geblutet hat und in das uns der Heilige Geist leiten will..

"die eigenen Bestrebungen in den Dienst stellen", hört sich gut an, ist aber immernoch Menschenwerk und stärkt das (fromme) Ego - wir sollen uns ganz wegschmeissen für ihn - "Wer SEIN Leben verliert um meinetwillen, der wird es [das NL aus dem Geist] finden." (Mt.16,25)

villt. haben wir deshalb so unterschiedl. konfessionelle Ausrichtungen, weil ich überhaupt keine habe... ;-)

bee hat gesagt…

See Bento,
Du hast eine konfessionelle Ausrichtung, auch wenn es dir nicht klar ist, bist Du sehr evangelisch.
Das zeigt sich u.a. an der ablehnenden Haltung gegen fromme Werke.
Was Petrus angeht, hatte es schon Folgen seine Liebe nicht zu zeigen. Nehmen wir mal John. Dort korrespondiert 13,36, 18,25ff und 21,15ff miteinander. Die Fragerei aus 21,15 ist unangenehm, aber ich denke genau so müssen wir uns auch ab und an fragen lassen, ob unsere Klappe und unser Tun zusammen passen. Er erhält seinen Auftrag und die Chance seine Taten seiner großen Klappe anzugleichen. Das ging nicht ohne Hilfe aber auch nicht ohne eigenes zutun. Es ist kein sinnloses Unterfangen auch wenn Versagen und Niederlagen häufiger sind als Siege. Gott wird auch die Niederlagen verwandeln.

Bento hat gesagt…

Hallo bee - interessant das!

"Er (Petrus) erhält seinen Auftrag und die Chance seine Taten seiner großen Klappe anzugleichen."
das sehe ich - wer hätte es gedacht ;-) - anders:

Die Lektion war doch, dass das Eine mit dem Anderen nichts gemein hat.
Alles Wollen (aufm See wandeln), aller Eifer (Ohr abhauen bei Jesu Gefangennahme) und alle heren Ziele und Beteuerungen (folge dir überall hin bis in den Tod), sind sinnlos, wenn wir nicht auf Jesus schauen bzw.an seiner Hand gehen (See), auf ihn hören (steck das Schwert weg) und wenn uns nicht der Heiligen Geist dazu ausrüstet und befähigt! Erst dieses Eingreifen Gottes, befähigt die verängstigten und unsicheren Jünger (obwohl längst i.d.Lehre unterwiesen und mit Jesus unterwegs), ihr Versteck zu verlassen und furchtlos, kraftvoll und effektiv Jesus als den Christus zu verkünden!

Joh.21,15ff macht deutl. dass letztlich nur die Liebe zu Jesus zählt.

mom - ich habe nix gegen "eigenes zutun" gesagt, wenn wir einem göttl. Auftrag folgen, was ich sagte richtet sich gegen "fromme Werke", die wir selber für die richtigen halten und dann auf den Segen Gottes hoffen, weil wir uns ja soviel Mühe geben... das halte ich i.d.Tat auch für "sinnlos" - obwohl diese Aussage (Verzweiflung / Versagen) bezog sich auf die "Bewahrung des Heils".

..da gibt´s evang. Theologen, die das anders sehen, mit meiner Ausrichtung...
"konfessionell" bedeuted sich auf das Glaubensbekenntnis einer best. Glaubensgemeinschaft zu beziehen.

Worauf beziehst du dich?

bee hat gesagt…

Also, wer Liebe und Handeln als untrennbare Einheit sieht, wird wohl katholisch sein. ;-)
Konfession kommt zwar von Confessio, Geständnis, aber meint unterschiedliche theol. Strömungen. Ich hoffe ja mal, dass Du weder Probleme mit dem Nicäa ( incl. qui ex Patre Filioque procedit) noch mit dem Apostolischen hast.
Sicher ist Petrus fast untergegangen, weil er zweifelte, aber aus dem Boot zu klettern war seine Idee, nicht die von Jesus.

Bento hat gesagt…

...sag ich doch - Motivation war seine - der Auftrag kam von Jesus: "Er aber sprach: Komm!"