Freitag, 4. Juli 2008

Anfechtung

upps - da hat es mir doch fast die Sprache verschlagen...

Seit ich mich durch verstärktes Gebet und Lobpreis noch entschiedener nach Gottes Gegenwart und Herrlichkeit ausstrecke, schmeißt mir diese Welt ihre Scheisse plötzlich in einem kaum gekannten Ausmaß hinterher... das könnte einen ja fast umhauen und in Traurigkeit stürzen, wäre da nicht diese Gewissheit und die Freude, dass es nur die Anzeichen für einen weiteren Durchbruch in die Freiheit sein können - HALELUJA!!

Kein Wunder, dass Satan am Rad dreht, der stinkende Schleimbeutel hat keine Möglichkeiten mehr, denn wo er vielleicht in meinem Leben noch ein Eckchen hatte seine faulen Eier auszubrüten, da fällt nun Gottes Licht verstärkt hin und diese Brut hat keine Chance...

Es ist allerdings der Hammer, wenn es auch durch Leute geschieht, die einem nahestehen, doch durch wen sollte der Looser uns denn sonst so richtig an´s Bein pissen? Wow, da braucht man wirklich die komplette Waffenrüstung - aber wenn sie nur im Schrank liegt, ergibt es ja keinen Sinn und niemand sieht, wie herrlich sie wirklich ist!

Also ich erzähl euch jetzt hier keine Story, wie gemein alle sind, sondern wie herrlich und siegreich unser Jesus ist, von dem wir ALLES haben, wenn wir es brauchen. Und dass die Schatten der Dunkelheit uns nichts können - dort ist nämlich kein bisschen Kraft, sondern es fehlt da nur das Licht!!

Lasst uns also immer beten, so wie Jesus noch am Schluss:

"Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!"

***

Kommentare:

sabinaonline hat gesagt…

sehr schön ... JAA - die Schatten können uns nichts und wie schön, dass du trotz des Schocks im Licht wandelst.

Das hat auch wirklich 6 Labels verdient :-)

wegbegleiter hat gesagt…

Und dennoch ist es schwer, Menschen zu lieben, die einen verletzen... naja: und wie entscheidet man, wer vom Teufel eingespannt wird und mit wem man einfach nur menschlich Schwierigkeiten hat? Steckt hinter allem der Gehörnte? Oder nicht nur manchmal das allzu Menschliche... frage ich mich manchmal. Aber natürlich: toll, dass du diese Freiheit erfährst, die Angriffe richtig einzuordnen... ich finde das nicht immer so einfach...

Bento hat gesagt…

huhu Sabina,

..es wären sogar fast noch mehr Labels geworden:
Glaube, Hl. Geist, Persönliches, Segen, Vertrauen...
;-)

hi Wegi,

huch, auf die Idee bin ich ja noch gar nicht gekommen - es ist für mich auch keine Frage der Entscheidung, sondern der Unterscheidung (= Beurteilung). Wenn ich die Dinge geistlich beurteile, dann kann ein Mensch von Lüge, Angst oder Hass geleitet sein (= Kotzbrocken hat ihn im Griff), oder eben von der Wahrheit, Licht und Liebe (=Gott/Hl.Geist). Der Mensch hat lediglich "die Wahl", welchem Einfluss er sich hingibt - beachte - Wahl steht in Gänsefüsschen, denn wer nicht neugeboren ist, kann ja nichtmal etwas davon sehen oder verstehen und ist sowieso in der Hand des Schlatans! (z.B. Joh.8,43-45)
...menschlich betrachtet könnte man natürl. sagen, dass sind nur Schwächen, Charaktereigenschaften, Probleme zwischen Menschen usw... wenn ich aber im Geist wandel (=Wahrheit/Licht), werden ja nicht nur meine eigenen Fehler offenbar, sondern auch die der Anderen, das führt zu Geschrei, Anfeindung und Unterstellungen (Joh.8,48-59) - wenn ich da jetzt den Menschen als Ursache sehe, dann fällt vergeben und lieben wirklich schwer, ja wird fast unmöglich - oder?

wegbegleiter hat gesagt…

Okok, aber ist schon ziemlich krass so. Bin ich automatisch, wenn ich meine Frau zu Unrecht anpampe (wobei anpampen nie gut ist), vom Teufel persönlich getrieben? Der ja gar nicht überall sein kann und deswegen ja seine Hilfsgeister hat? Oder ist es simpel das Fleisch in mir, das natürlich auch irgendwo auf den Gehörnten zurück zu führen ist, aber doch eigentlich in meiner Verantwortung steht. Ich kann da ja nicht sagen: ach, war nur der Teufel. Sondern muss selbst Verantwortung übernehmen. Jakobus 1 macht ja deutlich, dass wir nicht vorschnell den Teufel vorschieben sollen, sondern einfach realisieren sollen, dass ein ganzer Haufen an Problemen aus uns selbst heraus kommt. Sprich: aus dem alten Menschen. Hier würde ich noch unterscheiden wollen: hat ein Mensch, der mich angeht, geradezu diabolische Kraft oder lebt er simpel aus dem Fleisch - wie die meisten Menschen, so sie Gottes Geist nicht in sich tragen. Muss ich wirklich dem Kollegen, der nebenan am Schreibtisch nackte Frauen auf dem PC anguckt unterstellen, er sei in diesem Moment vom Teufel getrieben? Sehr wohl aber vom Fleisch... weiss nicht, ob du meine Unterscheidung verstehst. Aber ich habe vom Teufel getriebene und teilweise belastete Menschen erlebt und das hat einfach eine andere Qualität, naja Qualität ist wohl das falsche Wort...

sabinaonline hat gesagt…

Das sind hier sehr gute Gegenüberstellungen, und wenn ich es mir recht überlege, ist die Unterscheidung sicherlich nicht einfach.
Ich kenne es, verurteilt zu sein "der Teufel hätte mich fest in den Krallen" (ob mit oder ohne Grund sei dahin gestellt) und ich kenne die Not, die dann bei mir als Jesukind entstanden ist und wie ich bitterlich geweint und gelitten habe. Letztendlich hatte der Teufel sicherlich verblendet, aber die Reaktion von diesem Menschen, mich so zu verurteilen, war reiner persönlicher Lebensfrust, der an mir abgeladen wurde. Und es war ein Christ, also manipulativ gewusst wie ... :-/

Was mir dann geholfen hat: Mir wurde klar, welch ein Schwachsinn es wäre, dieser Behauptung mehr zu glauben als die besiegte Freiheit durch Jesus. Trotzdem habe ich mich immer gefragt, wo der eigentliche Stachel sitzt, warum mich das so berührt oder das jetzt in meinem Leben passiert ist. Und entdecke ich den Stachel, dann habe ich ein Chance, ihn ebenfalls zum Licht zu bringen. Denn ich bin schon davon überzeugt, alles hat seine Ursache und bekommt eine Chance der Heilung.

Jeder von uns kann hier aber nur pauschal antworten, eine rein persönliche Antwort bleibt schwierig.

Menschlich versage ich täglich "was ihr einem geringsten getan habt, dass habt ihr mir getan" - schon allein, wenn das Wetter hier so schwül ist und ich von der Arbeit total müde bin, vergesse ich meine aufopfernde Nächstenliebe und lass auch mal jemanden im Regen stehen. Willkommen im Club, Wegbegleiter ;-)

marco hat gesagt…

Lieber Bento,
zum Thema Anfechtung muss ich in letzter Zeit immer an einen Eintrag aus Hasos Blog denken, der wirklich Mut macht. Hier geht es zwar nicht um die zwischenmenschlichen Aspekte Deiner persönlichen Anfechtung, aber er macht bestimmt trotzdem Mut. Vor allen Dingen ist der Post wirklich erfrischend geschrieben; also viel Spass beim Lesen: "Von Mao lernen heißt siegen lernen" http://tafel.4haso.de/?p=102

Lieben Gruß und Gottes mächtigen Segen,

marco

sabinaonline hat gesagt…

Danke für den Link Marco. Auch für mich mutmachend.

Bento hat gesagt…

@ Marco

jo - sehr schöner Beitrag das! Mir geht es auch die ganze Zeit im Kopf herum - er brüllt WIE ein Löwe, aber er ist ja gar keiner! JESUS ist der Löwe aus dem Stamm Juda!!
Also kein Grund sich in die Hose zu machen :-)
- achso - und bloß kein Stress bei unserem Projekt!! ;-)

@ Sabina

..also manchmal komm ich mir schon fast blöd vor, wie unbedarft ich an solche Themen rangehe - bin aber doch auch sehr dankbar dafür, dass ich das kann und mir so manche böse Erfahrung erspart blieb...

das ist ja Oberkrass, was du da schreibst Sabina!
Nicht im Traum käme ich auf die Idee, jmd. sowas zu sagen, dass ist wirklich nur völlig unangebrachte Anmassung und zeugt von Null Durchblick - geschweige denn Liebe...sowas unter Geschwisstern - puuh
Prima, wie du damit umgegangen bist, aber das wird ein harter Knochen gewesen sein - bzw. lese ich das richtig, dass der Stachel noch nicht ganz raus ist?...

@ Wegi

neee - du bist automatisch NICHT vom T. getrieben!!!
Denn 1. gehörst du Jesus und niemand reisst dich aus seiner Hand, und 2. machst du dir da Gedanken drüber, und das besagt ja schon, dass du es von "der anderen Seite" aus betrachtest...
Wenn es dir bei sowas so geht wie mir, dann wirst du da zwar mind. genauso drunter leiden wie deine Frau, aber das Unrechstbewusstsein (selbst bei "faktisch im Recht sein"!) ist ein klares Werk des Hl. Geistes!
Für gaaanz wichtig an der Stelle halte ich dann, es als Lektion, Aufgabe, Herausforderung zu begreifen und dankbar für diese Betrübnis zu sein!! Dann wird sowas nicht unser Gewissen belasten und am Ende zu Vorwürfen und Zweifeln führen: Wie konnte ich nur wieder so versagen, ich bin immernoch auf dem falschen Weg und lebe der Liebe Gottes unwürdig...uswusw - sowas ist dann best. NICHT vom Hl.Geist...

Wie gesagt geht es hier aus meiner Sicht um Beurteilung und NIE um Verurteilung! (Kollege usw)
Deine Unterscheidung verstehe ich gut, auch die Ansage "das ist aber krass" - allein, wie hilfreich ist denn das, bzw. ist doch das Fleisch nur ein Synonym für "die andere Seite", denn das Fleisch selber kämpft ja nicht gegen den Geist...
Ja - es gibt da unterschiedliche Qualitäten - ähh Intensitäten - genauso wie beim Leben im Geist: Mancher Christ ist sich dessen gar nicht bewusst und erlebt es von daher auch nicht, und mancher setzt alles daran und doch hat der Eine nicht MEHR Geist, als der Andere...

btw - die Erkenntnis, dass es hier nur entweder - oder gibt, ist doch auch eine starke Triebkraft für das Evangelium zu kämpfen und den Menschen aus dem Schlummerland des Verderbens zu helfen.

Segen euch!

sabinaonline hat gesagt…

Zitat: "..also manchmal komm ich mir schon fast blöd vor, wie unbedarft ich an solche Themen rangehe"

Vielleicht ist deshalb dein Blog aber beliebt? Erfahre ich doch hier eine andere Sicht der Dinge.

Ob du es glaubst oder nicht: ich denke oft (hatte es schon im vorherigen Kommentar geschrieben und dann wieder gelöscht), dass du in der Tat in Portugal recht weit weg bist von dem was uns hier in Gemeinden und Alltag so herum treibt. Deshalb kam an anderer Stelle auch von mir die Bemerkung, bei Bento werden nicht nur schwer erziehbare Jugendliche geerdet. Damit wir Leser wieder geistlich auf den Boden der Tatsachen zurück kommen, solltest du noch ein paar Betten freihalten ;-)

Zitat "bin aber doch auch sehr dankbar dafür, dass ich das kann und mir so manche böse Erfahrung erspart blieb..."

Das kannst du in der Tat sein.
Trotz allem hast auch du manche böse Erfahrung gehabt - entscheidend: sie ist im und durch das Licht verwandelt.

Segen dir.
Sabina

maze hat gesagt…

Witziger Weise hatte ich am Freitag auch ziemliche Anfechtungen. ich wurde allerdings nicht durch andere Mitmenschen angefochten, sondern auf geistlicher Ebene. Mir ging es reht beschissen - ich war schlapp und müde und es hat sich dann noch jemand bei mir genmeldet, wo ich dann Entscheidungen treffen sollte, die ich nicht einfach so treffen konnte. Mir hat Gott an diesem Tag echt gefehlt - obwohl ich wusste, dass er da war. Aber ich spürte seine Nähe nicht. Ich habe mich in den Wald verkrochen um stille Zeit zu machen. Es ging mir dadurch wieder besser, aber entscheiden konnte ich immer noch nicht. Erst nachdem mir Gott am späten Abend durch ein Bild mit einem Schmetterling klar gemacht hat, dass er neues schafft, sind mir 1000 Steine vom Herzen gefallen. Neues schaffen heißt auch oft, dass das alte weg muss; und dass das alte nicht in der Form wieder kommt. Aber dem alten wachsen Flügel. Und Gott macht nur tolle neue Sachen.

Daniel Brüßler hat gesagt…

Na, ist ja heftig. Vom 3.7. bis gestern hatte ich auch Anfechtungen - und zwar körperliche. Laute Dinge die mir die Laune vermiesen sollten und verhindern wollten dass ich unter Leuten bin. Hab einfach immer wieder gesagt "Jesus ist Sieger!" und das auch so gemeint. Denn so IST es ja. -- und ich hab Papa gedankt, dass mein Glaube bzw. das Vertrauen in Ihn dadurch stärker werden wird. :-)

the faith gets developed by confession, by action and through trials

Daniel Brüßler hat gesagt…

Kleine Anmerkung: In einer Predigt habe ich gerade gehört, dass man im Geist dann wirklich stark werden kann, wenn man vorher seine Schwäche wahr genommen hat.

Und wann nimmt man seine Schwäche wahr? Nur in einer Anfechtung, oder?

sabinaonline hat gesagt…

Jetzt muss ich mich hier tatsächlich mal selber fragen, ob das der Grund war, weshalb auch mit mir am Wochenende nichts anzufangen war. Und ich dachte, es liegt am Wetter und an meiner Unausgeschlafenheit.

Daniel Brüßler hat gesagt…

Also sabina, ich vermute mal, dass Du einfach wegen Unausgeschlafenheit müde warst. Das ist extrem wahrscheinlich ;-)

sabinaonline hat gesagt…

Puuhh ... da bin ich aber erleichtert - dachte ich es mir doch gleich richtig ;-))

Ach ... ich lese jetzt erst dein Post "Kleine Anmerkung: In einer Predigt habe ich gerade gehört, dass man im Geist dann wirklich stark werden kann, wenn man vorher seine Schwäche wahr genommen hat."

Wie treffend - kann ich so unterschreiben.

Jocky hat gesagt…

Danke Bento! Bewahre deine Unbekümmertheit und Einfachheit. Die ist entwaffend.

Auch wenn die ganzen Überlegungen, die in den Kommentaren gepostet, wurden auch richtig sind.

Deine Sichtweise macht weniger Streß (und diese Formulierung klingt schon wieder blöd).

By the way. Auf dem Bayernstock waren mehr als 6 Leute. Die waren nur sehr verstreut. Richtig viele waren es aber auch nicht.

Danke für deinen Kommentar

Robert hat gesagt…

das mit den Anfechtungen passiert mir meistens wenn ich eine tolle Zeit mit Gott hatte da versucht der möchtegern
einem auszuwischen indem er in unseren Schwächen angreift.