Wie unangenehm kommen dagegen oft die einseitigen Standpunkte rüber, die andere Möglichkeiten in Frage stellen oder gar ausschließen und wie unbequem sind Menschen, die keine Kompromisse suchen. Das ist manchmal kaum auszuhalten und wir gehören doch eigentl. alle lieber der ersten Fraktion an - oder?
Warum eigentlich?
War Jesus denn ausgewogen in seinen Statements, im Tun, in seiner Lehre und im Umgang mit den Menschen? Oder konfrontierte er und bewirkte so entweder komplette Hingabe und Veränderung oder krasse Gegnerschaft?
Oft heißt es da "sie waren ausser sich", als sie hören oder sahen, was Er tat, "sie entsetzten sich, über seine Worte" und "es ging ihnen durchs Herz", dh. es berührt die Menschen im Innersten und bewegt dort etwas. Alles, was wir so hoch achten, wo wir Respekt oder Loyalität erwarten und auf Einvernehmlichkeit bedacht sind, scheint mir von Jesus zugunsten seiner unverbrüchlichen Liebe zur Wahrheit geopfert worden zu sein. Von Kompromissen irgend einer Art kann man wenig lesen in der Bibel - und wenn, dann nix Gutes.
Warum halten wir dennoch die Ausgewogenheit so hoch und beurteilen absolute Aussagen so skeptisch - oder schmähen sie gar als einseitig, unrealistisch bis hin zu fanatisch?
Ich sehe das so: Wir können wohl Kinder Gottes sein und Vergebung und die zukünftige Herrlichkeit beim Vater haben, aber um von Jesus wirklich zu lernen (Jünger = Schüler), um Seinen Fußspuren zu folgen und die Segnungen des Himmels bereits hier auf Erden zu empfangen, braucht es unsere radikale und ungeteilte Entschlossenheit. Erst dann werden wir auch die "unmöglichen" und "unglaublichen" Aussagen des Herrn nicht mehr glattbügeln und relativieren, sondern in schlichtem Glauben alles ergreifen, was der Geist sagt - die Konfrontation mit der "schein-heiligen Friedensbewegung" ist uns dann allerdings gewiss.
Wir müssen absolut im Wort gegründet sein und damit aufhören, unsere Mutlosigkeit als Friedenswillen, und die Kraftlosigkeit mit ausserbiblischen Argumenten zu rechtfertigen. Der Geist Gottes hilft uns, allen Klüngel und die Menschenfurcht zu überwinden und wir werden be(f)reit, in den Kampf gegen Mächte und Gewalten der Finsternis zu ziehen, die diese Welt beherrschen (Eph.6,12) und die nicht selten in die Gemeinde und das Denken der Geschwister Einzug gehalten haben.
"Meint nicht, dass ich gekommen bin, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert."
Ja - das Wort Gottes ist eine Waffe, die nicht den Frieden auf die Erde bringt - nicht weil sie aggresiv wäre, sondern weil sie Fesseln und Bollwerke zerstört und ihr dabei so oft widersprochen und so starker Widerstand entgegen gesetzt wird. Sie dringt in unser Herz und macht die Gedanken und Gesinnungen offenbar:Die einen kapitulieren und fragen "was sollen wir tun", während die anderen diskutieren, abwiegeln, den "Konsens" suchen oder sonstige Abwehrmechanismen entwickeln.
Es ist hohe Zeit, dass wir die ganze Waffenrüstung anlegen: Das erste dabei ist der Gürtel der Wahrheit:
Was Jesus sagt ist Wahrheit - Punkt.
Nur so können wir überhaupt das scharfe Schwert des Geistes ergreifen und einsetzten, denn es ist ein zweischneidiges Schwert - eine Seite der Klinge ist immer auf uns selber gerichtet!
Wir dürfen es nicht um unsere eigene rebellische Herzenshaltung zu schützen, oder um "des lieben Friedens willen" stumpf machen.
Ja aber wo bleibt denn da die Liebe??
DAS IST Liebe!
..die Bollwerke und Gefängnisse zu zerstören, die gegen die Erkenntnis Gottes und den Gehorsam Jesu streiten!
Laß dich nicht täuschen -
alles Geschaffene sehnt sich danach!
Und wo bleibt da die Seeligkeit der Friedensstifter?
Genau daher wird der Frieden kommen - aber nicht wie die Welt ihn sucht, sondern echter, tiefer Frieden -
im Herzen!
Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Joh 14:27
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