Sonntag, 18. Mai 2008

Geistliche Inzucht

Es mutet schon seltsam an und ist wohl für viele, die es von aussen betrachten, eine der stärksten Gründe zur Ablehnung des befreienden Evangeliums, wie die Nachfolger Jesu sich in völlig unterschiedlichen Gruppen und Grüppchen sammeln und nicht nur z.T. sehr unterschiedliche bis gegensätzliche Dinge lehren, sondern sich auch noch oft erbittert bekämpfen und als Irrlehrer anklagen.

Nicht nur weil Jesus in seinem hohepriesterlichen Gebet für die Einheit der Glaubenden einsteht und auch dafür gestorben ist, ist dies eine schlimme Sünde und mit Gewissheit das Wirken Satans - wenn er uns den Glauben schon nicht nehmen kann, so sorgt er doch dafür, dass der Weinberg zum Minenfeld wird.

Nun wird niemand das "Rad der Geschichte" zurückdrehen, erst bei Jesu Wiederkehr wird diese Schande völlig behoben werden und alle menschlichen Bemühungen wie Ökumene und gegenseitige Anerkennung muten durchaus manchmal hilflos und absurd an, aber jeder Einzelne von uns kann, soll und muss diese Hürde überwinden und diesen Graben mit der Liebe Gottes auffüllen. Es ist etwas enorm kraftvolles, wenn Geschwister mit unterschiedl. Ansichten und Erkenntnissen in Liebe einander annehmen.

Neben den schon beschriebenen Desaster, hat dieser Zustand noch eine weitere, fatale Auswirkung: Die geistliche Inzucht. Wir umgeben uns nur mit denen, die Gleiches denken, glauben, reden und tun wie wir selber und fühlen uns unwohl bis bedroht, wenn etwas völlig Neues oder Anderes an uns herantritt.
Auf diese Weise wird der gegenseitigen Inspiration und geistlichen Befruchtung eine enge Grenze gesetzt und der Geist Gottes - der weht wo er will - betrübt oder gar gehindert.

Doch die Zeiten ändern sich und ich sehe und erlebe bereits - ja bete mit Jesus dafür - dass diese menschliche Schwäche von uns genommen wird und wir die Geschwister nicht mehr nach Denomination und Habitus beurteilen, sondern - wie unser Papa selber - auf das Herz schauen. Die Kraft, die uns auf diese Weise zufliesst, ist enorm. Jeder ist verantwortlich.

Bitte übernimm diese Verantwortung. Wahrscheinlich bist grade du es, den Gott für seinen Willen in dieser Sache benutzen will. Überwinde diesen satanischen Angriff und den menschlichen Kleingeist und jede Hemmschwelle gegenüber allen Heiden, Zweiflern und auch den Geschwistern. Ergreife den Schlüssel der Liebe Gottes und öffne die Tore deines Herzens und deiner Gemeinde - Gott schenkt dir gerne die Kraft dazu!

Ehre Gott und preise Jesus mit der Kraft seines Geistes!

*****
Noch´n Vorschlag:
Geh jetzt nicht einfach mal "heimlich" in andere Gemeinden, sondern versuche auch deine Gemeinde dazu zu bewegen, regelrechte Gesandtschaften von je zwei Geschwistern bewusst zu senden um am besten mehrere Versammlungen einer möglichst unterschiedlichen Gemeinde zu besuchen, die Anregungen und Eindrücke zu sammeln und um dann hinterher davon zu berichten und Neues umzusetzten. Gut wäre dann auch Einladungen auszusprechen usw...

Kommentare:

maze hat gesagt…

Hi Bento, der Punkt ist mir auch schon aufgefallen. Danke, das du das einfach mal so schreibst :) Finde deinen Vorschlag gut. Das mit den Gesandtschaften ist ne gute Idee. Wichtig ist der Punkt, zu berichten :) Ich habe oft andere Gemeinden besucht - genau aus der Motivation heraus, zu erleben, wie sie denken und leben und mich "weiterzuentwickeln" in meinem Denken. Aber ihc habe noch nicht viel darüber berichte. Bisher habe ich es "für mich" gemacht. Dakne für den Denkanstoß!

Bento hat gesagt…

Hi Martin,
krass - genau das war mein Eindruck, man macht es eher "für sich" und daher kam dann diese Idee!
Wenn wir mehr Segen empfangen und erleben wollen, müssen wir echt (noch viel) entspannter werden...

Jesusmässiger Segen!