Dienstag, 26. Januar 2010

Eine klare Entscheidung

Wenn wir wählen müssten, zwischen den Gaben des Geistes und der Frucht des Geistes, dann wählen wir natürlich die Frucht!




...doch wer hat je gesagt, dass wir wählen müssen??

***

Kommentare:

Christine hat gesagt…

Mag deinen Beitrag heute besonders -
danke DIR.

Segen chris.tine f

Liane hat gesagt…

Hihi das ist sehr gut formuliert

Apassionatadinersed hat gesagt…

Sehr schönes Bild! Für mich persönlich, erst mal die genannte Galaterstelle verinnerlichen und leben. Mit dem Händeauflegen mag dann ja zufließen die Gabe, wenn das für mich bestimmt wäre. Gott kann das alles machen, das glaube ich fest.

Apassionata hat gesagt…

Nicht Apassionatadinersed, einfach Apassionata, war ein Fehler.

Bento hat gesagt…

Hallo meine Damen,

habe das mal in einer Predigt so ähnlich gehört - es trifft genau, denn manche stellen sich ja in Bezug auf die Geistesgaben sehr "demütig" und sagen sowas wie "ich bin schon mit der Gabe der Bescheidenheit und Geduld zufrieden"...

so wird nicht nur die Frucht mit einer Gabe verwechselt, sondern eben auch eine Entscheidung vorgetäuscht, die niemals getroffen werden muss!

schönen Tach und fetten Segen
;-)

Apassionata hat gesagt…

Diese Reaktion habe ich erwartet Bento. Allerdings wäre ich schon dankbar, wenn ich besser verzeihen könnte und großzügiger mit meinen Nächsten umgehen könnte.

Helmut privat hat gesagt…

Hier ein kleiner Ausschnitt aus einem Buch von Jakob Zopfi
(Pfingstheologe)
Wer will kann ein 37Seitenbuch über das Thema von mir bekommen (E-mailadresse geben)

Sind Geistesgaben von unserem Willen abhängig?
Eines der größten Hindernisse, weshalb nicht viel mehr Geistesgaben empfangen und betätigt werden, ist die irrige Meinung, diese seien dem geheimnisvollen Wirken Gottes anheimgestellt, wir Menschen wären dabei passiv und hätten dazu nichts beizutragen, es sei denn zu staunen, wenn Gott uns einmal in seiner Unerforschlichkeit als Objekt seines Wirkens auserwählt. Diese falsche Meinung ist auch deshalb gefährlich, weil das alles sehr fromm tönt: Gottes Souveränität ist dabei nicht vom hochmütigen Menschen angetastet. Biblisch wird dies alles bekräftigt, z.B. mit 1. Kor. 12,11: “Das aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem für sich zuteilt, wie er will”, oder Joh. 3,8: “Der Wind weht, wo er will” (wobei hier übrigens ausdrücklich vom Wiedergeborenen, nicht aber vom Heiligen Geist die Rede ist!).
Sind Geistesgaben nun aber doch von unserem Willen abhängig?
1. Es ist Gottes Wille, daß wir Geistesgaben empfangen und betätigen. Zur normalen Entwicklung jedes Wiedergeborenen gehört ein Gleichgewicht an Geistesgaben und an Geistesfrucht. Gott, der Geber aller guten Gaben, will geben! Das haben wir bereits gesehen.
2. Der Heilige Geist selber teilt die Geistesgaben aus und bestimmt über sie. 1. Kor. 12,11: “Derselbe Geist teilt jedem zu, wie er will.” Der Heilige Geist teilt die Gnadengaben aus, die uns nach seinem Willen zukommen. Das schließt aber in keiner Weise aus, daß wir um den Heiligen Geist und seine Gaben bitten sollen. Die Aufforderung Jesu in Luk. 11,9 ist ja ausdrücklich im Blick auf den Heiligen Geist gegeben: “Bittet, so wird euch gegeben werden; suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch aufgetan werden!” In diesem Abschnitt finden wir auch die Parallele zum Vater-Kind-Verhältnis: “Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!” Es ist im Natürlichen wie im Geistlichen: Der Vater entscheidet über die Gaben, die er gibt, gern aber hört er auf die Bitten seiner Kinder! Darum auch die apostolische Mahnung: “Eifert nach den Gaben des Heiligen Geistes, doch dabei mehr danach, daß ihr weissagt” (1. Kor. 14,1); “Darum bete, wer in Zungen redet, daß er es auslegen kann” (1. Kor. 14,13); “eifert aber nach den größeren Gnadengaben!” (1. Kor. 12,31).

Helmut privat hat gesagt…

Noch ein Stück.
4. Damit können wir die Geistesgaben vernachlässigen, ja völlig verschütten! Die Tragik des vergrabenen Pfundes erstreckt sich auch auf die Gnadengaben. Paulus ermahnt Timotheus: “Vernachlässige nicht die Gnadengabe in dir, die dir durch Weissagung unter Handauflegung des Rates der Ältesten verliehen worden ist! Dies laß offenbar sein, darin lebe, damit dein Fortschreiten jedermann offenbar sei!” (1. Tim. 4,14.15). Und im zweiten Brief ermahnt Paulus noch einmal:
“Ich erinnere dich daran, die Gnadengabe Gottes anzufachen, die durch die Auflegung meiner Hände in dir ist” (2. Tim. 1,6). Eine Gabe kann vollkommen sein, dennoch ist es nötig, sie mit beiden Händen zu empfangen. Es ist nötig, daß wir die vollkommenen Gaben Gottes mit unseren Glaubenshänden ergreifen!
5. Wir sind aufgerufen, nach den Gaben des Heiligen Geistes zu eifern! Auch hier gilt: “Er bitte aber mit Zuversicht und zweifle nicht; denn der Zweifler gleicht der Welle des Meeres. Ein solcher Mensch meine nicht, daß er etwas vom Herrn empfangen werde...” (Jak. 1,6.7). “Eifert nach den Gaben des Heiligen Geistes!” (1. Kor. 14,1). Wir sollen aber nicht nur danach eifern, Gnadengaben zu empfangen, wir sollen auch fortschreiten, mit ihnen zu dienen: “Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dienet damit einander als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes!” (1. Petr. 4,10).
Wir können Gnadengaben gar nicht erst empfangen, wenn wir voller Zweifel sind. Wir können aber auch Gnadengaben empfangen, sie aber nicht gebrauchen. Und wir können sie zwar gebrauchen, dann aber vernachlässigen. Und wir können sie im Glauben empfangen und gebrauchen und das Wunder erleben, wie Gott noch mehr hinzufügt. Auch hier gilt: “Denn wer hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluß haben; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen werden, was er hat” (Matth. 13,12).
Es ist, wie wenn uns jemand eine Violine schenkt. Ich kann sie vor lauter Hemmungen gar nicht erst anrühren; ich kann sie auch entgegennehmen, und ab und zu auf ihr zu spielen versuchen, sie aber vernachlässigen; und ich kann sie dankbar annehmen und mich auf ihr üben bis zur Meisterschaft!

Daniel Brüßler hat gesagt…

Ist das geil! Beim Lesen der Frucht dachte ich mir noch "Ja klar, die Früchte sind super - aber so kriegen doch die anderen Menschen die Heilung nicht"

Und dann der schöne Satz "Wer hat gesagt dass wir uns da entscheiden müssen" :-)

Ist so wie beim Glauben: Ohne Glaube und Liebe sind die Werke völlig wertlos. Ohne Werke ist es kein echter Glaube.

@Helmut privat:
Super!! Das Sahnestück von dem, was Du geschrieben hast ist dieser Satz: "Es ist, wie wenn uns jemand eine Violine schenkt. Ich kann sie vor lauter Hemmungen gar nicht erst anrühren". Wir sollten also absolut keine Hemmungen haben, das zu nutzen, was Papa uns gegeben hat. Wenn uns irgendjemand als verrückt, religiös, fundamentalistisch oder schwarmgeisterisch bezeichnet dann ist das schlicht und ergreifend eine Lüge von demjenigen. Sowas geht in das eine Ohr ein - und sofort aus dem anderen wieder raus. Sojemand kann man nur anlächeln und derjenige checkt nach einer Weile, das er/sie falsch liegt.

Liebe Grüße
Daniel

Bento hat gesagt…

@ Apassionata,
das ist gut, wenn du meine Reaktionen schon erwartest, dann können sie dich nicht mehr schocken! ;-)

aber ganz ehrlich - ich hatte dabei gar nicht an dich gedacht. Du hast in den Jahren, die wir uns nun kennen, eine sanfte aber großartige Entwicklung gezeigt!

Du willst NOCH großzügiger werden?
Jetzt werd aber mal nicht unbescheiden... ;-D


@ Helmut,
das passt ja mal wieder genau!

Ja, Christen mühen sich oft um die Frucht, dabei kommt die doch hervor, wenn wir im Geist leben...
ähnlich witzlos ist das Streben nach den Gaben, ohne einzig den Geber damit verherrlichen zu wollen.

Danke für diesen Auszug und die Zusendung der ganzen Schrift - wirklich sehr empfehlenswert!

@ Daniel,
genau, diese "Stigmatisierung" mit der hier oft verunglimpft wird, ist wirklich ein Werk von unten - denke da ist aber oft mehr nötig als ein Lächeln, damit Menschen von diesen fatalen Lügen frei werden...

..aber lächeln ist jedenfalls erstmal die bessere Reaktion! ;-)


Segen und einen großartigen Tag mit JESUS!

Apassionata hat gesagt…

Oh vielen Dank für die vielen lieben Blumen! Selber weiß man ja nie wie man so ist. Aber der Herr hat dann wohl mein Gebet erhört. Bewegend,was Helmut gesagt hat über die Gaben. Ja Ihr habt Beide recht!!! Wenn auch innerlich offen dafür, bin ich selber davon weit entfernt, traue aber dem Herrn alles zu!

Daniel Brüßler hat gesagt…

@Helmut privat:
Muss ich jetzt nochmal sagen, dass es wunderbar ist, was Du geschrieben hast. Schön kompakt und haut alle Lügen raus, die sich doch noch irgendwie festkrallen konnten.

Das hier ist mir gerade aufgefallen:
Auch hier gilt: “Denn wer hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluß haben; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen werden, was er hat” (Matth. 13,12).

Mit "dem wird auch das genommen werden, was er hat" ist der Teufel gemeint. Der Teufel bekommt nur dann die Gelegenheit was wegzunehmen, wenn man es nicht aktiv (!) hält. Und zwar - was Du echt gut geschrieben hast - indem man es einsetzt.

Ich werd' mir jetzt mal Deinen Blog durchlesen :-)

Liebe Grüße
Daniel

André Springhut hat gesagt…

Hi,

das ist nicht unbedingt eine Frage der Wahl. Meine Beobachtung ist, dass man eine Gabe, sei sie eine der Geistesgaben oder eine natürliche, recht unverdient bekommt. Vielleicht am Tage der Bekehrung. Das hat wenig mit unserer geistlichen oder charakterlichen Reife zu tun.

Warum auch immer Gott das tut, wir können die größten Egoisten sein und prophetisch begabt sein. Und wir können in Gottes Gaben wirken und sie ordentlich mißbrauchen. Es ist auch kein Zeichen besonderer Reife oder so etwas von Gottes Nähe, wenn wir viele Gaben haben oder in einer besonders gut sind.

Die Frucht des Geistes wächst dagegen lange in vielen kleinen Entscheidungen, die wir treffen. Wir können vielleicht am Tage unserer Bekehrung prophetisch reden, aber wir können auch nach 20 Jahren in diesem Dienst noch unsere Herrschsüchtigkeit oder Jähzornigkeit etc. pflegen.

Wir können als Geistbegabte unseren Gesschwistern viel Kummer und Schmerz bereiten. Wir können irgendwann über unsere eigene gepflegte Charakterschwäche fallen, während wir "großartig" dienen und wir werden im Gericht nicht an unseren Gaben, sondern an unserer Frucht gemessen.

Es ist gar nicht so entscheidend, welche Gaben wir haben und wie intensiv wir darin leben.

Alles Gute,
André.

Bento hat gesagt…

Hi André,
Gaben sind immer zum Dienst gegeben, wenn jmd. sich durch sie erhebt und sein Ego damit stärkt, dann ist das sehr traurig und schädlich, doch ich gehe bei meinen Betrachtungen immer vom "eigentlichen" aus, so wie Gott es für die Gemeinde gegeben hat, und nicht vom missbräuchlichen, was Menschen u.U. daraus machen...

Selbstverständlich gehören Gaben und Frucht zusammen, denn sie werden beide von einem Geist gewirkt!
Mit diesem Post möchte ich auf eine gewisse Schieflage aufmerksam machen, wo man im Mantel der Bescheidenheit (oder auch wegen der Gefahr des Mißbrauchs) bereit ist, auf die Gaben zu "verzichten" und diese für nicht so entscheidend hält.
Tatsächlich werden wir aber auch die Frucht des geistes nicht reifen sehen, wenn wir seine Gaben ablehnen, denn grade auch sie schenken uns die Liebe, die Freude, den Frieden usw., den nur der Geist in uns wirken kann, in ganz besonderem Maß.

Meine Freude im Herrn ist jedenfalls deutlich größer und überschwänglicher, wenn ich in einer Geistesgabe dienen kann oder mir gedient wird... es führt z.B. auch zur Enthaltsamkeit gegenüber den Angeboten der Welt, wenn wir in der Fülle dessen leben, was Jesus für uns erwikt hat.

Gruß + Segen