Montag, 31. Mai 2010

Mose der Ungläubige

"Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen zu dem Felsen, so wird er sein Wasser geben; und du wirst ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde tränken und ihr Vieh."
(4.Mos.4:28)

Eigentlich eine klare Ansage - oder?
Etwas seltsam vielleicht, mit einem Felsen zu reden wenn alle rumstehen und dabei zugucken,

aber so lautete nunmal das Wort Gottes.

Ok, Mose fängt auch ganz gut an:
"Und Mose nahm den Stab vor Jahwe weg, so wie er ihm geboten hatte."
(V.29)

..doch dann läuft etwas schief:

"Und Mose und Aaron versammelten die Versammlung vor dem Felsen; und er sprach zu ihnen: Höret doch, ihr Widerspenstigen! Werden wir euch Wasser aus diesem Felsen hervorbringen?"
(V.10)

Mose spricht zum Volk anstatt zum Felsen!

Die Gemeinde hatte ja vorher Mose und Aaron angeklagt, dass sie sie in diese Wüste gebracht hatten und man hatte ganz vergessen, dass dies lediglich die Folge von Gottes wunderbaren Befreiung aus der Sklaverei war und dass das eigentliche Ziel das gelobte Land war und dass sie nur wegen ihres Unglaubens so lange in dieser Wüste im Kreis liefen.

Doch jetzt nimmt Mose diese Anklagen persönlich und versucht sich auch persönlich zu rechtfertigen und als "bevollmächtigt" zu erweisen: "WIR werden euch Wasser..."

und er vergisst dabei Gott die Ehre zu geben, und er tut nicht genau das, was er gesagt hat.

Aus diesem Grund passiert dann auch der Supergau:

"Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit seinem Stabe zweimal; da kam viel Wasser heraus, und die Gemeinde trank und ihr Vieh."
(V.11)



Heey super Ausgießung von Wasser des Lebens - das Volk jubelt - Mose hat es mal wieder gebracht!
Alle sind fröhlich, das Murren hat ein Ende und das Leben geht weiter...

Warum Gott das Wasser wohl trotzdem aus dem Felsen sprudeln ließ?
Er wollte eben Seine Leute einfach nicht umkommen lassen, aber Er beurteilt diese Aktion dennoch ganz anders:

"Da sprach Jahwe zu Mose und zu Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt, mich vor den Augen der Kinder Israel zu heiligen, deswegen sollt ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen gegeben habe."

(V.12)

"Weil ihr mir nicht geglaubt habt!"

Ich denke das ist eine ernste Warnung an alle, auf die heute die Gemeinde schaut, ob denn nun Wasser kommt oder nicht.

Es kommt, weil Gott es gesagt hat und weil jmd. die Worte Gottes vor der Gemeinde redet und tut was eben Gottes Wille ist.
 
Aber nicht, weil irgend jemand AUS EIGENER KRAFT seine Hand erhebt und mit dem Stab auf den Felsen losgeht...

Gott in Seiner Güte und Liebe wird auch dann Seinem Volk das Wasser des Lebens nicht verweigern...

...doch ins gelobte Land kommt man so nicht!


"Seid ihr so unverständig? Nachdem ihr im Geist angefangen habt, wollt ihr jetzt im Fleisch vollenden?"
(Gal.3:3)


***

Kommentare:

Deborah hat gesagt…

"Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen zu dem Felsen, so wird er sein Wasser geben; und du wirst ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde tränken und ihr Vieh."
(4.Mos.4:28)


Dieser erste Vers im Beitrag guckt mich gerade an...zu Anwendung auf einen Gottesdienst...

interessante Gedanken zur Umsetzung..

shalom
Deborah

Josef Sefton hat gesagt…

Lieber Bento,
Der geistliche Felson ist Jesus Christus. Er gibt seiner Schöpfung gnädig sein Wasser (reines Wort).

Wir machen den gleichen Fehler wie Mose: wir sprechen zerstreut zum Mitmenschen, ohne zum lebendigen Felsen, dem Herrn, gnädig zu sprechen.

Ja, und so vergessen wir wie beim Mose Gott die Ehre zu geben! Wie wir weiterlesen können: alle waren nicht langfristig fröhlich, und das Murren hatte kein Ende!

Ja, als Mose auf den Felsen mit dem Stab losgegangen war, hatte er Gott entehrt; denn Gott selbst ist der Geber des Wassers und die Quelle des lebendigen Wassers!

Gott sei aus freudevollem Herzen gepriesen.

Bento hat gesagt…

Hallo ihr Lieben,

ja Deborah, dieser Vers hat es wirklich in sich... :-)

danke Josef für deine Ergänzungen, ich wollte den Bezug zu Jesus im Text nicht weiter vertiefen, da der Artikel sonst sehr lang geworden wäre...

Preis und Dank dem Herrn!!

Anonym hat gesagt…

Hallo Du!

Merke gerade, ich bekomme nicht die Krise, wenn ich hier lese.
Das ist ungewöhnlich für mich, denn die Bibel ist für mich Menschenwort, wie alle Worte.
Und das G-Wort ... naja, damit tue ich mich auch schwer.
Nun, muss wohl an deinen Worten liegen, dass es mir hier gefällt.

Ich les mal weiter.

Grüße!

Mathias

Bento hat gesagt…

Hallo Mathias,
danke für deine Rückmeldung - freut mich! :-)
Viele kennen nur die (tot-)langweilige Religion - eine lebendige Beziehung mit Jesus ist aber was völlig anderes... die Worte Gottes bekommen Kraft und werden wirksam im Leben!
Gruß und Segen
Bento

Anonym hat gesagt…

Lächerlich. Gott gibt es nicht, genauso wenig wie Satan oder sonst irgendwas.