Donnerstag, 6. Mai 2010

Was bringt´s in der Praxis?

Nun hab ich ja schon eine ganze Weile den biblischen "Dämonenfilm" auf dem Schirm und es ist wirklich erstaunlich, wie unterbelichtet das Thema auch bei mir war. Ich frage mich grade, was es eigentlich bisher bewirkt und verändert hat.

Es hängt zunächst mal sehr eng mit meinen vorherigen Themenschwerpunkten Heiliger Geist / Geistesgaben und Heilung zusammen - ja es ist praktisch eine logische Folge daraus, sich der Realität dämonischer Kräfte zu stellen!

Zunächst mal habe ich den Eindruck, noch sehr am Anfang zu stehen, doch ich musste wirklich schon einigen Müll beiseite schaffen und einigen Widerstand überwinden, um das alles überhaupt schreiben zu können. Die Grundlagen sind nun soweit klar und inhalliert - diese Viecher können bei mir jetzt nichtmehr so tun, als gäbe es sie nicht! ;-)

Es gibt einen ganz entscheidenden Vorteil dieser geistlichen Sichtweise auf verschiedene Phänomene, wie sie Jesus uns ja gezeigt hat und wie wir vom Heiligen Geist darin geleitet werden:

Wenn ich z.B. Krankheiten, Irrlehren, Abhängigkeiten, Besessenheit und jedes ungöttliche Wesen, Denken und Handeln, als ein Wirken des Widersachers erkenne, dann brauche ich weder Gott zu fragen, warum Er das denn zulässt, noch den darin gefangenen Menschen selber als böse, krank, einen Säufer oder Irrlehrer usw. zu betrachten, sondern erkenne, dass er unter dem falschen Einfluß steht und gebunden ist wovon er befreit werden soll, damit die Herrlichkeit Gottes offenbar wird!

Jeder kennt z.B. die endlosen Diskussionen um Lehrmeinungen und ihre destruktive Wirkung, wenn sie in persönliche Angriffe übergehen. Bisher habe ich gerne weiterdiskutiert, denn ich hatte ja "die besseren Argumente". Jetzt erkenne ich den Unterschied sehr deutlich, wo man mit Argumenten nichts ausrichtet und kann mich ohne "Gesichtsverlust" raushalten und auf der andereren Ebene weitermachen.

Ich brauche also nicht in der Dunkelheit rumzustochern und z.B. nach Unglaube oder Sünde zu forschen, sondern kann nach dem Willen Gottes aktiv bleiben:

"Und seine Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern, sondern auf daß die Werke Gottes an ihm geoffenbart würden."
(Joh 9:,2,3)

Selbstverständlich tragen wir selber auch dafür Verantwortung, dass die Angriffe aus der Finsternis uns nicht treffen (dafür haben wir ja den Schild des Glaubens) und auch, dass der einmal gesäuberte Raum nicht leer bleibt, sondern dem Heiligen Geist als Wohnung dient und von Ihm mit göttlichem Wesen erfüllt wird.

Wir müssen aber auch einsehen, dass jedes eigenmächtige Denken und Handeln entgegen dem Willen Gottes, Tür und Tor öffnet für die Mächte der Finsternis und wir können sicher sein, dass sie die Einladung sofort annehmen!

Leider denken wir Christen oft, dass Saftan ja ohnehin keine Macht mehr über uns hat und uns nichts anhaben kann - das ist aber nur bedingt wahr, denn er hat zwar kein legitimes Anrecht mehr auf unsere Seele und kann uns nicht von Jesus trennen, aber wenn unsere Gemeinschaft mit Papa lasch wird, unsere Rüstung im Schrank hängt und wir uns der Welt zuwenden, dann kann er uns ebenso wie jeden anderen angreifen, verletzten und schwächen:

"Ziehet an die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr zu bestehen vermögt wider die Listen des Teufels."
(Eph.6:11)

Doch wie im Post über Lobpreis und Dank schon gesagt, ist der Kampf in der Welt zwar unvermeidlich, den Kampf um unsere eigene Person können wir aber ganz leicht entscheiden, indem wir mit unserem Stolz brechen und durch unsere völlige Hingabe an Gott:

"Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade. Unterwerft euch nun Gott!"

(Jak.4:6,7a)

Nur so werden wir die Listen und Anschläge des Teufels durchschauen. Das ist sehr wichtig, denn einem Feind, den man nicht erkennt, kann man auch nicht widerstehen.

"Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen."

(V.7b)

..dann steht auch der intimen Gemeinschaft mit dem Vater nichts mehr im Weg:

"Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen."
(V.8a)

..wir müssen bei alledem mit fester Entschlossenheit vorgehen, sonst haben wir weder Erfolg gegen den Widersacher, noch das Wohlgefallen unseres Vaters:

"Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen!"
(V.8b)


"Demütigt euch vor dem Herrn! Und er wird euch erhöhen."
(V.10)

***


wooow - die Gnade des Vaters und die Erlösung durch Jesus ist ein unfassbares Geschenk - Ihm dann auch in der Kraft des Hl. Geistes nachzufolgen, ist echt total spannend!!

Kommentare:

Apassionata hat gesagt…

Ich denke, wenn man richtig an Gott glaubt, kommt man nicht drumherum die Gegenseite(den Bösen) ernst zu nehmen. Gerade dann, wenn man intensiv nach Gott und nach seinem Weg fragt, ist Satan besonders auf der Lauer. Wenn schon der Böse genannt wird, dann sollte man sofort an das reinigende Blut Jesu und an sein Kreuz und die siegreiche Auferstehung erinnern. Damit wird der Böse schachmatt gesetzt.

Deborah hat gesagt…

Dazu fällt mir ein Lied ein aus Offb 5,5

Es hat überwunden, es hat überwunden, der Löwe aus dem Stamme Juda..

Und wir überwinden mit Ihm, denn er ist grösser als der, der in der Welt ist.

Auf der Suche nach den Lyrics hab ich DAS :
http://bento-bernd.blogspot.com/2009/10/der-lowe.html

...gefunden ;-)

Quincy hat gesagt…

"aber wenn unsere Gemeinschaft mit Papa lasch wird, unsere Rüstung im Schrank hängt und wir uns der Welt zuwenden, dann kann er uns ebenso wie jeden anderen angreifen, verletzten und schwächen" - autsch - das war genau mein Fehler. Und daran hab ich die letzten Wochen ganz schön knappsen müssen. Nicht das ich nichts daraus gelernt hätte - nee das schon (Gott hat mir gleich mal gezeigt was es für mich bedeuten würde, wenn er nicht da wäre: grenzenlose Hoffnungslosigkeit). Aber erleben möcht ich das nicht nochmal.

Die Gegenseite ist da, sie ist grenzenlos Böse und wenn man nicht aufpasst, liegt man als Christ ganz schnell auf er Nase...

flunra hat gesagt…

Hallo Ihr Lieben, ich möchte Euch mit einem Wort aus den Psalmen und den Sprüchen ermutigen:

Ps 37, 23 Von JAHWEH her werden eines Mannes Schritte gefestigt, und seinen Weg hat er gern; 24 fällt er, so wird er doch nicht hingestreckt, denn JAHWEH stützt seine Hand.

Spr 24, 16 Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht doch wieder auf, aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück.
21 Fürchte JAHWEH, mein Sohn und den König! Mit Aufrührern lass dich nicht ein! 22 Denn plötzlich erhebt sich ihr Verderben und ihrer beider Untergang unvermutet.

Wir sollen wachsam sein ab er nicht ängstlich. Unser Feind wurde von Jesus im Thriumphzug vorgeführt, und alle konnten sehen, dass er völlig entwaffnet worden ist.
Kraft und Macht bekommt er nur, wenn wir mit ihm kooperieren. Dies sollten wir unter allen Umständen unterlassen und im Schutz des Höchsten bleiben(Ps 91).

tape hat gesagt…

R. Wurmbrand gebietet den Dämonen der Niedergeschlagenheit und der Depression im Namen Jesu (ca. ab Min.4):

http://www.youtube.com/watch?v=-vV6Dams5qw

Das ganze Video und die ganze Reihe 5/5 ist sehr ermutigend.

Segensgrüße
tape

Deborah hat gesagt…

Ein Bereich, der in den Cassetten von Derek nicht so herauskommt, obwohl er mit Vergebung im Zusammenhang mit Freisetzung dient:

die Folterknechte..und wie sie legales Recht bekommen.

Unbarmherzigkeit und Unversöhnlichkeit:

Mt 18, 32 Da rief ihn sein Herr herbei und spricht zu ihm: Böser Knecht! Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest.
33 Solltest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmt haben, wie auch ich mich deiner erbarmt habe?
34 Und sein Herr wurde zornig und überlieferte ihn den Folterknechten, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war.
35 So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebt.

Reinfressen; Innere Schwüre leisten; Rache fordern; Bitterkeit; Selbstmitleid...

Eph 4, 26 Zürnet, und sündigt nicht! Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn,
27 und gebt dem Teufel keinen Raum!

Bitterkeit; unter den Teppich kehren; >> Schwäche; Geist der Schwäche

Hebr 12,12 Darum »richtet auf die erschlafften Hände und die gelähmten Knie«,
13 und »macht gerade Bahn für eure Füße!«, damit das Lahme nicht abirre, sondern vielmehr geheilt werde.
14 Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird;
15 und achtet darauf, daß nicht jemand an der Gnade Gottes Mangel leide, daß nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und zur Last werde und durch sie viele verunreinigt werden,
fernbleibt, o. zurückbleibt
16 daß nicht jemand ein Hurer oder ein Gottloser sei wie Esau, der für eine Speise sein Erstgeburtsrecht verkaufte!

Joyce Meyer hat da zwei Merksätze, die ich mir hinter die Ohren geschrieben habe:

Bitter or better?

Mit den Menschen macht man Seelsorge, die B-engel wirft man raus.
B-engel zu seelsorgen ist eine Endlosschleife, die dazu führen kann, dass man den Menschen rauswirft.

Deborah hat gesagt…

Nachtrag: hab gestern dazu eine interessante Predigt von Bayless Conley gelesen...

http://www.glaube.de/artikel/thema/5ed4e49888//bayless_conley_7_dinge_die_jesus_ueber_vergebung_lehrt.html

Bento hat gesagt…

Du hast recht Apassionata,
durch das Wort Gottes wird der üble Bursche mit allen seinen Helfern außer Gefecht gesetzt!

hehe, tja Deborah,
Bento´s Blog wird immer berühmter... ;-))
danke für die wertvollen Hinweise!
Ja, die Unversöhnlichkeit ruft die Folterknechte herbei...

hey Quincy,
bin sehr froh, dass du diese "Lektion" gelernt hast und wieder aufgestanden bist - Preis dem Herrn!

Vielen Dank für die Ermutigung, Flunra!
Die Schrift hat viel zu sagen zu dem Thema...

hi tape,
Richard W. ist genial! :-)


Segen Euch!

Ruben Turbanisch hat gesagt…

Was bringt´s an Gott zu glauben?

1. Wir fragen immer in unserem Leben: Was bringt´s?
1.1 Geiz ist geil = Media Markt bringt Geld sparen mit gleichzeitigem Einkauf von möglichst viel Elektronik etc.
1.2 Bierwerbung im TV = Bier bringt Lebensgenuss, Freiheit, Frauen, Party
1.3 Elektronik = bringt mir ungeahnt viel Kontaktmöglichkeiten
1.4 Mces = Bringt mir schnelles Essen

Ergebnis = Was mir nichts bringt... Da hab ich kein Bock drauf/ Motivation = 0

2. Was ist die Ursache dafür, dass wir immer danach fragen: "Was bringt´s?"
Was ist mit uns los?

Kurz: Wir denken wir haben einen Anspruch auf alles das was wir wollen. Wir denken wir haben es uns dadurch das wir existieren schon verdient, diesen Anspruch zu haben.

3. Wie wirkt sich das auf unsere Beziehung auf zu Gott aus?
3.1 Wir fragen auch bei Gott: "Was bringt´s?"/ Was bringt er mir?
- Was soll Gott mir bringen? Vgl. Gebet des Jabez 1.Chr. 4 (glaub ich)
- Ergebnis = Leben in Ruhe,
in Segen,
ohne Sorgen,
ohne Krankheit,
ohne Leid,
viel Kohle auf dem Konto,
eine Gemeinde die sich immer nur um mich dreht.
Wir denken, Jesus starb um mir ein gutes Leben zu bringen.
Wir denken: Die Engel sind dafür da um uns zu dienen und auf uns aufzupassen (siehe Engelkult)
Die Gemeinde ist da um meine Bedürfnisse zu stillen
Gott ist dazu da, sich um mich zu kümmern und mich zu segnen.

4. Die Frage ist: Hat Gott sich so eine Beziehung mit uns vorgestellt?
Gott sieht die Sache ein wenig anders:
- Am Anfang war ER alleine da - ohne Dich!!!
- Genesis 1 verliert zunächst kein Wort über den Menschen.
- Gott sagt: Die Frage ist nicht: "Was bringe ich dir?"
sondern
wenn einer sagt, was etwas bringt, ist es der, der am Anfang ohne Dich da war + der das Leben schuf.

5. Kleiner Exkurs:
Unser Problem ist: Wir glauben nicht mehr das alles mit Gott anfing! (Evolution)
Es gibt Gute Gründe dafür dass Gott am Anfang da war.

Folglich: Gott sagt was Sache ist und nicht du fragst, was bringt er mir!

5) Was sagt dir Gott, der schon lange vor dem Menschen da war?
-> Genesis 3 : Mensch wollte sein wie Gott
Folge: Gott wird zum Instrument für mich
⇒ Gott wird sauer
Ich sag mal ganz kurz: Danach hängen wir das Evangelium hinten dran ☺ Was macht Gott nachdem er sauer wurde? Er bringt das erste Opfer nach dem Rausschmiss, er will von Anfang an die Beziehung wieder haben. „Denn er machte ihnen Felle“ Woher kommen die Felle? Gott musste ein Tier töten und daraus Felle machen. Gott bringt das erste Opfer.

Bento hat gesagt…

Hallo Ruben,
danke für deinen Kommentar und willkommen hier.
Mein Post dreht sich ja mehr um die Frage, was bringt es, die Realität von Dämonen gemäß der Bibel anzuerkennen - dein Exkurs betrachtet die generelle Frage, was es bringt an Gott zu glauben.

Besonders deinen letzten Punkt mit dem ersten Opfer finde ich sehr interessant - so habe ich das noch nicht gesehen - danke für diesen Impuls!

Gruß und Segen