Was machen wir eigentlich, wenn wir Probleme haben?
Dumme Frage: Wir versuchen sie zu lösen!
Ok, aber es gibt ja verschiedene Wege, ein Problem anzugehen. Man könnte je nach Art des Problems entweder Schlauheit und Intelligenz , Kompetenz oder Beharrlichkeit, körperliche oder maschinelle Kraft einsetzten usw. Als Christen werden wir zudem unseren Glauben und unser Vertrauen zu Gott einsetzten und mit Gott über unser Problem reden.
Diese Art Probleme anzugehen findet allgemeine Zustimmung und wird fortwährend praktiziert: "Vater, dies und das ist mein Berg, bitte hilf mir doch ihn aus dem Weg zu schaffen" und wenn wir dann noch besonders demütig sind, folgt noch ein "..wenn es dein Wille ist."
Aber ist das wirklich das Gebet des Glaubens?
Müssen wir Gott über unsere Probleme informieren und darauf hoffen, dass er entweder sein "ok, die Sache ist genehmigt" oder aber doch "nee, das läuft nicht - die Sache ist abgelehnt" dazu sagt.
Wo lehrt uns Jesus, so mit Gott über unsere Probleme zu sprechen?
Ok - in Gethsemane bat Er den Vater scheinbar auf diese Art, doch es war hier sein Ringen mit dem ihm längst bekannten Willen Gottes und seiner Todesangst!
Auch rede ich hier nicht davon, wie wir im Gebet vor Gott seinen Willen erkunden, um danach unsere Entscheidung für oder gegen etwas zu treffen. Es geht hier um ein konkretes Problem und wie wir damit umgehen sollten.
Jesus sagt:
"Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berg sagen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er wird sich hinwegheben. Und nichts wird euch unmöglich sein." (Mt.17,20)

Im Zusammenhang geht es darum, dass die Jünger ein Problem (Austreibung eines Dämons) nicht in den Griff bekamen und Jesus sagt hier nicht, bittet Gott nur anständig darum und es wird geschehen, sondern er hebt auf den Glauben der Jünger ab und wie sie diesen einsetzten sollen. Das Senfkorn besagt übrigens nicht, dass es um grossen oder kleinen Glauben geht, sondern dass der kleinste Glaube ausreicht - denn es ist der Glaube an die unbegrenzte Macht Gottes!
..und NICHTS wird euch unmöglich sein! wooow...
Mal ehrlich - hast du schonmal zu deinem Problem gesprochen?
Wir reden lieber mit Gott über unseren Berg, als mit dem Berg über Gott!
Dabei sollten wir aus Glauben im Namen Jesu (d.h. auf Grundlage der vollbrachten Erlösung) ZU den Problemen sprechen und ihnen befehlen zu verschwinden! "Hör mal du Berg, mach dich vom Acker, Jesus hat bedeutend mehr Macht als du und ich bin hier und sage das in Seinem Namen!" Es muss ja nicht gleich der Himalaya sein, fang mal an mit kleineren Hügeln zu üben ;-)
Nichts anderes sagt Jesus hier und das hat er laufend den Jüngern vorgemacht (Mt.17,18) und sie angeleitet es genauso zu tun. Sie haben sich so recht und schlecht durchgeschlagen, doch als sie dann nach Pfingsten mit dem Heiligen Geist erfüllt waren, da klappte das plötzlich: "..was ich aber habe, das gebe ich dir - IM NAMEN JESU CHRISTI, geh umher!" sprach Petrus z.B. zu dem verkrüppelten Bettler und dieser stand auf und und lobte Gott! (Apg.3) Und auch andere taten Großes, weil sie voll des Geistes waren.
Was tat Petrus denn hier? Er sprach im Glauben und ohne Zweifel - d.h. im Namen Jesu nahm er die dem Glauben innewohnende Kraft in Anspruch. Alles, was uns in der Bibel an wunderbaren Taten berichtet wird, sind allesamt Werke des Glaubens. Durch den Glauben lässt Gott seinen Willen "wie im Himmel, so auf Erden" geschehen und durch die Worte die im Glauben an Jesus gesprochen werden, wird selbst das Unmögliche in die sichtbare Existenz gerufen:
"Wahrlich ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr....auch zu diesem Berg sagen: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! so wird es geschehen."
Mt.21,21 - siehe auch z.B. Röm.4,20 und Jak.1,6
und hier der Link zu einem Beispiel meiner "Selbstversuche".
Wir sollten wirklich anfangen zu dem Berg zu sprechen!
***
Inspiriert durch Andrew Wommack - Bild: Jürgen/Pixelio.de