Freitag, 23. April 2010

Jesus und die Dämonen (Teil 1)

"Diese Zeichen aber werden denen folgen, welche glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden.."
(Mk.16:17)

Dass Jesus selber Macht über Dämonen hat und auch die Apostel, wird kaum ein Christ anzweifeln. Zweifel bestehen aber oft über die Vollmacht, die JEDER GLÄUBIGE als Kind Gottes hat, und was es mit diesen Machtwirkungen (auch Zeichen genannt) auf sich hat, durch die die Predigt des Evangeliums bestätigt wird. Selbstverständlich haben wir nicht aus uns heraus diese Macht, aber wir handeln "in Jesu Namen", d.h. wir sind mit Vollmacht beauftragt. Ohne diesen Auftrag wäre z.B. auch die Taufe nur eine (religiöse) Waschung, sie erhält aber ihre heilsbedeutsame Kraft und Gültigkeit durch den Auftrag, durch den sie "im Namen Jesu" geschieht.

Interessanter Weise wird in o.g. Schriftstelle als erstes Zeichen, noch vor der Sprachenrede, dem Dienst an Kranken uva., das Austreiben der Dämonen genannt und es wird deutlich gesagt, dass es keines besonderen Auftrags oder einer Gabe bedarf, damit dies geschieht, sondern dass es eine Folge ist, wenn Menschen im Glauben leben. Wir sind die Kinder des Lichts, und wenn wir im Licht wandeln, dann muss die Finsternis weichen! Leider wird dieser Zusammenhang heute sehr selten gesehen.

Wir sehen i.d.Schrift, dass zuerst Jesus selber Dämonen austrieb, dann die Apostel mit diesem Auftrag und mit dieser Macht ausgestattet waren, später sandte Jesus die 72 Jünger vor sich her und seit Pfingsten ist es ein allgemeiner Dienst der Gemeinde (z.B. Apg.8:4-7). Es wird sogar berichtet, wie jemand, der Jesus gar nicht nachfolgte, in Seinem Namen Dämonen austrieb (Luk.9,49). Es handelt sich also um die Macht, die im Namen Jesu grundsätzlich wirksam ist, weil ER den Satan besiegt hat, und keinesfalls um eine besondere Gabe des Geistes!

"Gehet hin! Siehe, ich sende euch wie Lämmer inmitten von Wölfen. Wer euch hört, hört mich; und wer euch verwirft, verwirft mich; wer aber mich verwirft, verwirft den, der mich gesandt hat. Die Siebzig aber kehrten mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen. Er sprach aber zu ihnen: Ich schaute den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Siehe, ich gebe euch die Gewalt, auf Schlangen und Skorpionen zu treten, und über die ganze Kraft des Feindes, und nichts soll euch irgendwie beschädigen. Doch darüber freuet euch nicht, daß euch die Geister untertan sind; freuet euch aber, daß eure Namen in den Himmeln angeschrieben sind. "
(Luk.10:3,16-20)

Dieser Text bringt sehr Grundlegendes über den umfassenden Auftrag an die 72 Jünger, der nun auf alle Gläubigen gekommen ist.
"Predigt das Evangelium aller Kreatur, tauft und lehrt!" (Mt.28:19 ua.) Soweit haben wir den Auftrag auch für unsere Generation verstanden und angenommen.
Wir müssen aber begreifen, dass diese Gewalt, die Jesus "im Himmel und auf der Erde" gegeben ist, sich direkt auf unseren Auftrag auswirkt. Wer die Sendung "geht hin!" annimmt, für den gilt auch "wer euch hört, hört mich" und damit "den der mich gesandt hat" - also Gott selber!

Es gehört zu den Grundlagen der Verkündigung, dass die Macht Satans durch Jesus gebrochen ist und er seine Stellung als Ankläger verloren hat - "er ist wie ein Blitz vom Himmel gefallen". Somit haben auch die Dämonen eigentlich keine Macht mehr, Menschen in vielerlei Ängsten, Qualen und in Knechtschaft zu binden, wenn sie zu Jesus gehören. Es ist daher ihre verständliche Sorge, und sie versuchen mit allen Mitteln zu verhindern, dass Menschen diese frohe Botschaft annehmen und in die Freiheit der Kinder Gottes durchbrechen, denn dann verlieren sie ihren Anspruch, diese Menschen zu quälen!
(Dass es Dämonen aber dennoch gelingen kann, selbst die Kinder Gottes zu verwirren, werde ich in einem späteren Post behandeln.)

Wichtig ist hier aber auch, dass wir nicht auf diesen "Nebeneffekt" zu sehr abheben, sondern auf die Tatsache, dass wir Kinder Gottes sind - das soll allein unsere Freude sein.


"Der Himmel bricht herein" von Joachim Steinhübl
(Fotografiert von Liane)

Nun kann man sich aber schwerlich nicht darüber freuen, dass die Macht des Himmels bereits jetzt hereingebrochen ist auf die Erde und so Menschen von dämonischen Belastungen frei werden, doch es soll eben niemals das Zentrum unseres Dienstes werden. Leider gibt es etliche sog. "Befreiungsdienste", die genau das tun und dementsprechend schräg ist meist das, was dort abgeht. Ja es können Menschen gradezu süchtig nach solchen Diensten und diese "Befreier" werden und damit wiederum in Knechtschaft geraten!...

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Ich möchte hier mit einer Begebenheit schließen, die ich selber erlebt habe:
Bei einem Heilungsseminar mit ca. 40 Teilnehmern, war ein etwa 50jähriger, verheirateter Mann, der durch seine "Zwischenrufe" besonders auffiel. Er brachte deutlich "einen anderen Geist" in diese Versammlung und nicht nur ich hatte bedenken, dass er die ganze Veranstaltung "sprengen" würde. Er stellte viele Fragen und zog sehr viel Aufmerksamkeit auf sich. Dem Leiter des Seminars gelang es aber, seine Fragen kurz und gezielt zu beantworten bzw. seine Anliegen auf die Gebetszeit nach dem Vortrag zu verlegen.

Dieser Mann suchte seit langem Hilfe, er konnte tatsächlich seit seinem 7. Lebensjahr kaum ruhig schlafen, hatte übelste und immer wiederkehrende Visionen und wurde auf vielerlei Weise enorm gequält. In der Gebetszeit erlebte er dann völlige Befreiung! Er war wie verwandelt und man konnte die Veränderung deutlich an seiner gesamten Person und Ausstrahlung erkennen - Körperhaltung, Gesichtsausdruck usw. Während ich vorher ungern mit ihm längere Zeit verbracht hätte, ergab sich später i.d.Nacht noch ein sehr intensives Gespräch zwischen uns und wir sind uns danach brüderlich in die Arme gefallen - allein daran, und wie er über seine bisherige Bindung reden konnte, wurde sehr deutlich, dass er nun wirklich frei war - echt stark!


Danke Jesus - HALLELUJA!!


***

Das Thema ist (wie bereits erwähnt) äusserst umfangreich und ich werde es hier kaum erschöpfend und erst recht nicht systematisch behandeln. Ich werde aber in der Folge verschiedene Aspekte aufzeigen und tue das als Dankanstoss und Diskussionsgrundlage.

 Hier findest du
Teil 2 und Teil 3

Kommentare:

Liane hat gesagt…

Ich weiß jetzt wie das Bild heißt "Das Licht der Welt" Habs gerade gefunden, hatte ich nämlich auch fotographiert, nur vergessen. Zum Thema später was, bin gerad aufgestanden und muß mich wieder mit meinen Wechelsjahrbedingten Hitzewallungen abqäulen.

Deborah hat gesagt…

Liane, ich möchte dir einen persönlich für dich umgeschriebenen Zuspruch geben in diese körperliche Umstellungszeit hinein:

3.Joh 2
2 Geliebte des HErrn Jesu, ich wünsche, daß es dir in allem wohlgeht und du gesund bist, wie es deiner Seele wohlgeht.

lg
Deborah

Deborah hat gesagt…

@Bento: Ja den Blick auf die Vollmacht, das Botschafter sein an Christi Statt, beinhaltet wesentlich mehr, als oft bewusst ist.

Dadurch, dass so vieles auf eine Leiterperson konzentriert und übertragen worden ist in der (frei)-kirchlichen Tradition, ist der Leib Christi weitgehend unmündig und ungeübt gehalten worden. Die vielen Salzkörner sind getäuscht worden und als Folge kommt Enttäuschung.
Gott sei Dank ent - täuscht Gott die Täuschung.

Da steckt viel drin in deinem Text...gutes Futter ....

Dein Heilungs- und Befreiungsbericht ist sehr ermutigend. :-)