Abgesehen davon, dass auf diese Weise meist nicht nur die frühe Freude ausbleibt, sondern Freude überhaupt nicht so richtig aufkommen will, sind die Angaben darüber, was genau denn nun zum Verlußt des von Christus erlangten Heils führen könne, oft vage oder auch sehr unterschiedlich. Da wird dann zunächstmal geprüft, ob du das Heil auch wirklich hast, bevor du es überhaupt wieder verlieren kannst - also ob dein Glaube "echt" ist, du die "richtige" Taufe empfangen hast usw...
Dann wird auch immer gerne von den "Werken des Glaubens" gesprochen, ohne die selbiger ja tot ist - genau, wenn etwas nicht lebendig ist, dann ist es tot - so seh ich das auch!
Aber bei der Frage, welches denn die Werke des Glaubens sind, und sonstige heilserhaltenden Maßnahmen im Christenleben, stehen unterschiedliche Listen zur Verfügung: Sie reichen vom einhalten der 10 Gebote und regelmässigen Gottesdienstbesuchen (nat. in der "richtigen" Gemeinde), über Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft, bis dahin, ob du auch brav den Zehnten abdrückst usw. (dass Jesus die Witwe ausdrückl. lobt, die ALLES gibt wird hier meist nicht erwähnt...). In vielen Gemeinden wird so ein Regelwerk aufgestellt, dass dem der über 600 Regeln des alten Bundes in nichts nachsteht und über das die Hirten und Geschwister dann liebevoll wachen, damit du nur ja auf dem rechten Pfad bleibst...
..ähm sorry, wie war das noch mit dem neuen Wein in alten Schläuchen?
Genau - beide sind dem Verderben geweiht!
Ja, aaber Vergeben müssen wir jedenfalls, sonst wird uns ja auch nicht vergeben, das steht ja ausdrücklich geschrieben!
Ach ja - da steht aber auch, dass wir vergeben sollen, WEIL unser Vater uns vergeben hat! Das ist das Vorbild und daher kommt diese Kraft ja überhaupt erst, die über das menschl. Ermessen hinaus geht und auch die Feinde und Peiniger mit einschließt.
Und mal so ganz by the way: Jesu Ansage in der Bergpredigt, "vergebt, so wird euch vergeben", steht in Luk.6 unter dem "goldenen Motto":
"Handelt so, wie ihr wollt, dass euch die Leute auch behandeln sollen" (V.31) und:
"Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist" (V.36) und dann geht es eben um den Umgang untereinander. D.h., wenn dort steht richte nicht, so wirst du auch nicht gerichtet, vergib, so wird dir vergeben usw., dann bezieht sich das keineswegs auf ein drohendes göttliches Strafgericht über nicht befolgte Gebote, sondern auf die Resultate in dieser Welt!
Tja, es ist schon schlimm, wenn man anfängt Mücken auszusieben, aber Kamele verschluckt, weil man einfach die Barmherzigkeit und die grenzenlose Liebe des Vaters nicht immer als Erstes auf dem Schirm hat.
Das vollbrachte Heil, das wir allein Jesus verdanken, ist göttlich und damit vollkommen und ewig und es ist auch der einzige Grund für unsere Freude und unseren grenzenlosen Jubel!

Wir sollten wirklich die ganze Waffenrüstung ergreifen, die Gott uns gibt! Und dazu gehört eben auch "der Helm des Heils" - ohne den, werden wir öfter mal was aufn Deckel bekommen!





.jpg)

