Montag, 8. Dezember 2008

Die Macht der Worte

Worte schaffen Realität!

Durch unseren Glauben erkennen wir, dass die ganze Welt durch Gottes Wort geschaffen wurde; dass alles Sichtbare aus Unsichtbarem entstanden ist.

(Heb.11,3)

Nicht nur dass Gott selber alles Geschaffene durch Sein Wort in´s Dasein gerufen hat, auch für uns ist es täglich erfahrbar und ganz einfach im Selbstversuch festzustellen:

Man begebe sich in das nächstgelegene Türkenviertel und rufe dort laut "Ihr schwulen Türken verpisst euch!" - sofort wird man die durchschlagende Wirkung dieser Worte erfahren, sie werden eine ganz andere Realität erschaffen, als wenn du sagen würdest: "Ey, bistu voll krass Alder, weisstu"!

Einem Mann wird vergolten, was sein Mund geredet hat, und er wird gesättigt mit dem, was seine Lippen ihm einbringen. Tod und Leben stehen in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, wird ihre Frucht essen.

(Spr.18,20/21)

Ja, es geht hier tatsächlich um Leben und Tod, um Fluch und Segen!

Wir kennen die Redewendung "etwas herbeireden" und so haben unsere Worte tatsächlich viel mehr Macht, als wir das im Allgemeinen wahrhaben wollen. Daher werden wir in der Bibel auch so oft ermahnt, dass kein Geschwätz oder unnütze Worte über unsere Lippen kommen sollen. Zank, Streit, Lästerung und dergleichen seien fern von uns. Es scheint nur ein "kleines Feuer" zu sein, aber entzündet einen riesigen Wald, ja die ganze Welt! (Jak.3) All das kommt aus unserem Herzen und ist Ausdruck einer falschen Herzenshaltung. Es zeugt von Welt- und Ichbezogenheit, Missgunst oder noch Schlimmerem und wir sollten es nicht noch rechtfertigen (Der Typ ist aber echt ein Sackgesicht), sondern erschrecken und sofort Buße tun - unser Denken und Reden ändern!.

Probier mal aus was passiert, wenn du zu deinem Lieblingsfeind gehst und sagst: "Sorry, ich hab die ganze Zeit schlecht über dich/sie geredet - ich bitte um Verzeihung und werde ab heute damit aufhören!" Das wird sicher eine neue Realität schaffen - und selbst wenn der andere ablehnt, es wird DICH freisetzten und verändern!

Erkenne die Macht deiner Worte und sprich Leben in diese Welt hinein!

Höre auch auf, dein eigenes Leben zu ruiniern, indem du schlecht über dich selber denkst und redest. Rede nicht deine Schwächen, dein Leid und dein Versagen ständig herbei, sondern danke Jesus und preise Gott, dass du durch die Kraft des Heiligen Geistes ein neues, gottmässiges Leben hast - davon rede!

Eine "unwiederstehliche" und kraftvolle Art, Licht und Leben in diese Welt zu bringen ist das Loben und Danken. Niemand kann der Wirkung widerstehen, wenn es von Herzen kommt. Es wird dein Leben und deine Beziehungen nachhaltig verändern. Die höchste Form davon ist das Lob Gottes aus dankbarem Herzen, dieser Lobpreis wird alle Gefängnismauern erbeben lassen, Türen weit öffnen und dich befreien:

Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobsangen Gott, und die Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich geschah ein grosses Erdbeben, so dass die Grundfesten des Gefängnisses erschüttert wurden, und sofort öffneten sich alle Türen und alle Fesseln lösten sich.

(Apg.16,25+26)

***

Kommentare:

storch hat gesagt…

Amen.

Apassionata hat gesagt…

Sehr guter Kommentar.Mit dem Entschuldigen beim ärsten Feind mag zwar das eigene Gewissen sanieren und befreiend sein. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, wenn man ehrlich hintritt und sein Versagen zugibt und sich wirklich um Versöhnung bemüht, daß dann das Gegenüber noch gemeiner und fieser sein kann. Den zweiten Teil mit dem nicht schlecht von sich selber denken und reden,daran arbeite ich und beherzige es. Dazu gehört auch das Meiden von Menschen, die mir nicht gut tun und die mich innerlich herunterziehen. Diese Freiheit nehme ich mir endlich! Im Übrigen hast Du auch mit dem Loben und Danken recht. Wenn ich Gott dankbar bin, kommt sehr viel Freude in meinen Alltag.

curioustraveller hat gesagt…

Oh Mann, da ringe ich im Augenblick ganz praktisch mit. Vor allem mit Leuten, die mir ans Leder wollen - nicht offen mir gegenüber, sondern durch Aufbauen von Fronten im Hintergrund. Ich frage mich ständig: Wie soll ich damit umgehen? Eigentlich wäre es richtig, die Leute zu konfrontieren und sich auszusprechen, aber es ist einfach manchmal oberflächlich befriedigender, den anderen innerlich niederzumachen und sich selbst im Recht zu fühlen. Oder als armes Opfer. Für mich gehört sehr viel Mut dazu, den von Dir beschriebenen Weg zu gehen, und ich hoffe, dass ich ihn zusammenkriege...

Bento hat gesagt…

@ Apassionata

..ich bin stolz auf dich! :-)


@ CT Rolf

ja - ringe drum und dann lass Jesus gewinnen!
hast recht, es braucht deutlich weniger Mut darüber zu schreiben! ;-)

Segen

Apassionata hat gesagt…

Wenn das Thema nicht so ernst wäre!!! lol lieber Bento!

Apassionata hat gesagt…

@Curioustraveller Jesus sagt nicht umsonst:"Seid klug wie die Schlangen und sanft wie die Tauben". Mit der Konfrontation solltest Du aber jemanden zur Seite haben und nicht ganz allein sein. Aber ich will Dich nicht mit Ratschlägen zutexten, Du machst Schweres mit. Ich will lieber für Dich beten.