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Also, soweit ich mich erinnere, es ist jetzt 15 Jahre her, war es etwa so:
Ich war also allein zuhause und griff aus dem Bücherregal eine Bibel, die noch aus meiner Konfirmationszeit stammte.
Ich war auf der Suche nach Antworten auf mein Leben.
Da passierte es...
Im Nachhinein erinnere ich mich noch, dass einige Tage oder Wochen vorher, bei einem Gespräch mit einem ebenfalls kiffenden Nachbarn das Gespräch auf das Thema Gott kam. Der Nachbar lehnte Gott total ab, er hatte irgendwie einen Hass auf Gott und Kirche, ....es gäbe gar keinen Gott....aber ich behauptet, dass ich an Gott glauben würde. LoL Danach hörte ich andauernd dieses Lied von Phil Collins im Radio: "you’re no son of mine....“ und ich fühlte mich dabei irgendwie merkwürdig angesprochen...hab aber auch nicht weiter darüber nachgedacht.
Also, ich allein zuhause, innerlich auf der Suche nach einer Antwort auf mein ständiges Scheitern, schlag die Bibel auf und finde gleich eine Stelle, welche ich mir zig Jahre vorher im Konfirmandenunterricht mit Bleistift angestrichen hatte...
Und es begab sich zu der Zeit, daß Jesus aus Galiläa von Nazareth kam und ließ sich taufen von Johannes im Jordan. Und alsbald stieg er aus dem Wasser und sah, daß sich der Himmel auftat, und den Geist gleich wie eine Taube herabkommen auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
Als ich dieses Wort las, besonders den letzten Satz, berührte es so tief mein Herz, wie nie etwas anderes zuvor. Das waren nicht einfach nur Worte, sondern etwas ganz Mächtiges:
Das ist die Wahrheit!
Sofort schlussfolgerte ich: ...dann muß es tatsächlich einen Gott geben.....
Ich sprang aus dem Sessel auf und fing an nach Gott zu rufen, immer intensiver immer lauter, "Gott, Gott..."
Ich ging durch den Raum und schrie, ich brüllte...immer nur „Gott, Gott“..lauter und immer immer wieder.
Plötzlich merkte ich, dass, wie ein Blitz aus dem Himmel, irgendetwas im Raum war.
Irgendwas war in meiner Nähe und das war mir unangenehm, unerträglich. (der Heilige Geist)
Naja, ich schrie weiter....Gott!
Plötzlich zog etwas meine Aufmerksamkeit weg (der Satan), ich stand vor meiner Hantelbank und konnte ein schweres Gewicht mit einer Hand mühelos aufheben, was mir sonst nur unter großer Anstrengung gelang...diesmal war es leicht wie eine Feder (Ablenkungsmanöver). Ich bekam dabei ein Gefühl, wie auf Kokain (eigene Stärke)
Aber nein, das war jetzt uninteressant.......ich schrie also weiter und fand mich plötzlich vor dem Spiegel.
Dort fing ich an unter Qualen zu Gott zu reden. Ich schaute dabei direkt in den Spiegel, mich an.
Allen Hass und alle Ungerechtigkeit die ich in mir hatte, ließ ich dabei raus:
Da sprach etwas in meinen Geist hinein:
Nein...das wollte ich auf keinen Fall und ich fing an zu heulen und schreien, nein Gott: ich vergebe, ich vergebe.........plötzlich wurde mir meine eigene Schuld völlig klar.
Ich war schuldig!
Es ging nicht um die Anderen, sondern nur um mich. Meine Schuld wurde mir bewusst, meine Unvergebenheit, Selbstgerechtigkeit und mir war klar, nun bin ich entlarvt! Ich stehe jetzt vor dem Richter und muß Rechenschaft ablegen für mein Leben, das nur aus egoistischem Müll bestanden hatte. Der Wert meines ganzes Lebens, welches blitzschnell an mir vorbei zog, war NULL, alles war sinnlos verschwendet! Mir war dann klar.
Das gerechte Urteil für mein Leben ist der Tod!
Rotz und Tränen liefen mir eimerweise aus dem Gesicht, ich brach zusammen und erwartete den Tod. Ich hatte das Urteil akzeptiert, ja, es war gerecht, dass ich nun sterbe.
Da zeigt mir Gott im Geist plötzlich dies: Sieh her...: mein Sohn! Erkennst du ihn (an)?
Über mich selbst, hatte ich aufgehört zu heulen, hatte den Tod akzeptiert, ich hatte die Schwelle überschritten, ich war praktisch schon tot. Jetzt schaute ich auf das, was Gott mir zeigte und erneut fing ich an zu heulen, nun aber über das, was Jesus angetan wurde. Gott hatte seinen eigenen Sohn gesandt und was hatten sie ihm angetan...wie gemein, wie schrecklich, wie ungerecht. Ich fühlte mit Gott.
Da fand ich mich auf einmal in Gottes Arm wieder, aufgehoben, geborgen, jemand wiegte mich hin und her wie ein Baby und der Geist Gottes sagte zu mir:
Da erhob ich mich nach einiger Zeit wieder.
Tags darauf hab ich mir dann wieder, einfach weil ich es so gewohnt war, das Haschpfeifchen angezündet und es wirkte nicht mehr. Nur ganz verschwindend leicht und überhaupt nicht mehr angenehm. In dem Moment war mir klar, diese Zeit ist vorbei, es macht keinen Sinn mehr Hasch zu rauchen.
Von dem Buch „Brüllen wie ein Löwe“, erfuhr ich erst Monate nach meinem Erlebnis. Interessanter „Zufall“, dass der Autor Koch, aus Rinteln kommt, was damals nicht weit von meinem Wohnort weg war.
Durch das Wort im Markusevangeliums fand ich zu Gott!
Der Teufel erscheint manchmal WIE ein brüllender (furchteinflößender) Löwe, und eben auch WIE ein Engel des Lichts...aber er ist weder das Eine noch das Andere. Also das Löwengebrüll ist schon ein wichtiger Teil meines Zeugnisses, denn Jesus ist nicht nur das Lamm.
PREIS DEM HERRN!!!

