Dienstag, 3. August 2010

Gemeinde wach auf!

Als nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Fürwahr, der HERR ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht! Und er fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte!
HIER IST NICHTS ANDERES ALS GOTTES HAUS, und
HIER IST DIE PFORTE DES HIMMELS.
(1.Mos.28:16+17)



DAS IST DIE GEMEINDE!

***

Diesen wunderbaren Bezug zum Traum von Jakob habe ich aus einer Predigt von Bill Johnson mitgenommen. Wer Englisch versteht sollte sich wirklich seine begnadeten Predigten auf Bethel-Church "sermon of the week" runterladen. Auch die anderen Prediger dort, wie Kris Valloton, Danny Silk u.a., sind absolut hörenswert.

Sonntag, 1. August 2010

Blogs - Relevanz und Ghetto

Dieser Blog ist nun drei Jahre alt. Es ist interessant hier nachvollziehen zu können, welche Entwicklung man selber in dieser Zeit durchlaufen hat, eine Menge inspirierender und herausfordernder Austausch fand hier statt und gleichzeitig ist es ein guter Zeitpunkt, mal ein Resumé zu ziehen.
Wegbegleiter Christof Lenzen spricht auf seinem Blog ein Thema an, was mich auch schon seit einiger Zeit beschäftigt und vermutlich einige andere auch:

Was ist mit der "christlichen Bloggerszene" los?

Handelt es sich bei den Blogs um eine aussterbende Spezies, sind es Ermüdungserscheinungen, weil irgendwie alles schonmal gesagt, geschrieben oder gelesen wurde, ist es schlicht der internetmässige Informations-Overkill, der langsam alles lahmlegt oder woran krankt die einstmals quicklebendige Bloggerszene?



Ich bin zu der Ansicht gelangt, dass die Bloggerszene ein recht authentisches Bild der realen christlichen Landschaft wiederspiegelt.

Wir stellen gerne die Frage nach der Relevanz - warum tun wir, was wir tun, was soll das und wem nützt es was? Welche Themen könnten die Menschen interessieren, wie können wir die Menschen besser erreichen, wieviele Zugriffe haben welche Themen, wer ist mein "Publikum" und wie können wir uns näher kommen?

Ich denke diese Frage ist schon im Ansatz falsch und ich habe es immer vermieden, die Bloggerei unter dieser Lampe zu betrachten. So habe ich z.B. sehr schnell zu Beginn meinen "Blogcounter" gleich wieder abgeschaltet, der mir jeden Morgen meine "Erfolgs- und Relevanzquote" erklären wollte...

ich finde diese Frage nach der Relevanz auch nicht im Evangelium. Da wird fröhlich drauflos das getan, was getan werden muß -
Hauptsache es ist vom Geist geleitet!
Es wird fleißig ausgesät und niemand ist bekümmert darüber, dass einiges auf den Weg fällt oder unter die Dornen gerät. Das Evangelium muss unters Volk und darf nicht im stillen Kämmerlein und im verschlossenen Obergemach bleiben. Diese Botschaft ist einfach zu drastisch:

JESUS LIEBT DICH TOTAL!!

Es wird überall in den Synagogen gelehrt und gestritten, manchmal fliegt man raus, muss gar fliehen oder wird wahlweise auch gesteinigt, manchmal trifft man auf wohlgesonnene Leute, die in den Schriften forschen, ob es sich tatsächlich so verhält. Aber immer geschieht es in der Öffentlichkeit - alle können es sehen und hören - auf den Plätzen in den Hallen und sogar in den Stadien. Und das ganz ohne Netz und doppelten Boden! Paulus konnte nicht steuern, welche Kommentare er zuließ, er war einfach fest im Sattel und wusste, dass er die besseren Argumente hatte.

Wieso müssen wir uns denn heute so (voneinander) abschotten?
Könnte es sein, dass wir uns der grundsätzlichen Unerträglichkeit unserer geistlichen Lagerbildung durchaus bewusst sind, aber dennoch den Weg heraus nicht gehen, weil wir uns eigentlich so viel sicherer und wohler fühlen?...

Es ist genau das, was wir Christen sehr gerne tun, wir wollen unter unseresgleichen sein und bleiben. Jaja, ist schon ok ihr Ökumeniker - ich weiß dass es euch gibt. Doch hat die Tatsache, dass man mit dem "anderen Lager" kommuniziert, bisher noch nirgends auch nur ansatzweise zur Auflösung der Lager geführt - oder? Es ist ja nichtmal das angestrebte Ziel, soweit ich das durchschaue. Doch solange wir einen Austausch "über den Gartenzaun" pflegen, besiegeln wir nur unsere christl. Schrebergärtnerei und öffnen nicht das weite Land für die Menschen, die so dringend nach tatsächlicher Relevanz suchen!

Leider wird das Christentum vornehmlich von Theologen beherrscht und nicht von Erlösten, denen Erlösung das Erste ist. Nein, es muß schon auch die richtige Theologie mit adaptiert werden und da gibt es nunmal weit und breit niemanden, der so nahe dran ist, wie wir selber...
oder?

Wir sind nur richtig, wenn wir an JESUS dran sind, Er selber ist die perfekte Theologie und Er war in keiner Weise exklusiv!
ER ist der Weg, auf dem ER rettet, befreit, heilt und erlöst - und nicht irgendeine noch so klevere theologische Erkenntnis oder Ausrichtung. Mir ist als Zeichen für diesen Irrweg immer der sogenannte "Taufunterricht" vor Augen, der in vielen Gemeinden eine wochen- oder moantelange "Vorbereitung" auf die Taufe fordert - Jesus hat es andersrum gesagt: Macht zu Jüngern, tauft und DANN lehrt sie alles halten...

ohh - komme ich vom Thema ab?
Keinesfalls!

Unsere Relevanz in dieser Welt ergibt sich EINZIG daraus, dass wir zu Jesus gehören und Er uns aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht gerettet hat - PUNKT

Solange wir versuchen die Menschen von unser eigenen Glaubwürdigkeit oder theologischen Richtigkeit zu überzeugen, damit sie gefälligst auf DIESEM Weg dann auch Christus annehmen, oder sich wahlweise der korrekten theologischen Ausrichtung anschließen, solange bin ich nicht wirklich "mit Ihm" unterwegs, sondern sammele in die eigene Scheune, ziehe Menschen hinter mir selber her und zerstreue die Herde nur.

Weia - wer sich jetzt wohl wieder alles angegriffen und in seinen "religiösen Gefühlen" (was isn das überhaupt?) verletzt fühlt...
Leute ich greife hier niemanden an und möchte auch nicht verletzten -

ICH SAGE MEINE MEINUNG!!
(und das ist doch wohl die Hauptsache an der ganzen Bloggerei)

...wer ´ne andere hat, kann das gerne kundtun und wir können uns darüber austauschen - solange man sich nur nicht immer "so verletzt fühlt". (In dem Fall sollte man mal nachschauen, wodurch man eigentl. angreifbar und verletzbar geworden ist.)
Wenn wir nicht mehr hart aber fair um die Wahrheit ringen, können wir uns auch ne Flasch Bier holen und vor die Glotze legen...

Und noch was zum Punkt christliches Ghetto.

Eigentlich sollte die Bloggerei ja genau dieses Manko überwinden, weil man sich endlich mal ganz locker und unbefangen mit Leuten austauschen kann, die niemals in der eigenen Gemeinde auftauchen würden, dort zu Wort kämen oder predigen dürften, weil sie nicht im eigenen Gemeindebund Mitglied sind oder sonstige Anforderungen nicht erfüllen. Schließlich muß die Gemeinde ja vor Irrlehren bewahrt werden...

Doch man er-lebt auch hier wieder die gleichen Muster:
Solange einem alles in den Kram passt, ist man willkommen und bekommt Lob und Beifall und die besten Plätze zugewiesen, aber wehe es geht einem was gegen den theologischen Strich oder die eigenen Befindlichkeiten geraten in Wallung - da ist man in der Bloggerszene genauso schnell gemieden, wie im wahren christl. Leben.

Naja - wen interessiert´s eigentlich, was ich hier schreibe ;-)...

Jedenfalls wollte ich mal sagen, dass ich nicht facebook & Co für die Übeltäter halte, sondern dass die "Szene" sich durch ihre Lagerbildung mal wieder selber irrelevant gemacht hat. Wir haben offensichtlich immernoch nicht verstanden, dass es nur einen Leib und eine Familie Gottes gibt. Wir isolieren uns und andere von den Antworten, die Gott für uns hat, weil wir entscheiden, wer und was relevant ist und wer und was nicht und danach entscheiden, wer uns "wohlgefällig" ist und mit wem wir kommunizieren.


Und wenn ihr liebt, die euch lieben, was für Dank ist es euch? Denn auch die Sünder lieben, die sie lieben. Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, was für Dank ist es euch? Denn auch die Sünder tun dasselbe.
(Luk 6:32+33)

***

ps - was mich persönlich und die relativ geringe Frequenz auf diesem Blog betrifft, so sind es nicht nur die 40° im Schatten, die meine Hirnmasse in einen Ausnahmezustand versetzten, sondern auch ein großes Projekt an dem ich derzeit arbeite und worüber es demnächst hier was zu lesen geben wird...

Dienstag, 27. Juli 2010

Geld, Zinsen und Schulden

Die Sache scheint ganz eindeutig zu sein:
In den Büchern Mose verbietet Gott es immer wieder ganz klar, dass man in Seinem Volk auf Geld oder Waren Zinsen nimmt und seinen Bruder verschuldet:

Wenn du meinem Volke, dem Armen bei dir, Geld leihst, so sollst du ihm nicht sein wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen. Wenn du irgend deines Nächsten Mantel zum Pfande nimmst, so sollst du ihm denselben zurückgeben, ehe die Sonne untergeht;
(2.Mo.22:25+26)

Dein Geld sollst du ihm nicht um Zins geben und deine Nahrungsmittel nicht um Wucher geben.

(3.Mo 25:37) uva...

Dann gibt es da aber auch diesen lässigen Nebensatz:

Du sollst deinem Bruder keinen Zins auflegen, Zins von Geld, Zins von Speise, Zins von irgend einer Sache, die verzinst wird. Dem Fremden magst du Zins auflegen, aber deinem Bruder sollst du keinen Zins auflegen; damit Jahwe, dein Gott, dich segne in allem Geschäft deiner Hand in dem Lande, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.
(5.Mo.23:19+20)

Achso - na dann heißt das für einen Christen jetzt (mal ganz abgesehen von der tatsächl. Praxis), dass wir nur von Muslimen, Budhisten usw. Zins nehmen dürfen?

Das wäre hier wohl die falsche Auslegung, denn schließlich gilt laut Jesu Worten bezüglich dem Gesetz und den Propheten eine besondere Grundregel im Neuen Bund:

Alles nun, was immer ihr wollt, daß euch die Menschen tun sollen, also tut auch ihr ihnen; denn dies ist das Gesetz und die Propheten.
(Mat 7:12)

oder auch

Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, was für Dank ist es euch? Denn auch die Sünder tun dasselbe.

(Luk 6:33)

Somit ist der Zins wohl genauso hinfällig wie die Steinigung eines Sünders.

Also doch keine Zinsen nehmen von niemandem!

Da gibt es aber noch eine andere Ansage:

So solltest du nun mein Geld den Wechslern gegeben haben, und wenn ich kam, hätte ich das Meine mit Zinsen erhalten.
(Mat 25:27)

...also doch? - Jetzt blickt ja wohl langsam niemand mehr durch...

Man beachte, dass es sich hier um ein Gleichnis handelt, bezgl. dessen, was der Herr bei Seiner Wiederkunft von uns fordert aufgrund der Talente (also Seinem Eigentum), die Er uns überlassen hat, als Er "ausser Landes reiste" (V.14,15)

Man kann das hier also schwerlich auf einen tatsächlichen Geldverleih gegen Zinsen beziehen, denn es ist ja ein Teil der Antwort an den "bösen und faulen Knecht", der sein Talent vergraben hatte. Jesus forderte aber von ihm, dass er es den Anderen zur Verfügung gestellt haben sollte, damit es "Ertrag" bringt - hieraus eine Rechtfertigung für Zinsgeschäfte abzuleiten, halte ich nicht für legitim.

Was bedeutet das nun für unsere heutige Kultur und Wirtschaft, für die Praxis im Kapitalismus, dessen Motor ja grade das Zinsgeschäft und der Profit ist - je mehr umso besser!?



Es bedeutet nach meiner Ansicht, dass wir da einem System dienen, dass deutlich mehr mit dem Tanz um das goldene Kalb gemeinsam hat, als mit dem Willen Gottes! Dass wir fleißig mit dazu beitragen den Zorn Gottes über all diese Ungerechtigkeit herbeizuführen, die den Menschen schon jetzt zum Verhängnis wird. Denn die Reichen immer reicher und die Armen werden offensichtlich immer ärmer, bis alle verschuldet und versklavt sind.

Das ist eindeutig Dienst an Mammon und ganz sicher nicht im Sinne von Jesus!

Wir schauen bei diesem Thema gerne auf unser eigenes kleines "Guthaben" und legen es "für die Zukunft" bei der Bank an, die die meißten Zinsen gibt - man ist ja schließlich nicht blöd...
ich persönlich konnte das noch nie und habe Geld immer sofort wieder investiert und in Umlauf gebracht - sehr zum Leidwesen meiner Frau, denn es bringt uns immer wieder an den finanziellen Abgrund. Würden die gesparten Billionen jedoch in Umlauf sein, hätten wir wohl alle fetten Wohlstand, eine blühende Wirtschaft und keine Arbeitslosigkeit - oder?!

Allerdings erscheint das globale Finanzwesen uns Otto-Normalos völlig unüberschau zu sein, und delshalb wenden wir uns meist achselzuckend unseren eigenen Geschäften zu. Gestern habe ich den sehr lesenswerten Artikel eines Fachmanns gefunden, der diese scheinbar undurchschaubare Komplexität auf einen einfachen Nenner bringt und es so erklärt, dass sogar ich es verstehe:


Professor Dr. Dr. Wolfgang Berger zum Thema:

Geldsystem: Die Endphase.

wohl bekomm´s!

***

Mittwoch, 21. Juli 2010

Psalm 137 - check it!

Sehr cooler Beitrag von Storch mit absolutem Kultfaktor!




Jesus Punk hat dieses geniale Projekt gestartet, wo jeder einen Psalm aus der Volxbibel vorlesen kann und es dann auf Youtube veröffentlicht. Mehr Infos und welche Psalmen schon gelesen wurden auf ihrem Blog Gekreuzsiegt

***

ein einfacher Test

Hier ist ein simpler Test über Gemeinde und Leiter -
wo ist der Schwerpunkt, Religion oder der Geist Gottes?

1. Predigt man Vergebung und Freiheit, aber lässt dich wieder nach Hause gehen mit deinen Belastungen und Problemen?
2. Führt man in persönl. Begegnungen mit Gott oder wirst du nur über Gott belehrt?
3. Kommst du in Seine Herrlichkeit und erlebst Seine Kraft oder spricht man nur über Seine Herrlichkeit und Kraft?




Wenn du hier nicht von Herzen JA sagen kannst, dann bist du in einer religösen Veranstaltung gelandet - setze alles daran, dass der Heilige Geist den gebührenden Raum bekommt. Wenn der Widerstand zu groß ist, verschwende nicht deine kostbare Zeit und beeile dich eine Geist-geleitete Gemeinde zu finden!

Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hineinwollen, lasst ihr nicht hineingehen.
(Mat.23:13)

***

Sonntag, 18. Juli 2010

Verschwende nicht deine Zeit

...dem Nichtigen hinterher zu jagen!

Er verlasse sich nicht auf Nichtiges, er wird irregeführt; denn Nichtiges wird sein Lohn dafür sein.
(Hiob15:31)


Wozu brauchen wir dieses und warum brauchen wir jenes....



wir tanzen an den Füssen des HERRN -

...da ist die helle Freude, alles ist die reinste Wonne...

PREIS DEM HERRN!





Und es geschah, als die Lade Jahwes in die Stadt Davids kam, da schaute Michal, die Tochter Sauls, durchs Fenster; und sie sah den König David vor Jahwe hüpfen und tanzen, und sie verachtete ihn in ihrem Herzen.
(2.Sam.6:16)

...die Welt wird uns für durchgknallt halten - uns belächeln, verspotten und verachten -
na und?

***

Dienstag, 13. Juli 2010

Wozu die fünf Dienste?

Und er (Christus) hat die einen gegeben als Apostel und andere als Propheten und andere als Evangelisten und andere als Hirten und Lehrer,
(Eph 4:11)

Wir haben es heute oft nur noch mit Hirten und Lehrern zu tun. Apostel und Propheten scheinen schon weitgehend ausgestorben zu sein und unsere Evangelisten schicken wir in die Welt hinaus...

Doch meine Fokus heute ist ja:

WOZU?

Was sollen diese Leute denn eigentlich tun, die (nach V.8) besondere Gaben empfangen haben?
Sie tun diese Dienste..

...zur Vollendung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Auferbauung des Leibes Christi,

(V.12)

Wenn wir das Wort Vollendung hören, denken wir sofort an die Ewigkeit - vorher erwarten wir doch gar nichts Vollendetes!
Doch es steht hier ausdrücklich, dass diese Vollendung "das Werk des Dienstes" betrifft - also durchaus hier auf Erden gefragt ist! Und das auch nicht zuerst, um die verlorene Welt zu retten, sondern erstmal "für die Auferbauung des Leibes Christi"!

...bis wir alle hingelangen zu der Einheit des Glaubens und zur Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu dem erwachsenen Manne, zu dem Maße des vollen Wuchses der Fülle des Christus;
(V.13)

Eine solchermassen "vollendete Gemeinde" ist die herrliche Braut Jesu und hat dadurch eine unwiederstehliche Anziehungskraft. Wenn aber dieses wichtige Werk der "Vollendung" nicht im Mittelpunkt der Dienste steht, dann läuft etwas total falsch und wir werden eben nicht zur "Einheit des Glaubens" und schon gar nicht zu der "Fülle des Christus" gelangen, sondern werden die Gemeinde innerlich spalten in ordinierte "Geistliche", die sich meißt nicht nur durch ihre Kleidung, sondern besonders durch ihre Position von der übrigen Gemeinde "abheben"...





...und in solche, die von den Diensten und Belehrungen dieser "Hauptamtlichen" abhängig bleiben und einmal die Woche eine Predigt über sich ergehen lassen. Das ist aber nunmal kein bloßer "Formfehler", sondern es bewirkt eine ganz andere "Geisteshaltung" und birgt sehr große Gefahren, denn eigentlich geht es darum,

...daß wir nicht mehr Unmündige seien, hin-und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind einer Lehre, die da kommt durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum;
(V.14)

Unmündige sind dem Irrtum und den Verführungen ausgeliefert. Diese finden durch die Tore von Stolz, Überheblichkeit, Anmaßung und allen anderen menschl. Schwächen in die Gemeinde Einlass und bringen völlig andere Strukturen und Ziele hervor. Sowas führt dann genau in die andere Richtung - statt Vollendung halten wir die Unvollkommenheit der Gemeinde noch für angebrachte Demut!

Jesus hat aber für Seine Gemeinde ein ganz anderes Ziel:

...sondern die Wahrheit festhaltend in Liebe, laßt uns in allem heranwachsen zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus,

(V.15)

Statt dass an dieser Wahrheit in Liebe festgehalten wird, versucht man doch wenigstens die Liebe festzuhalten. Das geht aber nicht und bringt auch den Verlußt der Wahrheit mit sich!
Es gibt bei dem Versuch, durch eine "variabele Wahrheit" wenigstens an der Liebe festzuhalten, auch kein wirkliches Heranwachsen des Leibes mehr zum Haupt hin,

...aus welchem der ganze Leib, wohl zusammengefügt und verbunden durch jedes Gelenk der Darreichung, nach der Wirksamkeit in dem Maße jedes einzelnen Teiles, für sich das Wachstum des Leibes bewirkt zu seiner Selbstauferbauung in Liebe.
(V.16)

"Jedes Gelenk / jedes einzelne Teil"!

Wenn wir in unseren Versammlungen auf jeden verzichten können, nur auf den "Herrn Pastor" nicht, dann haben wir es längst mit einem "christlichen Unterhaltungsprogramm" zu tun, wo die hauptamtlichen Akteure für ihren Dienst bezahlt werden und man dafür von IHNEN erwartet, dass SIE den Leib auferbauen sollen -

was für eine Verwirrung!

Hier heißt es doch ganz ausdrücklich, dass DURCH DIE WIRKSAMKEIT JEDEN EINZELNEN TEILES die SELBSTAUFERBAUUNG des Leibes in der Liebe geschieht!!

Kann es sein, dass wir meißtens ein ganz anderes Programm fahren und wir ein völlig anderes Verständnis von der Bedeutug der Dienste in der Gemeinde haben?...

***

Montag, 12. Juli 2010

Tempelreinigung

Die Geschäfte laufen gut, aus aller Herren Länder sind Pilger zum Passahfest in Jerusalem und um anzubeten im Tempel. Dort ist ein Treiben wie auf einem Jahrmarkt.

Doch plötzlich bricht die Panik aus.

Menschen schreien wild durcheinander und fliehen aus den Vorhallen in denen sie eben noch ihren Geschäften nachgegangen sind, Tische werden umgestossen, Tiere reißen sich von den Ketten los und laufen wild durcheinander, Wechsler raffen ihr Geld zusammen, Tauben flattern umher, es ist ein Lärm und stinkt tierisch wie in einem Stall nach Kot und Schweiß. Eben lief der religiöse Betrieb doch noch wie gewohnt ab. Jeder machte was er schon immer tat und die Aufseher fanden das doch auch völlig ok, denn auch sie bekamen ihren Anteil - alle machten gute Geschäfte bei dem gewohnten Deal, dass viel Geld über die Tische der Händler ging, was für die vorgeschriebenen religiösen Riten bezahlt und eingetauscht wurde. Das war doch schon immer so und nötig für den üblichen Gottesdienst.

Oder war es ursprünglich mal anders?
Und wenn schon - die Zeiten ändern sich eben...


Doch was ist denn nun passiert? Das ist ja das reinste Chaos - sowas kann doch unmöglich Gottes Wille für den Tempel sein!



"Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig und reitend auf einer Eselin und auf einem Füllen, des Lasttiers Jungen."

Waas - das soll der König sein, der nach Jerusalem in Seinen Tempel kommt?

Die Volksmengen aber, welche vor ihm hergingen und nachfolgten, riefen und sprachen: Hosanna dem Sohne Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!

Das soll also der sein, um den das ganze Treiben eigentlich geht - der lange erwartete Messias im Namen des Herrn - der Sohn Davids. Aber war Er das wirklich?
So eine umstrittene Person?..

Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach: Wer ist dieser? Die Volksmengen aber sagten: Dieser ist Jesus, der Prophet, der von Nazareth in Galiläa.

Was denn nun - König oder Prophet? Und was wird Er nun tun, um Seinen Herrschaft zu beanspruchen, falls er wirklich der König ist? Wird Er sich mit den Würdenträgern und den religiösen Führern zusammentun und werden sie seine Regentschaft bestätigen?

Weit gefehlt - Er tut etwas ganz unerwartetes,
damit hatte wirklich NIEMAND gerechnet:

Und Jesus trat in den Tempel Gottes ein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften, und kauften, und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um.

Aauweia - was für ein Unruhestifter. Hatte Er nicht eben noch behauptet, dass Er die Sanftmütigkeit in Person ist? Was hat Ihn denn nur so aufgebracht?

Und er spricht zu ihnen: Es steht geschrieben: "Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden"; "ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht".

Ach komm Jesus, jetzt werd mal nicht kleinlich mit deiner Schriftauslegung - das ist doch gaanz normal alles, so machen wir das doch schon immer, schließlich beten wir doch auch... und vor allem: Was soll das? Du bringst doch nur alles durcheinander..

...und wem nützt denn das?

Und es traten Blinde und Lahme in dem Tempel zu ihm, und er heilte sie.

Ohje - für die paar Bedürftigen musste Er den ganzen "Gottesdienst" auf den Kopf stellen - wäre das nicht auch anders gegangen?...

NEIN!

Erst wenn wir den "frommen Betrieb" beenden und diejenigen, die sich daran bereichern hinausgejagt haben, kann und wird der Wille Gottes geschehen!

***

(Matthäus 21:5-14)

Montag, 5. Juli 2010

Das Schönste an einer Reise...

...ist es wieder nach Hause zu kommen.
:-)

Dieser schlaue Spruch (von dem ich nichtmal genau weiß ob er mir grade selber eingefallen ist, oder ob er aus den Katakomben der Erinnerung heraufgeklettert ist), trifft im aktuellen Fall aber nur sehr bedingt zu, denn diese kurze D-land Tour war wirklich ein Hammer!!
(..was das nachhause kommen zur süßesten aller Frauen keinesfalls weniger schön gemacht hat.)

Diese 14 Tage waren sowas von angefüllt mit wunderbaren Begegnungen, Erlebnissen und Äktschn, dass es unmöglich ist, hier auf alles näher einzugehen - daher nur ein paar Eindrücke:

"Auslöser" war der 84. Geburtstag meiner Mutti - sie ist noch so fit, dass es richtig Spass macht mit ihr!


Geburtstagsgeschenk von meinem Bruder und mir war ein neuer Anstrich, denn seit sie kürzlich aufgehört hat zu rauchen(!), fand sie die gelbe Nikotin-Tapete auch nicht mehr so prickelnd...
..und das Grillfest bei Strahlewetter war einfach lecker!

Auch mit meinem Sohn, der nun seit etwas über einem halben Jahr in Hamburg lebt, konnte ich ein paar Tage verbringen - er hat kürzlich im Traum eine krasse Offenbarung bekommen und wir hatten so einiges zu besprechen...

Aber ich hab auch noch viiieeel mehr Family in D-land!

Geschwister vom Allerfeinsten, die an so exotischen Orten leben wie z.B. in Leverkusen, bei denen ich auch gewohnt habe und wo ich wirkl. meine "2. Heimat" habe - eine freakige Gemeinde in Remscheid, wo alle sooooo genial sind, dass man gar nicht mehr weg möchte und man erstaunliche Sachen erlebt, wie z.B. dass ein Pastor auf sein Gehalt verzichtet - ein wunderbares argentinisch / deutsches Ehepaar, die einen professionellen Radiosender mit der Top Message betreiben, sie haben mich im vergangenen Jahr mal interviewt und diesmal habe ich einige Texte aus diesem Blog eingelesen - das Besondere dort sind auch die krassen Gebetszeiten, die meißt länger dauern, als die Aufnahmen und wo der Geist mächtig wirkt!...

Habe aber auch wieder einen ganzen Haufen interessanter neuer Leute kennen gelernt, wie z.B. einen jungen Hauskreis bei Bonn, die wirklich jesusmässig unterwegs sind und einen genialen Dienst tun, indem sie z.B. Teams ohne Geld (nur mit einer Bahnfahrkarte) quer durch Deutschland senden um zu evangelisieren und um für Menschen und ihre Nöte zu beten und die grade einen jungen persischstämmigen Christen nach Kenia aussenden (er wird heute abfliegen) - auch an einem Reifetraining der übergemeindlichen Initiative Stand-up in Solingen konnte ich teilnehmen und habe dort neue Kontakte geknüpft uswuswusw...

..sorry, das muss jetzt reichen, obwohl es nur ein Ausschnitt ist!

Doch noch etwas wirklich sehr Abgefahrenes:

Eine prophetisch begabte Frau hat bei einer gemeinsamen Autofahrt sehr kraftvoll in mein Leben gesprochen und u.a. eine Schau gehabt, die sich noch am gleichen Abend erfüllt hat!
Als ich beim Abendspaziergang einen sehr klaren jungen Mann traf, haben wir uns die halbe Nacht auf einer Waldlichtung sehr offen unterhalten, ich konnte ihm sehr ausführlich Zeugnis von Jesus geben und wir sind uns danach in die Arme gefallen und haben uns mit Halleluja-Rufen quer durch den nächtlichen Wald voneinander verabschiedet...

(..schreib mir mal ne Mail, Christof, falls du das hier liest!)

...ohh yeah baby!

Doch auch zuhause ging es gleich weiter, als ich auf dem Weg vom Flughafen an einer Quelle Halt machte und eine deutsche Ärztin kennengelernt habe, die u.a. hier ein paar Dörfer weiter Bibelstunden hält(!) - und auch gestern, als wir wieder bei dieser wunderbaren Gemeinschaft von Christen aus allen Nationen an der Algarve dabei waren, dort ist das Thema derzeit der Heilige Geist (na sowas *gg*) und ich habe vorgeschlagen dort nun ein Gebetsteam zu installieren...



...woooow - DANKE PAPA!!

Es ist so schön, nicht nur bei Dir, sondern überall zuhause zu sein!

***

Freitag, 25. Juni 2010

Geld oder Liebe?

"Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon."

Diese klare Ansage aus Lukas 16:13 ist an radikaler Aussschließlichkeit kaum zu übertreffen.
Wie kommt Jesus überhaupt dazu, den Dienst für Gott mit dem Dienst für Geld in Verbindung zu bringen? Nun, von der religiösen Elite Seiner Zeit wird im selben Kapitel bezeugt:


"Dies alles hörten aber auch die Pharisäer, die geldliebend waren, und sie verhöhnten ihn."
(V.14)

Diese Leute waren wohl nicht mit geldgierigen Geschäftemachern zu vergleichen, denen der Profit über alles geht, aber genauso wie sie es liebten beim Volk in hohem Ansehen zu stehen und immer auf den besten Plätzen zu sitzen, genossen sie es auch, aufgrund der festgesetzten Abgabe des Zehnten, ein finanziell abgesichertes Leben zu haben. So konnten sie sich ganz auf den geistlichen Dienst konzentrieren. Doch dieser Dienst war längst entartet und es wurden oft genug nur noch zum Schein lange Gebete gesprochen und man schämte sich nicht, über alles Maß hinaus sogar die Häuser der Witwen und Waisen für sein eigenes Wohlergehen zu verzehren...


Das sowas mit geistlichem Leben unvereinbar ist, leuchtet jedem ein - von daher hatten diese Leute auch nur Hohn und Spott für den Messias übrig, als er über Treue und Vertrauen redete, die auch den finanziellen Bereich umfasst. Paulus stellt im 1.Brief an Timotheus klar, dass Liebe zum Geld einen leitenden geistlichen Dienst in der Versammlung ebenso unmöglich macht wie z.B. ein Säufer oder Schläger zu sein:


Der Aufseher nun muss untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfrei, lehrfähig, kein Trinker, kein Schläger, sondern milde, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend..."

(1.Tim.2:2,3)





Im neuen Bund lesen wir dann auch folgerichtig nirgendwo etwas von einer festgessetzten Abgabe und ein besonderer Priesterdienst ist ohnehin abgeschafft. Wenn Sammlungen und Spenden stattfanden, dann nicht etwa um geistliche Dienste damit zu finanzieren, sondern um Bedürftigen und Notleidenden zu helfen.

Paulus arbeitete wohl wie kein Zweiter im Reich Gottes, aber er war auch gelernter Zeltmacher und schaffte für seinen Unterhalt und auch den seiner Mitarbeiter mit seinen eigenen Händen. Obwohl es rein rechtlich gesehen andere Möglichkeiten gäbe, stellt er seinen Wandel ausdrücklich als ein Vorbild für den geistlichen Dienst im Leib Jesu hin:

Denn ihr selbst wisst, wie man uns nachahmen soll; denn wir haben unter euch nicht unordentlich gelebt, noch haben wir von jemand Brot umsonst gegessen, sondern wir haben mit Mühe und Beschwerde Nacht und Tag gearbeitet, um keinem von euch beschwerlich zu fallen. Nicht, dass wir nicht das Recht dazu haben, sondern damit wir uns euch zum Vorbild gäben, damit ihr uns nachahmt.

(2.Thes.3:7-9)


Wir sind aus den meißten Versammlungen und erst recht von den Kirchen etwas ganz anderes gewohnt und sehen das als normal an - die Norm muss aber das Wort Gottes auch in dieser wichtigen Sache sein. Es sollte uns doch zu denken geben, dass zu der Zeit, als in der Gemeinde bezahlte geistl. Ämter noch undenkbar waren, ein so reges geitliches Leben herrschte und die Wirksamkeit des Geistes oft so dramatisch war, wie es heute nur selten zu finden ist...



Doch es gibt Hoffnung!

Vielerorts erlebe ich, dass der Heilige Geist den Finger auf das bezahlte Pastorenmodell legt, für das es nunmal kein Vorbild im NT gibt. Vor ein paar Tagen durfte ich dann dabei sein, wie ein befreundeter Leiter, der seit vielen Jahren ein festes Gehalt für seinen Dienst bezieht, für die Gemeinde völlig überraschend auf jegliche weitere Lohnzahlungen verzichtet, weil der Heilige Geist ihn genau dahin geführt hat.

PREIS DEM HERRN und großen Respekt für den Bruder!

Ich bin mir sicher, dass solches Vertrauen (auch in allen finanziellen Belangen) kein Verlust sein wird. Dieser konsequente Schritt wird vor allem großartigen geistlichen Segen für ihn selber und auch die gesamte Gemeinde mit sich bringen!

"Schmeckt und seht, dass der HERR gütig ist! Glücklich der Mann, der sich bei ihm birgt! Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn keinen Mangel haben die, die ihn fürchten."

(Ps.34:9,10)

***


Habe hier und da bereits was zum Thema Gemeindeleitung und Pastoren geschrieben.