Freitag, 16. Januar 2009

Den Heiligen Geist empfangen II

"Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden seid?"
(Apg.19,2)

Diese Frage stellt Paulus einigen Jüngern in Ephesus.
Seltsamer Weise gehört es heute in weiten Kreisen zu den "no go" Fragen. Die Gründe möchte ich jetzt gar nicht erst anfangen zu beleuchten, sonst kommen wir hier heute mit dem Thema wieder nicht weiter...
aber hast DU dir diese Frage schonmal gestellt?

Jedenfalls gibt es auf eine solche Frage zwei mögliche Antworten, im Fall dieser Leute, war die Antwort "Nein", denn sie hatten noch nichtmal was vom Heiligen Geist GEHÖRT! Sie waren von Apollos unterwiesen worden und der war zwar "brennend im Geist" und lehrte sorgfältig die DINGE VON JESUS (18,25), aber er wusste noch nichtmal was von der Taufe, sondern kannte nur die Taufe des Johannes. Glücklicherweise nahmen ihn Geschwister dann mal mit zu sich nach Hause und legten ihm DEN WEG GOTTES GENAUER AUS (V.26) - man kann getrost davon ausgehen, dass es bei diesen Gesprächen um die Taufe und den Empfang des Hl.Geistes ging -

Der Weg Gottes!

Also ich kann nur sagen, diese Story trifft GENAU auf mich selber zu!
Ich kam auch durch einen Bruder, der brennend im Geist und voller Liebe war, zum Glauben und es kam sogar zu einer machtvollen ersten Begegnung mit Jesus. Dennoch hatte ich NICHTS NULL NADA vom Heiligen Geist GEHÖRT!

Paulus forscht dann erstmal weiter, ob die Jungs überhaupt richtig getauft waren - und sieheda, sie waren nur auf die Taufe des Johannes getauft (die Apollos ja zu diesem Zeitpunkt selber nur kannte). Kurzerhand erklärt Paulus ihnen, dass die Taufe der Buße (Sinnesänderung) ja nur ein Hinweis auf den kommenden war - Jesus. Als sie das HÖRTEN, ließen sie sich auf den Namen Jesu taufen. Das war beileibe keine "Formsache", sondern die Taufe des Johannes hatte keine der Verheissungen, die mit der Taufe auf den Namen Jesu verbunden sind!
(..andere Baustelle, aber wer über die Bedeutung und die vielen wunderbaren Verheissungen der Taufe im Namen Jesu nicht im Bilde ist, kann sich dazu den Blog "Eine Taufe" mal reinziehen.)

Auch hier ist die Parallele zu meinem Werdegang erstaunlich:
Ich möchte jetzt hier nicht noch das Fass der Kindertaufe aufmachen, aber für mich war es klar, dass ich nicht nach bibl. Ansage und Vorbild getauft war, als mir erstmals ein Bruder die Einzelheiten der Taufe verklickert hat, die Jesus und die Apostel lehrten und praktizierten. Daraufhin tat ich Buße - d.h. ich änderte mein Denken dbzgl. und ordnete mich dem Wort unter. Dieser Bruder kam dann extra angereist und wir stiegen gemeinsam in den Bewässerungstank und ich ließ mich taufen auf den Namen Jesus zur Vergebung der Sünden (Apg.2,38). Auch das wurde durch ein Zeichen bestätigt.

Leider konnte auch dieser wunderbare Bruder mich nicht über den Heiligen Geist informieren, da er eine Theologie vertrat, die den Empfang als EIN Geschehen mit der Taufe ansah und zudem jede weitere Wirksamkeit des Geistes grundsätzlich ausschloß - außer dass er durch das Wort Gottes am Glaubenden wirkt. Das ist ja auch gut und richtig, aber eben längst nicht alles, denn der Geist Gottes will uns nicht nur durch das Wort der Schrift beglücken, sondern er will "von oben" kommen, so ist er zwar tatsächl. immer BEI uns Christen, doch recht wenige sind sich dessen bewusst. Darüber hinaus möchte er direkt IN und DURCH uns wirken, doch das macht er nicht "ungebeten" und dazu müssen wir ihn "empfangen"!

"..den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein." (Joh.14,17)

Hier haben wir sehr schön die Dynamik vor Augen:
Kennen - ist bei euch - wird in euch sein.

"Wer an mich glaubt..., aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Dies sagte er von dem Geist..." (Joh.7,38+39)

Das macht deutlich, dass der Geist nur aus uns fließen kann, wenn er mit seiner Fülle IN uns ist.

---


tja - jetzt hab ich soviel über meine eigene Story geschwafelt, dass wir wieder nicht bis zum Empfang gekommen sind... hehe, so hält man seine Leser bei der Stange und die Spannung steigt :-)...

***

..da ich hier so einiges von meinem pers. Werdegang angesprochen habe und auf Wunsch von Marco, verlinke ich hier meinen ersten Post auf dem Blog, wo ich meine Story mal in grossen Zügen aufgeschrieben hab.

Kommentare:

Sanina hat gesagt…

... von deiner eigenen Story hast du jetzt aber nicht geschwaffelt, WIE du (außer das schon klar ist, dass du darum gebeten hast und man heute auch die Frucht erkennt)den Heiligen Geist bekommen hast. Aber vielleicht muss man das auch nicht erklären, denn wie gesagt: an ihrer Frucht werdet ihr sie erkennen.

wegbegleiter hat gesagt…

Interessant. Aber riskant. Wir stimmen überein, dass Babytaufe knapp gesagt - au, das gibt wieder Proteste - nicht biblisch ist. Aber: die Reihenfolge: Taufe, Heiliger Geist Empfang, Glaube - da finden wir in der Apostelgeschichte bestimmt 10 Varianten. Daraus kann man unmöglich eine Dogmatik machen, deswegen bin ich beim Stichwort Mündigentaufe vs. Babytaufe auch immer vorsichtig mit Argumentationen aus der Apostelgeschichte... denn dort wird der Geist auch z.B. durch Handauflegen vermittelt (das dann wieder sehr katholisch rüberkommt)... was man festhalten kann ist die enge zeitliche Einheit im NT aus Glaube, Taufe und Heiligem Geist. Denn wer getauft wird, wird in den Leib hinein getauft und wie kann man Teil des Leibes sein ohne Heiligen Geist?
Ne andere Geschichte ist dann die Fülle des Geistes. Und die wunderbaren Gaben des Geistes. Und die sollen entdeckt und genossen werden!! Und da versündigen sich einige freikirchliche aber auch volkskirchliche Vertreter, wenn sie den HG als Anhängsel betrachten - wo er doch Triebfeder unseres Lebens sein kann!

Bento hat gesagt…

Hallo Sanina
(hört sich auch schön an!);-D

huch - soweit war ich doch noch gar nicht, kommt doch noch ;-)...

Hi Wegi,

also ich bilde mir ein, hier an keiner Stelle irgendwas "dogmatisches" abgesondert zu haben und auch von Reihenfolge hab ich (noch) nicht geredet, sondern nur anhand eines bibl. Beispiels (und meines eigenen Erlebens) auf gewisse "Eckdaten" aufmerksam gemacht...

ja du hast recht, auch ich bin da vorsichtiger geworden, was die Taufe angeht, denn es geht da immer auch um unser Erkennen und Umkehr. Allerdings hängt das ja extremst davon ab, was verkündet wird und was wir HÖREN - das war eigentl. mein Augenmerk bei diesem Post.

Den zeitlich engen Zusammenhang sehen wir zwar in der Bibel gegeben, aber das kann (heute) auch ganz anders sein, weil sich soviel religiöser Unsinn verbreitet hat. Bei mir lagen zwischen Bekehrung und Taufe ganze 10 Jahre!

Den Unterschied zwischen (vom Geist gewirkten) Glauben an Jesus (in den Leib getauft) und der Fülle + den Gaben (Wiksamkeit) hatte ich im ersten Post ja schon angesprochen und wird auch noch was zu kommen...

"versündigen"? hmm - weis net, ob man das so sagen kann, denke die sind eher schlecht informiert oder mit Blindheit geschlagen, jdf. wird es wohl erst zur Sünde, wenn man willentl. und wider besseren Wissens handelt - oder?

Christof hat gesagt…

Hu, das ist auch eine spannende Frage: wird Sünde erst zur Sünde, wenn ich es besser weiß und bewusst tu ...;-)

Neee klar: bei mir lagen auch zwischen Glaube und Taufe satte 15 Jahre. Optimal ist das dennoch nicht, aber halt einer anderen Situation geschuldet.

Generell war mein post gar nicht so speziell nur auf deinen bezogen, sondern mal ein allgemeines statement zum Thema Apostelgeschichte und Dogmatik...;-)

Segen!

Stef hat gesagt…

Interessantes Thema, Bento!
Ich halte mich aber mal zurück... ;-)

@wegbegleiter:
Finde Deine Gedanken gut (wenn ich auch nicht immer jeden einzelnen Punkt teile, aber Deine Kommentare sind imer gut durchdacht und formuliert). Muss man ja auch mal sagen, oder? ;-)

Bento hat gesagt…

ahh Wegi, da bin ich ja beruhigt ;-) hab schon nachgeschaut, wo ich mich mißverstdl. ausgedrückt haben könnte...

also solche Bemerkungen dann besser kennzeichnen mit: ACHTUNG ACHTUNG, jetzt kommt was Allgemeines zu Dogmatik und Apg... sonst schnallt Bento das nich... ;-D

jo diese Sache mit der Sünde könnte glatt nochmal ne "Lindenstraße" draus werden ;-)

Hi Stefan,
finde ich ja nett, dass du heute mal mit Blumen vorbeikommst! ;-)
und schön, dass du dich zurückhälst *erleichtertaufatmenundSchweissvon derStirnwisch* - hoffentl. hälst du das ne Weile durch ;-D

Stef hat gesagt…

Noch geht's. Hängt davon ab, was Du sonst noch so schreiben wirst... ;-)

Talitakum hat gesagt…

@stef

Schön jedenfalls, dass Du da bist.

@bento
Ich bin schon bei dem Fazit.
Bin gespannt, wohin Du uns bringst.
Bisher habe ich soviel verstanden:

Die Lehre, dass der Heilige Geist auf uns kommt, wird vernachlässigt.
Dadurch laufen viele Christen auf dem Trockenen. Ist das so richtig?

Bento hat gesagt…

Stefan,
soll das ne Drohung sein? ;-D

Talita,
jo - so würd ich das mal sehen.
Sowenig wie jmd. zu Jesus und seiner Gnade finden wird, wenn er nix davon hört, so sehr bleiben uns die Segnungen des Hl.Geistes verborgen, wenn wir nicht darüber informiert werden und es im glauben annehmen.
Was allerdings kein Dogma ist, sondern eine Ermunterung/Ermahnung an die Christenheit!
...wir können auch durch genaues, unvoreingenommenes Bibelstudium und/oder Offenbarung durchaus weiter kommen.

Grundsätzlich sehe ich diesen Strom allerdings weitgehend vertrocknet, worüber sich nur einer freut...

Stef hat gesagt…

Und jetzt komme ich mit meinem ERSTEN Kommentar :-)
So ähnlich wie Du bzgl. den (ggf. verpassten) Segnungen des Hl. Geistes sprichst, spricht die kath. Kirche übrigens bzgl. des Heils: in der kath. Kirche gibt es die ganze Fülle des Heils bzw. der Gnade(n) (im Sinne von Segnungen), außerhalb nur eine "abgespeckte" Version (aber wie gesagt bezieht sich das auf die Segnungen und nicht auf die Rettung; gerettet kann man prinzipell auch außerhalb der kath. Kirche werden; so habe ich das zumindest verstanden...).

Geschickt das Thema wieder gewechselt, gell? ;-)

wegbegleiter hat gesagt…

Jetzt doch was Theologisches, was aber nur im Grundtext so richtig deutlich wird: "Wer an mich glaubt..., aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Dies sagte er von dem Geist..." (Joh.7,38+39). Ich denke, dass mit "dessen" Jesus gemeint ist (wörtlich heisst der Vers: Der Glaubende an mich wie sagt die Schrift aus dem Inneren dem Seinen werden überströmen Wasser des Lebens).
Sonst würden wir nämlich selbst zum Spender des Geistes werden - das ist aber meines Erachtens nirgendwo verheißen. Und es ist eine unglaubliche Belastung - wenn man sich eben nicht immer überströmend vorkommt...
zudem: wenn man den Schriftbeweis des Verses (wie die Schrift sagt) hinzu zieht, dann stellt man fest: das steht nirgendwo, wenn man es auf den Menschen und nicht auf Jesus bezieht. Sehr wohl allerdings, dass Gott zum Quell wird...
So sagt die Stelle: dass wir von Jesus ausgehend den Strom empfangen aufnehmen und weitergeben. War für mich eine große Entlastung...

Talitakum hat gesagt…

Hi Christof,

verstehe, was Du meinst...
aber wenn an dieser Stelle Jesus damit gemeint ist, aus dessen die Ströme fließen, wieso heißt es dann 'werden' Ströme fließen?
Bei Jesus, sind wir uns bestimmt einig drüber, flossen ja die Ströme noch und nöcher...

Aber andersrum, wenn ich die Stelle so verstehe, wie sie allgemein verstanden wird, dass nämlich der Gläubige damit gemeint ist.. dann ist das einfach eine Zusage, die unumgänglich ist.. Eine Zusage, oder anders - einfach ein Faktum. Kein Wenn, oder Aber dahinter... es ist ein Istzustand.
Sie fließen - ob ich es selbst wahrnehme oder nicht (Genau wie mit der Gegenwart Gottes, die ich auch nicht immer spüre).
Wenn ich mir das dann bewusst mache, dass es so ist, dann nehme ich das auch mehr wahr.
Auch entspannend, wie ich finde...
:-)

Bento hat gesagt…

jo - guter Einwand Stella,
ich kann auch echt überhaupt nicht nachvollziehen Wegi, was daran jetzt "anstrengend" bzw. belastend sein soll?! Natürl. sind wir nicht die Quelle, aber der Strom kann und wird durch uns fließen - nichts anderes sehe ich dahinter. Sonst könnte man ja an jeder Ansage Jesu scheitern, wenn wir es aus unserem Defizit heraus hören...

Zudem gibt es ja ungezählte Ansagen, die UNS, den Gläubigen, durch den Glauben Unglaubliches verheissen, sollten wir die jetzt alle anders verstehen müssen? - hmm.."Ihr seid das Licht der Welt" uswusf. natürl. sind wir das nicht aus uns heraus, sondern weil Christus uns dazu macht bzw. gemacht hat! Für mich ist das keine Frage meiner Perspektive, sondern eine Offenbarung, wie Gott uns sieht und zu was er uns erneuert hat - unser Denken hinkt halt hinterher, weil es gewohnt ist vom Verstand bedient zu werden und wir auf das Sichtbare schauen...

Bento hat gesagt…

Stefan -
woow, ganze 3 Std hast du durchgehalten - Respekt! ;-)
..aber ich kann nicht erkennen, wo du das Thema gewechselt hättest, du redest immernoch von der KK... :-D

Talitakum hat gesagt…

*lachkrampf*

stef nicht böse sein, find den Humor von Bento nur köstlich...
Ough, darfst mir auch nen Knüppel überziehen....

Apassionata hat gesagt…

Ich weiß nur, daß der hl. Geist ein praktischer Typ ist, der momentan in mir bewirkt, daß ich bereit bin schwerste Wege zu ertragen, wo ich immer gesagt hätte:"Das mach ich nicht mit!!!" Ich bin dankbar dafür, daß mir Gott die Bereitschaft schenkt einen mir lieben Menschen loszulassen, aber auch das Vertrauen schenkt, daß Gott doch heilen kann. Es ist eine psychologische Achterbahn. Ich bin nicht stark, aber der heilige Geist macht mich stark. Ihm sei Dank!!!

Bento hat gesagt…

HALELUJA - JA AMEN AMEN!

Apassionata hat gesagt…

Auch wenn das Thema sehr ernst ist und überhaupt..., könnt Ihr der Apassionata mal einen kleinen Eierlekör anbieten oder einen lieblichen Rotwein einschenken, wenn Ihr dabei seid Chips zu fressen. Liebe Grüße und ganz viel Segen Euch allen!

Bento hat gesagt…

ja liebe Apassionata, es ist wirklich sehr Ernst, denn es geht echt um ALLES, was unser Christsein ausmacht. Ich sehe, wie du in den stärksten Bewährungen bist (ich sage absichtl. nicht "Prüfungen", denn du bist bewahrt!) - doch auch wenn deine Seele sich nach Entspannung sehnt, werde ich dir hier nur den reinen Wein einschenken, denn jetzt wirkt die Kraft Gottes mächtig in deinem Leben und erweist seine Herrlichkeit!
Du wirst ihn lieben wie nie zuvor und er nimmt dich in seine starken Arme und schenkt dir seinen tiefen Frieden!
..und statt ner Tüte Chips, mach ich jetzt mein Herz weit auf und bete für dich und deinen Mann vor Papas Thron!!

wegbegleiter hat gesagt…

Ihr legt viel wert auf meine Entlastung, mir ging es mehr um theologisch saubere Argumentation. Selbst zum Quell des Geistes zu werden wie die Schrift sagt - das steht eben nirgendwo im AT! Es gibt nirgendwo im AT eine Aussage darüber, dass von einem Menschen "Ströme lebendigen Wassers fließen" werden. Noch befremdlicher für das AT (und auch für das NT) ist auch das Verständnis, dass ein Mensch zum Spender des Heiligen Geistes wird (denn die Ströme werden ja im nächsten Vers damit verbunden).
Zudem passt die andere Deutung zum vorhergehenden Vers: An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand Jesus auf und rief: Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. Genau: wer Durst hat, geht zu Jesus und empfängt Ströme des Geistes (die er dann weiter geben kann). Das nimmt mich selbst als Quelle heraus und stellt mich vertieft in die Abhängigkeit zu Jesus. Das finde ich befreiend.

marco hat gesagt…

Wegi, ich denke, dass gerade der von dir herausgestellte Aspekt des Trinkens bei Jesus es ist, der uns befähigt Seine Ströme des lebendigen Wassers bzw. Seinen Segen weiterzugeben und in die Welt und unser Umfeld fließen zu lassen.
Wenn ich nicht in enger Beziehung zu Jesus lebe, geradezu in Abhängigkeit wie Du sagst, dann wird auch nichts fließen. Er und nur Er ist der Strom aus dem ich Kraft schöpfe. So viel, dass nicht nur ich gefüllt werde, sondern dass ich im von Gott gedachten Idealfall überfließe und so anderen zum Segen werde.
Gottes Segen soll nicht nur in uns drin bleiben, sondern wir sollten der Welt um uns herum ein Segen sein. Ich denke, wir sollen Seine Liebe, Seinen Segen und Seine Kraft in unser Umfeld bringen und Ihn durch uns Leute für Ihn beGeistern lassen.

@Bento: Du hast im Artikel auf deine Taufe im Wassertank in Portugal angespielt. Ich erinnere mich, dass Du einen Blogeintrag darüber geschrieben hast, den ich echt cool fand. Die ganze Geschichte war der totale Hammer. Ganz nach dem Motto, dass Er Sein Evangelium mit Zeichen bezeugt.
Hast Du nicht ne Möglichkeit den Artikel mit diesem zu verlinken? Bestimmt interessieren sich alle anderen auch dafür.

Bento hat gesagt…

hey Stella,
fürs Lachen braucht man sich hier nicht zu entschuldigen! ;-)


isklar Wegi, wir Pappnasen spenden überhaupt nix! wie Marco schon sagt, geht es um den ungehinderten Durchlauf...


ok Marco - ist gebonkt,
ich will zwar hier echt nicht soviel aufhebens um mich machen, aber wenn du meinst... ;-)

Talitakum hat gesagt…

Das Lachen hätte man auch als Auslachen verstehen können.
Aber so war es auf keinen Fall gemeint...

Talitakum hat gesagt…

Hi Christof,

Die Entspannung habe ich mehr als eine Nebenwirkung erwähnt.
Meine Sicht ist, dass aus Jesus zu dem Zeitpunkt als Er das sagte, nicht erst Ströme fließen 'werden', sondern dass sie kontinuierlich aus ihm flossen. Das würde mir dabei im Weg stehen, diese Aussage so zu betrachten wie Du.

Auch bei weiterem darüber nachdenken, was das Quelle sein anbetrifft.
Jesus war ja auch ganz Mensch.
Und das Ziel Gottes war, dass Er Seinen Geist in unser Innerstes legt.
Jesus war der erste Mensch, bei dem diese Verheißung aus dem AT erfüllt wurde.
Vielleicht steht nix direkt davon da, dass der Mensch ein Quell sein wird, aber der Geist wird zu einem Quell für den Menschen.
Dann sehe ich noch zu Hesekiel, wo ich auch eine Parallele sehen kann.
Wir sind heute der Wohnort Gottes, bei den Menschen, Sein Tempel.
Diese Wasserströme bei Hesekiel flossen aus dem Tempel.
Sicherlich hat Hesekiel noch eine andere Bedeutung, aber ich sehe da auch eine Parallele zu uns als dem Tempel.

Helmut hat gesagt…

Ich möchte hier gerne eine Andacht von Andrew Murray (ca. 100Jahre alt)
einstellen.


A.Murray
Ströme lebendigen Wassers



«Wer an mich glaubt, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen!» (Joh 7,38)

Unser Herr hat im Gespräch mit der Samariterin gesagt: «Das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt» (Joh 4,14). Die Verheißung in unserem Textwort ist noch größer: Von dem Menschen, der an Christus glaubt, werden Ströme lebendigen Wassers fließen, die den anderen Leben und Segen bringen. Johannes sagt uns, dies beziehe sich auf den Heiligen Geist, der nach Christi Verklärung kommen werde; denn der Heilige Geist sei jetzt noch nicht da. Im Alten Testament wird fast ausschließlich vom Geist Gottes gesprochen; der Heilige Geist war damals noch nicht ausgegossen. Christus musste sich zuerst durch «den ewigen Geist Gottes» am Kreuz opfern (Hebr 9,14), durch den Geist der Heiligkeit auferstehen (Röm 1,4) und vom Vater Vollmacht empfangen, den Heiligen Geist auszugießen. Erst von jenem Zeitpunkt an konnten die Gläubigen sagen: «Nun wohnt der Heilige Geist in mir!»

Wie können wir diese beiden wunderbaren Verheißungen vom Wasserbrunnen und den Strömen lebendigen Wassers erfahren? Nur eines braucht es dazu: Eine innere Verbindung mit Jesus Christus, rückhaltlose Hingabe in der Gemeinschaft mit Ihm und die feste Gewissheit, dass der Heilige Geist in uns alles das wirken wird, wozu wir selbst unfähig sind. Mit einem Wort: «Wer an mich glaubt!» Wir benötigen einen Glauben, der in der göttlichen Kraft und Liebe ruht und Tag für Tag von Gott die Gnade erbittet, dass auch von uns lebendige Ströme fließen möchten.

Wenn in einem Haus das Wasser den ganzen Tag fließen soll, so muss die Verbindung mit dem Reservoir intakt sein; dann fließt das Wasser ganz von selbst durch die Röhren. In gleicher Weise darf zwischen dir und Christus die Verbindung nie unterbrochen werden; im Glauben musst du Jesus Christus aufnehmen; denn Er allein kann das neue Leben in dir nähren und erhalten.

Mögest du dich im Glauben darüber freuen, dass Jesus Christus uns den Heiligen Geist gibt, und die Gewissheit im Herzen tragen, dass der Heilige Geist als Quelle des Segens in dir wohnt!