Sonntag, 14. März 2010

Besonderheiten des Königreiches

(Fortsetzung vom vorigen Post)

Dass es ein herrliches, himmlisches Königreich gibt, ist die Aussage eigentlich jeder Religion, z.B. Muslime sprengen sich und andere deswegen gelegentlich in die Luft und Hindus achten das Diesseits gering. Doch für einen Christen hat diese Tatsache eine ganz andere Bedeutung, denn durch Jesus und in der Kraft des Heiligen Geistes, ist dieses Reich schon jetzt mitten unter uns und wir dürfen seine Herrlichkeit bereits heute schmecken.

Was aber gelegentlich für Verwirrung sorgt, ist die Tatsache, dass dieses Reich in verschiedenen "Dimensionen" oder man könnte auch sagen "Phasen" existent und wirksam ist.

In Jesus ist es zu uns gekommen:

Wenn ich aber durch den Geist Gottes die Dämonen austreibe, so ist also das Reich Gottes zu euch hingekommen.
Mat 12:28

Es ist tatsächlich das untrügliche Merkmal des Reiches Gottes, dass die Finsternis ihre Macht verliert und verschwinden muß. Jesu gab dann diesen Auftrag an seine Jünger weiter, das Reich Gottes nahe zu allen Menschen zu bringen:

Und er sandte sie, das Reich Gottes zu predigen und die Kranken gesund zu machen.
Und in welche Stadt irgend ihr eintretet, und sie nehmen euch auf, da esst, was euch vorgesetzt wird, und heilt die Kranken in ihr und sprecht zu ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.

Luk 9:2 /10.8+9

Seit der Ausgiessung des Heiligen Geistes zu Pfingsten in Jerusalem (Apg.2), ist dieses Reich zu einer machtvollen Realität in der Welt geworden:

Und er (Jesus) sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es sind etliche von denen, die hier stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes, in Macht kommen gesehen haben.
Mar 9:1

Man wird in dieses Reich hinein geboren. Glaube und Taufe (Geist und Wasser) sind die Elemente. durch die man hinein gelangt:

Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand aus Wasser und Geist geboren werde, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen.
Joh 3:5

Man wird es aber vergeblich als einen deffinierten, weltlichen Machtbereich suchen, mit den üblichen Palästen, dem Prunk und den Symbolen von Macht und Herrschaft:








Mein Reich ist nicht von dieser Welt;
noch wird man sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.

Joh.8,36 / Luk 17:21

Es ist nur in geistgewirkter Einheit wirksam und erscheint nicht großartig, sondern ist im Geringen:

Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den geringen.

Röm.12,16

Dies mag für den Ein oder Anderen verwirrend sein, und man fragt sich woran man denn erkennen kann, ob man nun in toter Religion lebt, oder im herrlichen Reich Gottes. Es gibt ein untrügliches Kennzeichen, dies zu unterscheiden:

Denn das Reich Gottes besteht nicht im Wort, sondern in Kraft.
1Ko 4:20

Dort wo die Kräfte des Himmels wirksam sind und Menschen an Geist, Seele und Leib erneuert und tiefgreifend verändert, da ist Gottes Reich bereits Realität. Er steigt dafür aber nicht (nochmal) selber herab, sondern hat durch Jesu Blut Menschen befreit und durch Seinen Geist dazu befähigt, diese Regentschaft auszuüben:

Denn wenn durch die Übertretung des Einen der Tod durch den Einen geherrscht hat, so werden vielmehr die, welche die Überschwenglichkeit der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus.
(Röm5,17)

Hast du das gelesen?
"im Leben herrschen"
..also nicht erst in der fernen Zukunft!

Es wird aber noch eine enorme Steigerung geben, und wir werden, nachdem wir diese Aufgabe erledigt, und die damit verbundene Anfechtung und Bedrängnis überwunden haben, in das himmlische Reich Gottes einziehen:

Wer überwindet, den werde ich zu einer Säule machen in dem Tempel meines Gottes, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen.
Off 3:12

Dies wird deshalb so eine enorme Verbesserung sein, weil es dann das Reich der Finsternis nicht mehr geben wird, das hier und in der jetzigen Zeit noch ständig gegen das Reich Gottes ankämpft:

Und keinerlei Fluch wird mehr sein; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein; und seine Knechte werden ihm dienen, und sie werden sein Angesicht sehen; und sein Name wird an ihren Stirnen sein.
Und Nacht wird nicht mehr sein und kein Bedürfnis nach einer Lampe und dem Lichte der Sonne; denn der Herr, Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Off 22:3-5

Was für ein wunderbares Reich!
HALLELUJA

***

Kommentare:

jovan hat gesagt…

Gute Ergänzung. So komm ich auch mit. :o)
Sehr schön, wie du das beschreibst. Viele machen sich ja voll den Kopf um "schon da" und "nahe gekommen", weil sie das "nah" als eine zeitliche Einheit betrachten, während es doch viel mehr eine räumliche ist. Wenn jemand sagt, "Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen," sagt er in meinen Ohren, "Fass mich an und du kommst in Kontakt mit dem Reich Gottes." Deshalb wurde ja auch von Jesus gesagt, dass Kraft von ihm ausgeht. Spannend auch, das Reich Gottes ist die Person des Heiligen Geistes. Und zu Pfingsten gab es eine Veränderung des Reiches Gottes, so dass es noch viel machtvoller wurde und nicht nur über drei Jahre hinweg 120 Menschen zum Glauben an Jesus kamen, sondern an einem Tag 3000 und kurz später nochmal 5000.

Bento hat gesagt…

Hi Jovan,
jo deshalb hab ich den Artikel auch geschrieben, damit du das endlich mal schnallst... ;-D

Hm, auf die Idee, das RG mit dem HG gleichzusetzten, bin ich noch gar nicht gekommen - muss ich erstmal noch bewegen den Gedanken...
wie kommst du auf diese Bekehrungszahlen? Also die 3000 an Pfingsten sind klar, aber sonst?

flunra hat gesagt…

Lieber Bento, ich freue mich, dass Du das Thema vom Reich Gottes aufgenommen hast. Dieses wunderbare Reich, dass in alle Ewigkeiten oder Äonen Bestand hat, ist schon unter uns und in uns wirksam. Es hat nichts mit menschlichen Organsationen und Institutionen zu tun. Es ist selbständig und wird vom Vater, unserem Gott JAHWEH geleitet. Jesus selbst hat es nur andeuten können, er selbst war Teil dieses Reiches, doch erst nach Pfingsten konnten andere Personen in dieses Reich hinein kommen. Hinein geboren durch Wasser und Geist. Niemand kann es durch eigene Anstrengung für sich vereinnahmen.
Mir ist die Aussage eines messianischen Juden, Benjamin Berger, sehr wichtig geworden. Er wollte Gottnäher kommen und hat 15 Jahre steng nach dem Gesetz gelebt, doch ohne Erfolg. Gott war ihm noch genauso weit weg wie am Anfang. Aber als er Jesus als den Messias und als seinen Erlöser in sein Herz aufnahm, da saß ich auf einmal ohne mein Zutun auf dem Schoß des Vaters. Er sagte, dass er nie erwartet hatte, dass er Gott so nahe sein kann. Er war Teil des Reiches Gottes geworden, wie es Jesus in Johannes 3 gesagt hatte. Seid dem ist er von großer Freude erfüllt und bezeugt seinen Landsleuten die Wahrheit über Jesus.
Es ist nun schon über dreißig Jahre her, als ich mit meinem damaligen Pfarrer einen Disput hatte. Er sagte, dass ich doch überall wo ich mit den kommunistischen Ansprüchen des Staates konfrontiert würde, sagen müsste, dass ich kirchlich gebunden sei. Als ich dies Verneinte und ihm sagte, dass ich Jesus nachfolge und die Bibel die Grundlage für mein Handeln ist, viel er aus allen Wolken. Ich könnte doch die Kirche nicht so ignorieren, meinte er. Meine Erfahrungen mit den Kommunisten war, wenn sie wirklich mal ein Gespräch suchten, dass sie ganz still wurden, wenn es um das Wort Gottes und Jesus als Retter ging. Sie hatten die Kirche zu ihrem Feind gemacht und staunten, wenn ich mich auf Gott berief und nicht auf ihren Feind. Sie hatten keinen Ansatz mehr zum Streiten und Rechthaben. So ist es auch in den Konfessionen, wenn man sich auf der Ebene "Jesus ist der Hohepriester und das Haupt des Leibes" begegnet, erkennt man sehr schnell wer zum Herrn gehört und wer nicht. Bis jetzt habe ich mit allen Wiedergeborenen gute Gemeinschaft gehabt und der kirchliche Rahmen, war von untergeordneter Bedeutung. Meine Mutti, sie feierte in dieser Woche ihren 96. Geburtstag,sagt immer: "Die Kirche ist nur das Baugerüst, es wird abgerissen, wenn der Leib vollendet ist."
So ist es auch, denn wir sollen uns als lebendige Steine in das geistliche Haus einbauen lassen.
Die Lebendigkeit des Reiches Gottes lässt sich viel besser im Gespräch erleben, als im Geschriebenen als Buchstaben. Nur wenn der Heilige Geist beim Lesen dazu kommt, wird das Geschriebene wieder Leben.
In der Sprache der Dabhar-Übersetzung muss ich Dir schreiben: "Ich gewahre, dass das Reich Gottes bei Dir ist und Du in der göttlichen Gegenwart lebst!"
Das Licht strahlt in der Finsternis und sie muss fliehen.

jovan hat gesagt…

Hey Bento,
hehe.^^ Ich danke dir. ;oP
ja der Gedanke kam mir beim Schreiben, fand ich sehr interessant. Dabei dürfen wir aber auf gar keinen Fall vergessen, dass der Heilige Geist, Gott selbst, eine Person ist. Ich selbst bin grade erst dabei zu verstehen und zu erleben, dass Er eine Person ist, die wir kennen lernen dürfen und sollen. Wie soll Er uns ein Lehrer und Tröster sein, wenn Er uns immer so unnahbar erscheint und wir Ihn gar nicht kennen? Das revolutioniert derzeit mein Glaubensleben ein wenig.

Die Fünftausend tauchen in Apg. 4,4 auf.
Die 120 sind diejenigen, die zu Pfingsten noch beisammen waren und sich zum Beten und Warten trafen. Das sie bereits vor Pfingsten errettet waren, zeigt Johannes 15,3 "Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe." Die Jünger könnten nicht rein sein, wären sie nicht errettet. Was jetzt noch dazukommt, dass ich sage, diese 120 waren errettet, die anderen nicht, ist folgendes: Jesus sagt in Johannes 10,27 "Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir." Da sind zwei Erkennungsmerkmale: 1. Christen hören Jesu Stimme, womit aber nicht unbedingt Eindrücke, Träume etc gemeint sind. 2. Sie folgen Ihm.
Nachdem ich längere Zeit an dieser Stelle geknabbert habe, weil ich einerseits Menschen kenne, von denen ich weiß, dass sie errettet sind, aber keine Eindrücke o.ä. haben, andererseits Menschen kenne, die sich nicht bekehrt haben/hatten, dafür aber schon Eindrücke, prophetische Träume etc. hatten, bin ich auf das hier gekommen: Sie haben dieses inwendige Verlangen, mehr von Gott zu erleben, in Sein Ebenbild verwandelt zu werden, Sein Spiegel zu sein und strecken sich aktiv danach aus. Das mag nun ein ganz kleines Flämmchen sein oder ein lichterloh brennendes Verlangen, aber jeder Christ hat es.
Zurück zu den 120, bzw. den Massen vorher. Wir wissen, dass Jesus zeitweise 5000 Männer plus Frauen und Kinder hergelaufen sind. Wir wissen, aber auch, dass sich das Volk gegen Ihn hat aufwiegeln lassen und Seine Kreuzigung gefordert hat. Wir wissen, dass zu Seiner Himmelfahrt noch 500 Menschen anwesend waren. Doch davon haben 380 nicht auf Seine Stimme gehört und sind weggegangen, haben nicht in Jerusalem gewartet und mit den restlichen 120 Jüngern gebetet hat, bis die Verheißung des Vaters, der Heilige Geist kam. Wenn der Rest also nicht auf Seine Stimme gehört hat, waren sie nicht Seine Schafe, sonst wären sie gefolgt, wie Jesus es gesagt hat. Wer sich vom Glauben abwendet, der hat sich nie zu Christus als Lebenschef und Erlöser hin gewendet. Ja, ich kenne Hebräer 6,4-6: "Denn es ist unmöglich, diejenigen, die einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes und die Kräfte des zukünftigen Zeitalters geschmeckt haben und doch abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich den Sohn Gottes wieder kreuzigen und dem Spott aussetzen." Aber von wem spricht der Autor des Briefes hier? Falls es Paulus ist, wissen wir von Demas, der abgefallen ist. Was für Menschen hatte der Autor vor Augen? Lebte er nicht in der Zeit, der bisher größten Erweckung der Weltgeschichte? Lange dachte ich, "So ein Mist, jetzt hat der und der sich vom Glauben abgewendet, dann brauchen wir auch nicht probieren, ihn wieder für Gott zu gewinnen." Das ist natürlich Unfug. Wir dürften wohl einige kennen, die sich abgewandt haben und doch "wieder" zum Glauben fanden. Ich glaube eher, der Autor des Briefes hatte Menschen im Formate eines Charles Parhams, eines William Seymours, eines John G. Lakes oder eines Smith Wigglesworths vor Augen. Wenn ein Mensch dieses Formats vom Glauben abfiele... Ja, ich schätze, man kann es vergessen, sie wieder zurück zu führen. Sie haben wirklich an ihrem eigenen Körper, an ihrer eigenen Seele und an ihrem eigenen Geist die Kräfte der zukünftigen Zeitalter geschmeckt.

Bento hat gesagt…

..ahh - ihr seid so ein Segen! :-)

Lieber Flunra,
herzlichen Dank für deinen Beitrag und die Bestätigung - das ist sehr erbaulich!

Hey Jovan,
na du gehst ja richtig ab! :-)
Offen gesagt hab ich so meine Schwierigkeiten mit dieser Aussage "der Hl. Geist ist eine Person" - ich kenne alle die Aussagen der Schrift, die ihm persönliche Attribute geben - er kann betrübt sein, kann reden und verhindern, jmd. schicken usw - aber Er bleibt für mich mehr der Geist Gottes, als eine eigenständige "Person" - bei Jesus ist das anders, der ist ja nunmal Sohn und als Person sitzt er auf dem Thron zur rechten des Vaters - wo ist eigentlich der Hl.Geist dort?...

ah - das mit den 500 und an Pfingsten nur noch 120 ist ein interessanter Gedanke, der mir auch noch nicht gekommen war... Die 5000 aus Apg.4 verstehe ich eher so, dass es dann insgesamt soviele waren, also plus 2000 seit Pfingsten - naja, fest steht, dass die Post abging! :-)

Diese Aussage in Heb.6 verstehe ich auch so wie du sagst! Da geht es eindeutig um Leute, die voll im Geist gelebt haben. Habe mal einen Artikel dazu geschrieben, weil das echt bei vielen für Verwirrung sorgt..
Es gibt eine Ausnahme

Segen

jovan hat gesagt…

Oh Bento, ich glaube, du hast ein anderes Problem. :o) Eins, dass ich auch lange Zeit hatte, weshalb ich dir daraus keinen Vorwurf mache.^^ Ich habe bis vor kurzem Körperlichkeit und Persönlichkeit durcheinander geworfen und miteinander verwechselt. Man denkt ja gerne, bei Personen an Wesen mit Nase, Ohren, Mund, Händen, Pfoten etc. und vergessen dabei, dass dadurch Körperlichkeit und nicht Persönlichkeit ausgedrückt wird. Eine Person macht aus, dass sie Wissen, Gefühle und einen Willen besitzt. Dass der Heilige Geist wird an vielen verschiedenen Stellen deutlich. Das betrübt sein, hast du ja schon erwähnt, dann gibt es noch 1. Korinther 2,11 "Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes." und 12,11 "Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will." In den beiden Versen wird ausgesagt, dass der Heilige Geist über Wissen und Willen verfügt und wie du schreibst, weißt du ja selbst um noch andere persönliche Attribute des Heiligen Geistes. Wäre er keine Person, hätte er doch auch keine Attribute, die nur Personen zugeordnet werden. ;o)
Deine Frage, wo der Heilige Geist ist, während Jesus und unser Papa auf dem Thron sitzen, beantworten übrigens Sacharja 3,9 und Offenbarung 5,6. :o)
Apostelgeschichte 4 folgt zeitlich betrachtet unmittelbar auf die zweite Predigt von Petrus in Kapitel 3, so dass die beiden absolut zusammen gehören. Daher hätte und habe ich jetzt 4,4 als bezugnehmend auf die Predigt, bei der sich 5000 Menschen bekehrt haben, gesehen. ;o) Und ja, da ging's wirklich ab und ich bin gespannt auf die Tage, die vor uns liegen... Früh- und Spätregen... Joel 2+3. *strahl*

jovan hat gesagt…

PS: Den Artikel hatte ich damals nicht so ganz verstanden, aber jetzt in diesem Blickwinkel: AMEN! :oD

Bento hat gesagt…

..da bin ich ja froh Jovan, dass du mir keine Vorwürfe machst ;-)...

ja sehr interessant - das ist i.d.Tat ein Faktor - wichtige Unterscheidung das mit Körper und Person!!
dennoch hab ich ein paar Einwände :x)...

1.Kor.2,11 sagt ja grade das Gegenteil und bestätigt eher meine Sichtweise, denn sonst wäre der Geist des Menschen ja auch eine eigenst. Person - oder? ... was er ja wohl sicher nicht ist!
Genauso bei der Aussage: Der Geist gibt zusammen mit unserem Geist Zeugnis, dass wir Gottes Kinder sind...
Was sachste nu? :)

Auch wenn es heißt, dass er "austeilt wie er will", so könnte (und muß) man das doch als "ausführendes Organ" des Willens Gottes verstehen!? - denn Jesus sagt z.B.: "..denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was irgend er hören wird, wird er reden" oder Jesus sagt ja auch, dass es der Geist ist, der vom Vater ausgeht (Joh.15,26) - das besagt nach meiner Lesart, dass er eben keinen eigenen Willen hat.

Die "sieben Geister Gottes" (Augen) aus Sach. und Off. = der Hl. Geist? hmm...
es heißt in Eph. 5 doch EIN Geist und auch sonst wird vom Hl.Geist nur im Singular gesprochen - kann hier dasselbe gemeint sein?

Gott selber ist ja Geist und er gießt von "Seinem Geist" in uns aus - das ist Er doch dann selber!?! Wenn "dein Geist" hier durch diese Kommentare spricht, dann bist du es ja auch selber und keine eigenst. Person, die von dir ausgeht...

Das "stärkste Argument" bleibt für mich eben die völlige Gleichsetzung und Austauschbarkeit von Hl.Geist und Geist Gottes - ich finde im NT ca. 50 Stellen wo Geist Gottes steht und etwa ebenso viele, wo er Heiliger Geist genannt wird!

... immerhin habe ich ja seitdem ich in Sprachen bete / rede / singe, längst selber angefangen zum und mit dem Hl.Geist zu reden... aber für mich ist das Reden mit dem Geist Gottes mehr etwas wo es um Erfüllung und Action geht, um göttl. Ausstattung, Befähigung und Leitung in der Welt - während ich zu Gott selber als Vater im Himmel rede...

jdf. ein spannendes Thema!!

ja genau - der Spätregen... die ersten Tropfen fallen schon, mancher ist schon richtig naß geworden und ich höre ein gewaltiges Prasseln heranrollen!!!... :-))

Segen

jovan hat gesagt…

Ja, es ist spannend! :D

Der Geist des Menschen, ein weiteres großes Thema, mit dem ich mich noch nicht so intensiv beschäftigt habe. Es ist auf jeden Fall sehr umfangreich und wird's erstmal verwirrend für mich, wenn ich anfange, mich mit dem Thema zu beschäftigen.
Ich stimme dir absolut zu, dass der Geist (und die sieben Geister) Gottes der Heilige Geist ist(/sind), wobei "sieben Geister" für mich entweder Vollkommenheit oder sieben Wesenszüge bedeutet. Ich hatte nie so große Probleme damit, weil ich über die sieben "Ich bin"-Worte und die sieben Erlösungsnamen (Yahweh [...]) auf die sieben Geister Gottes gestoßen bin.

Oh, oh, oh, oh!!! Ich hab grad nen total schönen Satz gefunden: Röm 8,26-27 "Ebenso aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern. Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß." Der Heilige Geist betet für uns und verwendet sich selbst für uns vor Gott. Da bekommt Fürsprecher nochmal eine ganz neue Bedeutung. Das führt mich persönlich zu der Frage: Warum sollte der Heilige Geist für uns beten, wo er doch der Geist Gottes ist?

Du schreibst, "Jesus sagt z.B.: '..denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was irgend er hören wird, wird er reden' [...] - das besagt nach meiner Lesart, dass er eben keinen eigenen Willen hat."
Das heißt, Jesus hatte selbst auch keinen Willen, da er ja auch nicht aus sich selbst geredet hat, sondern nur das, was er den Vater hat sagen hören? Kann ich irgendwie nicht ganz zustimmen. Ich würde es eher so sehen, dass ihr Wille identisch ist. Wenn der Heilige Geist gesandt wird, hat er nur noch auf das "Jetzt geh schon." gelauert. Wenn Jesus Seinen Geist ausgießt, gießt er einen Stellvertreter aus. "Niemand von uns braucht sich einbilden, Jesus wohne in seinem Herzen. In uns wohnt der Heilige Geist." (Johannes Reimer)
Ich muss jetzt erstmal aufhören, mein Mentor ist gleich am Telefon fertig und dann ham wir nen Termin.
Römer 15,13 "Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und allem Frieden im Glauben, damit ihr überreich seiet in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!"

Bento hat gesagt…

..hi Jovan - sorry, ich war so beschäftigt ;-)

da schreibst:
"Das heißt, Jesus hatte selbst auch keinen Willen, da er ja auch nicht aus sich selbst geredet hat, sondern nur das, was er den Vater hat sagen hören? Kann ich irgendwie nicht ganz zustimmen."

nee, ich auch nicht! :x)
Jesus war ja schließlich ganz Mensch, d.h. Er hatte sehr wohl einen freien Willen und hätte anders können, wenn Er denn gewollt hätte - Er hat sich aber "eins" gemacht mit dem Vater...

Das J.Reimer-Zitat hilft hier aber irgendwie auch nicht weiter - immerhin sagt Jesus: Wir (der Vater und ich) werden Wohnung in euch nehmen. ok - durch den HG! hmm...

..vermutlich ist es nur ein "interlektuelles" Problem - evtl. vergleichbar mit der Tatsache, dass der Mensch als Mann und Frau geschaffen ist und beide (in der Ehe) wieder eins werden.

Man sollte sich evtl. wirklich über die Frage nach dem menschlichen Geist der Sache nähern - der wiedergeborene Geist im Menschen hat jdf. seine Göttlichkeit zurückerhalten (leben!) und er ist es ja auch, der uns mit dem Vater und untereinander eins macht - falls er nicht grade ein Nickerchen hält... ;-)

deshalb rufen der Geist UND die Braut: Komm! und nicht der Geist IN der (oder durch die) Braut...

huii - ich befürchte das Thema ist evtl. für den Verstand eine Nummer zu groß ;-))...

Dank dem Vater, Preis dem Herrn und komm du Geist der Herrlichkeit!!

Segen